Fenerbahce

Antero Henrique: Wer ist der Sportdirektor-Kandidat von Fenerbahce?


Fenerbahce stellte zur neuen Saison Vitor Pereira als Trainer vor und soll nun kurz davor stehen sich auch für die Position des Sportdirektors einen portugiesischen Fachmann zu holen. Seitdem Emre Belözoglu, der in der letzten Saison zunächst als Sportdirektor der Gelb-Marineblauen fungierte, mitten in der Spielzeit das Traineramt übernehmen musste, war der Posten des Sportdirektors wieder offen. In einem Interview, das er im vergangenen Juni gegeben hatte, verriet Präsident Ali Koc, dass er die Idee eines Sportdirektors immer noch sehr begrüße. Für diese Aufgabe sollen die “Kanarienvögel” Antero Henrique holen, der mit dem FC Porto und Paris Saint-Germain große Erfolge feierte. Zudem arbeitete Henrique bereits zwischen 2010 und 2013 mit Pereira in der portugiesischen Hafenstadt zusammen. Doch wer ist dieser Sportsmann eigentlich?

Henrique bringt Porto an die Spitze Europas

Henrique kam 1968 in dem Städtchen Vinhais an der spanischen Grenze zu Portugal auf die Welt. 1990, im Alter von 22 Jahren, betrat er zum ersten Mal das Vereinsgelände des portugiesischen Rekordmeisters, wo er im Laufe der Jahre die Karriereleiter Schritt für Schritt hinaufkletterte und schließlich 2005 zum Sportdirektor aufstieg. Fünf Jahre später wurde er gar zum CEO und zum Vizepräsidenten des 1893 gegründeten Klubs befördert. Die dabei geknüpften “Connections” und das von ihm geschaffene Scouting-Netzwerk brachten Porto sowohl auf dem Platz als auch bei den Transfereinnahmen an die Spitze Europas. Zu seinen größten Fähigkeiten zählen, Talente zu entdecken und die Vereine auf Vordermann zu bringen, angefangen bei der Infrastruktur bis hin zur Modernisierung des Klubs von oben bis unten.

Quaresma, Falcao, Meireles, Bosingwa & Co.: Über eine Milliarde Euro Transfererlöse

In den elf Jahren, in denen er in Porto arbeitete, sorgte er dafür, dass mehr als eine Milliarde Euro aus Transfers in die Kassen des Vereins flossen. Die Liste der aus Porto exportierten Stars ist ziemlich lang. Darunter gibt es auch mit Aly Cissokho (Yeni Malatyaspor & Antalyaspor), Jose Bosingwa (Trabzonspor), Radamel Falcao (Galatasaray), Pepe, Quaresma (Besiktas), Raul Meireles und Bruno Alves (Fenerbahce) alte Bekannte aus der Süper Lig:

  • Anderson (Manchester United, 32 Mio. Euro), Pepe (Real Madrid, 30 Mio. Euro), Quaresma (Inter Mailand, 25 Mio. Euro), Bosingwa (Chelsea, 21 Mio. Euro), Lisandro Lopez (Olympique Lyon, 24 Mio. Euro), Lucho Gonzalez (Olympique Marseille, 18 Mio. Euro), Aly Cissokho (Lyon, 15 Mio. Euro), Bruno Alves (Zenit St. Petersburg, 22 Mio. Euro), Raul Meireles (FC Liverpool, 13 Mio. Euro), Falcao (Atlético Madrid, 45 Mio. Euro), Hulk (Zenit, 60 Mio. Euro), Fredy Guarin (Inter, 11 Mio. Euro), Alvaro Pereira (Inter, 11 Mio. Euro), James Rodriguez (AS Monaco, 45 Mio. Euro), João Moutinho (Monaco, 25 Mio. Euro), Eliaquim Mangala (Manchester City, 45 Mio. Euro), Jackson Martinez (Atlético Madrid, 35 Mio. Euro), Danilo (Real Madrid, 32 Mio. Euro), Alex Sandro (Juventus Turin, 26 Mio. Euro), Nicolas Otamendi (FC Valencia, 12 Mio. Euro), Gianelli Imbula (Stoke City, 24 Mio. Euro), André Silva (AC Mailand, 38 Mio. Euro), Ruben Neves (Wolverhampton Wanderers, 16 Mio. Euro)
Henrique brachte die Stars nach Paris

Henrique, der 2017 zum Sportdirektor von Paris Saint-Germain ernannt wurde, trug seinen innovativen Stil in den französischen Verein. Bei der Umstrukturierung des Transfer- und Ärzteteams bei PSG nahm Henrique Änderungen vor, die es dem Verein ermöglichten, alle Möglichkeiten der Technologie zu nutzen. Der 53-jährige Funktionär spielte auch die Hauptrolle bei der Verpflichtung von Kylian Mbappe. Der mittlerweile 22-Jährige spielte damals noch für die AS Monaco und bekam von Real Madrid ein sehr attraktives Angebot. Henrique, der sich zwei Tage lang mit Mbappe und Mbappes Vater traf, gelang es jedoch, den französischen Star für das PSG-Projekt zu überzeugen. Nachdem er Stars wie Neymar und Mbappe ins Team geholt hatte, zeigte er weiterhin sein Können auf der anderen Seite der Medaille. PSG hat es geschafft, mit den Einnahmen aus Henriques Spielerverkäufen innerhalb der “Financial Fairplay”-Grenzen zu bleiben. Unter den verkauften Spielern waren unter anderem:

