Arda Güler hat vor dem WM-Playoff-Halbfinale gegen Rumänien klare Worte gefunden. Der Offensivspieler der türkischen Nationalmannschaft sprach über die Bedeutung der Partie, den Vergleich mit Gheorghe Hagi, den Traum von der Weltmeisterschaft 2026 und auch über sein spektakuläres Tor aus großer Distanz im Trikot von Real Madrid.
Klare Botschaft vor dem Spiel gegen Rumänien
Für Güler ist die Ausgangslage eindeutig. Das Spiel gegen Rumänien werde schwierig, zugleich sei die Zielsetzung innerhalb der Mannschaft seit Monaten klar definiert. „Wir wissen, dass Rumänien eine starke Mannschaft ist. Ihr Trainer hat zuvor auch in der Türkei gearbeitet. Es wird ein sehr wichtiges Spiel. Seit der Europameisterschaft ist es unser Ziel, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Wir sind bereit dafür. Ich hoffe, dass wir morgen unser Land und unser Volk glücklich machen können.“
Damit machte der Nationalspieler deutlich, dass die Partie nicht nur sportlich, sondern auch emotional eine große Bedeutung trägt. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der Europameisterschaft sei der Blick intern offenbar sofort auf das nächste große Ziel gerichtet worden.
Antwort auf den Hagi-Vergleich
Auch auf die Frage, warum er in Rumänien immer wieder mit Gheorghe Hagi verglichen werde, reagierte Güler mit Respekt. Er rückte dabei nicht sich selbst, sondern die Qualität des Gegners und die Größe der Aufgabe in den Mittelpunkt.
„Wir haben großen Respekt vor Hagi. Wir haben uns Videos von ihm angesehen. Wir wissen, dass es ein sehr schweres Spiel werden wird. Rumänien wird ebenso wie wir spielen, um zur Weltmeisterschaft zu kommen. Es wird ein schweres Spiel.“ Direkt danach schob er noch nach: „Wir glauben nicht, dass es ein leichtes Spiel wird. Bei solchen Spielen gibt es keinen Favoriten, schließlich ist es ein einziges Spiel. Auch sie werden ihr Bestes geben.“
„Hoffentlich schreiben wir unsere eigene Geschichte“
Die Aussagen des Real-Madrid-Profis zeigen, wie stark das Thema Weltmeisterschaft innerhalb der Mannschaft verankert ist. Güler sprach nicht nur von einem sportlichen Ziel, sondern von einem gemeinsamen Traum, den Mannschaft, Trainerstab und Land teilen.
„Hoffentlich schreiben wir unsere eigene Geschichte. Seit dem Tag, an dem wir bei der Europameisterschaft im Viertelfinale ausgeschieden sind, ist es unser einziges Ziel, zur Weltmeisterschaft zu fahren. Wir haben die Spiele erreicht, auf die wir seit zwei Jahren hingearbeitet haben. Es ist der Traum von uns allen, gemeinsam mit unserem Land zur Weltmeisterschaft zu fahren.“
Diese Formulierungen zeigen, dass die Mannschaft das bevorstehende Spiel nicht als Einzelereignis betrachtet, sondern als Ergebnis eines längeren Weges. Gerade deshalb fällt auf, wie oft Arda in seinen Antworten Begriffe wie Ziel, Traum und gemeinsame Geschichte betont.
Druck ist da – aber die Mannschaft fühlt sich bereit
Natürlich wurde auch der Druck vor einer Partie angesprochen, in der ein einziges Spiel über den weiteren Verlauf entscheidet. Güler wich dem Thema nicht aus, stellte aber zugleich klar, dass die Mannschaft sich darauf vorbereitet sieht.
„Ich glaube nicht, dass es eine stärkere Motivation gibt, als an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Da es ein einziges Spiel ist, kann es Druck geben, aber wir sind darauf vorbereitet. Morgen werden wir bereit sein. Auch ich persönlich möchte unbedingt dabei sein. Nicht nur ich, auch meine Teamkollegen und unser Trainer wollen unbedingt an der Weltmeisterschaft teilnehmen.“
Auch das 68-Meter-Tor war Thema
Neben der Nationalmannschaft wurde Güler auch auf sein viel beachtetes Tor aus 68 Metern für Real Madrid angesprochen. Der junge Offensivspieler reagierte darauf eher bescheiden und stellte den besonderen Moment in den Vordergrund.
„Das war ein ganz besonderes Tor. Ich hatte es schon ein paar Mal versucht, aber es hatte nicht geklappt. Solche Tore zu schießen ist schwer, ich weiß nicht, ob ich noch einmal so ein Tor schießen kann. Ich hoffe, wir sehen noch ähnliche Tore.“ Damit blieb er auch bei einem persönlichen Highlight bemerkenswert zurückhaltend.
Vertrauen in die Qualität des Kaders
Zum Abschluss lenkte Arda Güler den Fokus wieder auf die Mannschaft. Er hob die Qualität des Kaders, die eingespielte Zusammenarbeit und die internationale Erfahrung vieler Spieler hervor. Aus seiner Sicht ist genau diese Mischung entscheidend, um auch gegen starke Gegner bestehen zu können.
„Was die Qualität des Kaders und die gewohnte Zusammenarbeit untereinander angeht, sind wir gut aufgestellt. Wir haben viele Spieler, die in Europa spielen. Ich glaube, dass wir jede Mannschaft schlagen können, solange wir zusammen spielen.“ Damit formulierte Arda eine selbstbewusste, aber zugleich klar an die Geschlossenheit der Mannschaft gebundene Botschaft vor dem Rumänien-Spiel.


