Süper Lig

Abdullah Avci verlängert mit Basaksehir

Mit den Istanbuler Lokalrivalen Besiktas und Fenerbahce wurde Abdullah Avci zuletzt in Verbindung gebracht. Auch ein erneutes Engagement als türkischer Nationaltrainer stand zur Debatte. Am Ende einigte sich der 55-jährige Übungsleiter dann aber doch mit seinem aktuellen Arbeitgeber. Avci bleibt Tabellenführer Medipol Basaksehir bis mindestens Sommer 2024 erhalten, der Erfolgscoach verlängerte seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um fünf Jahre. „Wir haben Basaksehir in fünf Jahren zu einer Marke entwickelt und spielen seit zwei Jahren um die Meisterschaft. Natürlich respektieren wir Vereine, die über einhundert Jahre bestehen, doch man muss auch vor Basaksehir den Hut ziehen. Wir hoffen und glauben weiter an eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, so Präsident Göksel Gümüsdag, der zudem den langjährigen Mitarbeiter Mustafa Erögüt als neuen Geschäftsführer des Vereins vorstellte.

Gümüsdag verteidigt Vereinsphilosophie

Als ungerecht empfindet der Basaksehir-Boss die öffentliche Wahrnehmung seines Klubs. Den Orange-Blauen wird vorgeworfen, Finanzspritzen von staatsnahen Unternehmensgruppen anzunehmen, so dass u.a. die Gehälter von Großverdienern wie Emmanuel Adebayor, Arda Turan, Robinho und Gael Clichy bezahlt werden können. Gümüsdag dazu: „Basaksehir ist ein Unternehmen mit insgesamt sieben Teilhabern. Wenn die Wirtschaft und Politik den Vereinen helfen würde, wären Caykur Rizespor und Istanbul Büyüksehir Belediye kaum abgestiegen. Das ist eine ungerechte Wahrnehmung. Wir haben Enver Cenk Sahin für 100.000 TL aus Zonguldak geholt und für 2,25 Mio. Euro in die Bundesliga verkauft. Stephane Badji kam für 250.000 Euro und ging für 2,75 Mio. Euro zum RSC Anderlecht. Manuel da Costa wurde für 100.000 Euro geholt und für vier Millionen Euro verkauft. Dazu haben wir einen neuen Transfererlös-Rekord mit 15 Millionen Euro aufgestellt. Ob man es einsehen will oder nicht: Basaksehir ist eine Erfolgsgeschichte und ein Vorbild für die türkischen Klubs.“ Zuletzt erläuterte Gümüsdag, dass der Verein in der Saison 2017/18 38,74 Mio. TL (ca. 6,3 Mio. EUR) an Steuern gezahlt habe, diese Summe sich in der Saison 2018/19 auf 44,07 Mio. TL (ca. 7,2 Mio. EUR) erhöhen werde.

Avci: „Wir wollen Meister werden!“

Zu Wort kam nach Gümüsdag auch der Erfolgscoach selbst. Mit Nebenkriegsschauplätzen wollte sich der 55-Jährige aber nicht aufhalten, stattdessen gab Avci so deutlich wie noch nie die Zielsetzung für die laufende Saison vor. „Zunächst war es eine Kurzgeschichte, jetzt entwickelt es sich zum Roman. Hinter jedem erfolgreichen Menschen steht die Familie, hinter einem erfolgreichen Trainer ein Vereinspräsident und dessen Vorstand. Wir versuchen hier den modernen Fußball umzusetzen und haben uns zu Beginn kurz-, mittel- und langfristige Ziele gesetzt. Der Erfolg hat uns den langfristigen Zielen nun aber schnell nähergebracht. Unser kurzfristiges Ziel ist der Titelgewinn zum 31. Mai, so dass der Verein eine Titel-DNA bilden kann. Wir möchten uns mehr aus Fußball-Europa abschauen, mehr Spieler ins Ausland schicken und mehr Jugendspieler ausbilden. Wichtig dabei ist, sich immer treu zu bleiben.“

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Erdem Ufak

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