  • Lucas Moura (Tottenham Hotspur, 28 Mio. Euro), Blaise Matuidi (Juventus, 25 Mio. Euro), Serge Aurier (Tottenham, 25 Mio. Euro), Jean-Kevin Augustin (RB Leipzig, 15 Mio. Euro), Gonçalo Guedes (Valencia, 40 Mio. Euro), Javier Pastore (AS Rom, 25 Mio. Euro), Yuri Berchiche (Athletic Bilbao, 25 Mio. Euro), Odsonne Edouard (Celtic Glasgow, 10 Mio. Euro + 50 Prozent), Giovani Lo Celso (Real Betis Sevilla, 25 Mio. Euro), Grzegorz Krychowiak (Lokomotive Moskau, 11 Mio. Euro)
Streit mit Tuchel bringt PSG-Rauswurf

2019 verließ Henrique PSG aufgrund einer Meinungsverschiedenheit mit dem damaligen Trainer Thomas Tuchel und den Zielverfehlungen in der UEFA Champions League.




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3 Kommentare

  1. 23. Juli 2021 um 22:01 —

    Hier mal ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben eines Spietdirektors der bei FB anheuert.

    Koc: Hey Antero, wir brauchen einen Stürmer
    Henrique: Hallo Ali, hier eine Liste von 5 Spielern die in Frage kommen würden. Keiner ist älter als 22, in ihnen steckt unfassbar viel Potential und alle 5 würden zusammen 2 Millionen kosten.

    2 Tage Später….

    Koc auf einer einberufenen PK

    Koc: Ich freue mich euch unseren neuen Zugang im Sturm vorstellen zu können. Es ist Moussa Sow den wir für 3 Millionen und einem Gehalt von 2,5 mio pro Jahr bei einem 3 Jahresvertrag verpflichtet haben.

  2. 23. Juli 2021 um 20:01 —

    Ein Sportdirektor eines Fußballvereins ist wie ein Innenminister zu betrachten. Er ist der Ansprechpartner
    für den Trainer, Trainerstab und Spieler sowie allen Mitarbeiter des Teamumfeld.

    Zudem ist er ein Bindeglied zur Geschäftsführung und Präsidenten.

    Weitere Aufgaben eines Sportdirektors wäre es sich um die Nachwuchsabteilung zu kümmern und den Klub in der Medienwelt zu vertreten.

    Die Aufgaben können aber auch von Land zu Land und vom Klub zu Klub unterschiedlich sein.

    z.B. in der Bundesliga kümmert sich ein Sportdirektor auch um die Marketingabteilung, Sponsoring,Lizenzen,
    Verwaltung usw.

    In der Türkei ist sowieso komplett alles sehr Fragwürdig.
    Ich weiß bis heute nicht, was Emre,Aykut, als Sportdirektor geleistet haben.

    Als Sportdirektor brauchst du mehr Köpfchen, musst mehrere Sprachen können, dich mit Statistiken und Zahlen auskennen, ein guten Umgang mit Menschen haben musst Spieler motivieren können, verlorene Spieler wie Samatta die nichts geleistet haben zurückgewinnen und Neu aufbauen, professionelles Auftreten haben, nicht mit Jogginghose den Klub präsentieren

    Und das wichtigste für mich, dich um die Nachwuchsabteilung kümmern und Jugendspieler fördern und in die Stammelf integrieren.

    Aber das alles kannst du in der Türkei vergessen, daher wird auch ein Antero nichts bringen.

    Spätestens in 6 Monaten wird er gefeuert, weil die Türkei nicht normal ist.

    Wie @efsane schon sagt,
    sollte Ali Koc und alle anderen reichen Geschäftsbosse des Vereins die Klappe halten und den Sport den Sportsmännern überlassen.

    Lasst die Leute Mal machen.
    Falls Antero kommt, wird er auch nicht billig sein.

  3. 23. Juli 2021 um 13:23 —

    Sein Führungszeugnis liest sich eigentlich ganz gut, deshalb wäre seine Wahl als neuer FB Sportdirektor sehr zu begrüßen. Leider hatten wir in den letzten Jahren bei der Wahl der FB Sportdirektoren wenig bis gar kein Glück.

    Aykut Kocaman, Giuliano Terraneo oder Emre Belözoglu haben die FB Anhänger in dieser Hinsicht ja nicht unbedingt überzeugt oder? Bleibt zu wünschen, dass wir diesmal mit Antero Henrique ein wenig mehr Glück haben oder?

    Das ist ja das, was wir uns die ganze Zeit von Ali Koc erhofft haben, dass er die sportliche Arbeit professionellen und guten Mitarbeitern überlässt und sich mehr um sein eigenes Ressort nämlich um die finanziellen Belange des Vereins kümmert.

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