Besiktas hat gleich mehrere wichtige Entwicklungen öffentlich gemacht. Die Schwarz-Weißen verlängerten den Vertrag mit Tüpras und sicherten sich damit für drei Spielzeiten 1,18 Milliarden TL (ca. 23 Mio. Euro) an garantierten Einnahmen. Zusätzlich kann der Klub über Erfolgsprämien noch weiter profitieren. Parallel dazu sprach Orkun Kökcü über die Nationalmannschaft, das Derby und die Gerüchte um ein angespanntes Verhältnis zu Sergen Yalcin. Im Hintergrund läuft außerdem bereits die Suche nach weiteren Verstärkungen im Mittelfeld.
Besiktas sichert sich Milliarden-Einnahmen durch den neuen Tupras-Vertrag
Mit der Verlängerung der Stadionnamensrechte und des Werbevertrags mit Tüpras hat Besiktas einen wirtschaftlich bedeutenden Schritt vollzogen. Die neue Vereinbarung läuft bis zum Ende der Saison 2028/29 und bringt dem Klub für die Spielzeiten 2026/27, 2027/28 und 2028/29 insgesamt 1,18 Milliarden TL ein. Besonders wichtig: Die Summe soll dem Verein im Voraus zufließen.
Der Klub formulierte die Eckdaten in seiner offiziellen Mitteilung eindeutig. „Unser Unternehmen hat mit Türkiye Petrol Rafinerileri A.S (Tüpras) Stadionnamensrechte und Werbeverträge für drei Saisons mit Wirkung ab der Saison 2026/27 unterzeichnet.“ Dazu hieß es weiter: „Für die Saisons 2026/27, 2027/28 und 2028/29 beträgt der Gesamtvertragsbetrag 1,18 Milliarden TL.“ Damit steht fest, dass Besiktas sich in wirtschaftlich sensiblen Zeiten eine enorme Planungssicherheit verschafft hat.
Zusätzlich winken 51,2 Millionen Lira an Erfolgsprämien
Der neue Deal enthält nicht nur einen festen Garantiebetrag, sondern auch zusätzliche Bonusmöglichkeiten. Laut Vereinsangaben kann Besiktas bei Erfüllung bestimmter sportlicher Bedingungen eine zusätzliche Erfolgsprämie von 51,2 Millionen TL (ca. 996.600 Euro) erhalten. Auch für die folgenden Spielzeiten soll dieses Modell fortgeführt werden.
In der Erklärung wurde dieser Mechanismus ebenfalls klar beschrieben. „Wenn die im Vertrag festgelegten Erfolgsbedingungen erfüllt werden, wird für die Saison 2026/27 eine Erfolgsprämie von 51,2 Millionen TL gezahlt.“ Und noch wichtiger: „Der Erfolgsprämienbetrag in den folgenden Saisons wird von Tüpras zur Prämie der vorherigen Saison hinzugerechnet.“ Für Besiktas eröffnet das die Möglichkeit, den kommerziellen Wert des Vertrags zusätzlich zu steigern.
