Besiktas richtet den Blick in der Winterpause klar auf den Kader-Umbau. Im Trainingslager in Antalya laufen die Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte, parallel wird der Transferplan konkret. Im Zentrum steht die Linksverteidiger-Position: David Jurasek soll vor einer Trennung stehen – und Lucas Piton gilt als Favorit für die Nachfolge.
Linksverteidiger im Fokus: Jurasek-Verhandlungen laufen, Piton soll kommen
Nach derzeitigem Stand wurde David Jurasek nicht für das Lager fest eingeplant, weil Gespräche über eine Vertragsauflösung weitergeführt werden. Genau deshalb arbeitet Besiktas an einer schnellen Lösung auf der linken Seite. Als Top-Kandidat wird Lucas Piton genannt, der bei Vasco da Gama unter Vertrag steht und auf der internen Liste weit oben stehen soll.
Nach Angaben der türkischen Presse steht eine Einigung kurz bevor: Besiktas soll den Transfer für sieben Millionen Euro abschließen wollen. Zudem heißt es, dass Sergen Yalcin den 25-Jährigen besonders stark befürwortet. Piton hat seine fußballerische Ausbildung bei SE Corinthians Sao Paulo begonnen und wechselte später zu Vasco da Gama. In seiner bisherigen Laufbahn kommt er auf 263 Spiele mit zehn Toren und 37 Assists.
Murat Kilic nennt vier Transfer-Baustellen: „Wir können es uns nicht leisten, Fehler zu machen“
Im Umfeld der Mannschaft wurden auch Aussagen von BJK-Funktionär Murat Kilic getätigt. Demnach plant der Klub, im Winter auf mehreren Positionen nachzulegen. Kilic sprach davon, dass man Spieler suche, die direkt „in den ersten Elf spielen können“ – und nannte die Stoßrichtung: Innenverteidiger, Linksverteidiger sowie zentrale Rollen im Mittelfeld, die dem Team sofort Stabilität und Qualität geben sollen.
Seine Kernaussage: Besiktas wolle sehr genau prüfen, weil das Risiko eines Fehlgriffs hoch sei. „Unsere Trainer und unser Team schauen extrem detailliert hin. Wir können es uns nicht leisten, Fehler zu machen“, wird Kilic zitiert. Gleichzeitig betonte er, dass man nicht überstürzt, aber konsequent arbeiten will: Transfers sollen die Fans begeistern und die Mannschaft im Rennen um Ziele spürbar nach vorn bringen.
Timing als Schlüssel: Neuzugänge möglichst ins Camp, aber ohne Schnellschüsse
Im Lager in Antalya soll die Mannschaft bis zum 10. Januar arbeiten. Genau deshalb ist die Zeitachse eng: Besiktas möchte mögliche Neuzugänge möglichst früh integrieren. Gleichzeitig wird betont, dass erst unterschrieben wird, wenn die Klub-Seite vollständig geklärt ist. In diesem Zusammenhang fiel auch sinngemäß der Hinweis, dass Namen erst dann genannt werden, wenn die Vereinbarungen mit den Vereinen final sind.
Hinzu kommt der wirtschaftliche Rahmen: Besiktas will in der Transferphase „entsprechend der eigenen Wirtschaft“ handeln und die Zukunft nicht riskieren. Gleichzeitig wurde im Umfeld signalisiert, dass der Klub an Projekten und Einnahmeplänen arbeitet und aktuell keine akuten Haushaltsprobleme sehe.
Rafa Silva bleibt ein Thema: „Er spielt, wenn er will“
Auch Rafa Silva spielte in den Aussagen eine Rolle. Demnach ist er dem Camp beigetreten und nimmt regulär am Training teil. Zur sportlichen Situation wurde sinngemäß erklärt, dass der normale Prozess laufe und der Spieler im Fokus des Trainerteams stehe. Damit bleibt die Personalie zwar präsent, doch aktuell ist vor allem entscheidend, dass der Betrieb im Lager ohne Nebengeräusche weiterläuft.
Unterm Strich zeichnet sich ab: Besiktas will die Linksverteidiger-Frage zügig lösen, parallel aber auch weitere Positionen besetzen. Und mit Lucas Piton könnte ausgerechnet der Name kommen, den Sergen Yalcin laut Transferlinie am meisten will.



2 Kommentare
Dadurch, dass sich die Wege mit Jurasek und Svensson trennen werden, ist die Prio Nr. 1 auf jeden Fall ein neuer Außenverteidiger. Gleich danach muss daran gearbeitet werden, einen neuen 1. TW zu verpflichten, der deutlich solider als Ersin ist, Jorgensen wäre meine Wunschlösung.
Wenn noch Zeit herrscht, kann man sich nach Alternativen auf dem Flügel umschauen. Ich hoffe, dass unser Vorstand nicht auf Krampf irgendeinen Spieler aus dem Hut zaubern wird, der dann wieder bei uns floppt. Sollte Uduokhai gehen, so sieht es zumindest aktuell aus, werden wir auch in der IV einen Ersatz benötigen. In den Medien fällt der Nam von Thilo Kehrer, wäre auf jeden Fall ein Upgrade zu Uduokhai.
Was das Thema Rafa Silva betrifft: Ich gehe davon aus, dass sich beide Vertragsparteien einfach nur korrekt verhalten wollen, damit keinem die Möglichkeit einer Klage eingeräumt wird. Das heißt also, der Verein lässt den Spieler im Kader und lässt ihn regulär mittrainieren und der Spieler nimmt halt daran teil (wobei die Motivation ja laut Aussagen von SY zu wünschen übrig lässt). Wenn sich ein Interessent findet und der Preis passt (von mir aus auch ein Spielertausch, wenn der Spieler die Mannschaft sinnvoll ergänzt) dann weg mit ihm. Niemand ist größer als der Verein.
Gibt Jemand diesem Mann seine Anerkennung für eine absolut gute und analytische Bewertung der Sachlage. BJK wird sein Comeback gestalten, die Frage ist nur „wann“?