Besiktas rettet nach 0:2 ein Remis – und lässt dennoch Punkte liegen
Besiktas spielte am 21. Spieltag der Trendyol Süper Lig gegen Corendon Alanyaspor 2:2. Die Schwarz-Weißen gerieten früh mit 0:2 in Rückstand, kämpften sich jedoch zurück und holten einen Punkt. Nach dem Abpfiff analysierte Trainer Sergen Yalcin im Gespräch mit beIN SPORTS den Auftritt, sprach über den schwierigen Start und kritisierte die langen Unterbrechungen rund um den VAR.
„Schlechtester Spielstart der Saison“: Yalcin über die ersten 20 Minuten
Sergen Yalcin erklärte, seine Mannschaft habe einen denkbar schlechten Beginn erwischt: „Wir hatten den schlechtesten Spielstart der Saison. Natürlich ist die Moral eingebrochen. Wir sind zurückgefallen. Wir haben die Fans und ihre Unterstützung in 20 Minuten verloren.“ Danach habe das Team jedoch Widerstand gezeigt und sich in die Partie zurückgearbeitet. Yalcin betonte, seine Spieler hätten gekämpft und den Rückschlag nicht akzeptiert: „Dann zeigten unsere Spieler Kampfgeist. Die Jungs haben viel gekämpft und hart gearbeitet.“
„Wenn du gewinnen kannst, gewinne“: VAR-Ärger und klare Forderung
Der Besiktas-Coach verwies darauf, dass sein Team nach dem Ausgleich Möglichkeiten auf den Sieg hatte: „Nach dem 2:2 haben wir klare Chancen, um zu gewinnen.“ Gleichzeitig richtete er den Blick auf die Spielunterbrechungen und die Dynamik der Partie. Besonders die lange VAR-Prüfung beim zweiten Tor brachte ihn auf: „Beim zweiten Tor dauerte der VAR allein sechs Minuten, die Nachspielzeit dauerte am Ende insgesamt auch nur sechs Minuten. Wir konnten keinen Sinn darin erkennen.“
Yalcin nahm dabei auch die gegnerische Seite ins Visier und kritisierte das Zeitspiel: „Dieser Torhüter, wo kommt er her, Brasilien? Er lag pausenlos am Boden. Die Nachspielzeit hätte mindestens 15 Minuten betragen müssen.“ Seine Kernaussage formulierte er als Grundsatz: „Spielt normalen Fußball. Wenn du gewinnen kannst, gewinne. Leider ist der Fußball in der Türkei so, deshalb kommen wir nicht voran.“
Oh nach Debüt im Stadion: „Ich bin stolz, bei diesem großen Verein zu sein“
Auch die Spieler äußerten sich nach dem Remis. Hyeon-Gyu Oh sagte nach dem Spiel, dass ihn das Heimdebüt emotional bewegt habe. „Ich freue mich, mein erstes Spiel in unserem Stadion zu haben. Ich bin stolz, bei diesem großen Verein zu spielen“, erklärte der Angreifer gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Punkt für ihn nicht ausreicht: „Wir haben nicht gewonnen. Wir werden auf mehr drängen. Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden.“ Besonders die Stimmung im Stadion habe ihn beeindruckt: „Ich konnte die Atmosphäre nicht glauben.“
Olaitan fordert mehr Energie: „Wenn man hier spielt, muss man energischer sein“
Junior Olaitan beschrieb die Partie als anspruchsvoll und verwies auf die Reaktion nach dem frühen Rückstand. „Es war ein schwieriges Spiel. Wir kamen zurück, vor allem nach den enttäuschenden ersten 20 Minuten“ sagte er. Gleichzeitig formulierte er einen klaren Anspruch an das Auftreten im Besiktas-Trikot: „Wenn man in dieser Mannschaft spielt, muss man mehr Energie zeigen.“ Olaitan kündigte an, dass das Team daraus lernen will: „Wir werden härter trainieren und dazu lernen. Wir werden hart arbeiten.“