Orkun Kökcü spricht über das Tor im Kosovo-Spiel und reagiert auf die Szene mit Kerem
Neben den wirtschaftlichen Nachrichten sorgten auch Aussagen von Orkun Kökcü für Aufmerksamkeit. Im Gespräch bei beIN SPORTS blickte der Nationalspieler zunächst auf die Szene vor dem entscheidenden Treffer im Kosovo-Spiel zurück. „Auf dem Papier ist unsere WM-Gruppe schön, aber das Kosovo-Spiel war schwierig. Der Platz war schlecht. Der Ball war auch noch gebogen, er ging weg.“
Besonders plastisch schilderte er den Moment vor dem Tor. „Ich dachte mir, weil sich der Ball drehte, würde er vielleicht die Stange treffen, aber wie hoch ist das Risiko? Schließlich wollen wir alle zur WM. Kerem (Aktürkoglu) berührte ihn und es wurde ein Tor.“ Anschließend machte Kökcü klar, dass ihn nicht die Frage nach dem Torschützen beschäftigt habe, sondern nur die Gültigkeit der Szene: „Es spielte keine Rolle, wer das Tor schoss. Ich werde nie wütend. Ich habe Kerem nur gefragt, ob er im Abseits steht.“
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Klare Worte zu Sergen Yalcin und den Gerüchten um Streit
Noch deutlicher wurde Kökcü, als er auf Berichte über ein angeblich schwieriges Verhältnis zu BJK-Coach Sergen Yalcin angesprochen wurde. Er wies diese Geschichten entschieden zurück und erklärte, wie eng seine Verbindung zum Trainer tatsächlich sei. „Ich bin mit Legenden wie Sergen Yalcin und Sifo Mehmet aufgewachsen. Meine Onkel haben mir immer von ihnen erzählt. Ich war so aufgeregt, als er mein Trainer wurde.“
Danach folgte seine unmissverständlichste Passage. „Auf der linken und rechten Seite schreiben einige, dass wir schlecht miteinander sind. So etwas ist nie passiert, nie passiert. Wir verstehen uns sehr gut.“ Damit stellte der Mittelfeldspieler klar, dass die kursierenden Geschichten aus seiner Sicht nicht der Realität entsprechen.
Zugleich schilderte Kökcü, wie ihn Yalcin gerade zu Beginn unterstützt habe. „Als ich das erste Mal kam, rief er mich ins Zimmer und sagte: Hänge nicht an dem, was die Schreiber berichten. Du kannst nicht die Leistung geben, die du dir wünschst, wenn du feststeckst.“ Dann ergänzte er:“Mein Trainer Sergen Yalcin trägt selbst nicht viel nach außen. Er erzählte mir von seinen eigenen Erfahrungen. Er hat mich getröstet.“ Diese Aussagen zeichnen ein ganz anderes Bild als das der zuvor kursierenden Spekulationen.
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Auch vor dem Derby bleibt Orkun Kökcü vorsichtig
Mit Blick auf das anstehende Derby in der Trendyol Süper Lig betonte Orkun Kökcü, dass solche Spiele nie allein durch Namen oder Tabellenstände entschieden werden. „Derbys sind schwierige Spiele. Auch das Team vor ihnen ist ein Qualitätsteam. Jedes Spiel hat eine andere Geschichte.“
Seine Einschätzung zur Ausgangslage fiel knapp, aber klar aus. „Wer in diesem Spiel am meisten bereit ist, gewinnt dieses Spiel. Es gilt für beide Seiten. Es macht mehr Spaß, als man auf dem Papier erraten kann.“ Damit unterstrich er, dass Besiktas den Fokus auf die eigene Bereitschaft legen muss, wenn das Derby erfolgreich gestaltet werden soll.
Überraschender Name taucht auf der Transferliste auf
Während wirtschaftlich ein großer Deal fixiert wurde und sportlich die Aussagen von Orkun Kökcü für Klarheit sorgten, läuft parallel die Kaderplanung für die kommende Saison. Dabei ist ein Name aufgetaucht, der auf den ersten Blick überrascht: Franco Tongya von Genclerbirligi.
Nach Informationen von Nicolo Schira soll Besiktas Interesse an dem 24-jährigen Mittelfeldspieler haben. Der italienisch-kamerunische Profi war im vergangenen Sommer aus der Serie C von US Salernitana 1919 gekommen und unterschrieb in Ankara einen 1+1-Jahres-Vertrag. In dieser Saison kam er in 24 Spielen auf vier Tore und drei Assists.
Dass auch Samsunspor an ihm interessiert sein soll, macht die Sache zusätzlich spannend. Für Besiktas wäre Tongya ein Transfer, der nicht mit einem ganz großen Namen, aber mit Entwicklungspotenzial und Flexibilität im Mittelfeld verbunden wäre. So zeigt sich bei den Schwarz-Weißen einmal mehr ein doppelter Kurs: wirtschaftlich ein Milliarden-Schritt nach vorn – und sportlich die Suche nach den nächsten Bausteinen für die neue Saison.


