Yalcin erklärt die Umstellungen und lobt den Plan
Im Gespräch mit beIN SPORTS machte Sergen Yalcin deutlich, dass der Sieg auch mit Anpassungen in der Vorbereitung zusammenhing. „Ich habe es schon vor dem Spiel gesagt. Bilal ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Wir dachten, dass seine Verletzung uns sehr beeinträchtigen würde. Unter der Woche haben wir mit einer anderen Aufstellung trainiert: mit zwei defensiven Mittelfeldspielern und Junior in einer anderen Position. Göztepe ist eine sehr gute Mannschaft, die körperbetont spielt und kämpft“, sagte Yalcin.
„Langsam wächst die Gemeinschaft zusammen“
Der Trainer beschrieb den Aufwärtstrend als Prozess, den die Mannschaft sich erarbeitet. „Seit Beginn der Saison haben wir Schwierigkeiten, aber langsam geht es wieder bergauf. Der Siegeswille der Mannschaft, ihr Kampfgeist auf dem Platz, ihre Treue zum Spielplan. Langsam verbessert sich die Lage für uns. Auch unsere Fans standen bis zum Ende des Spiels hinter den Spielern. Langsam wächst die Gemeinschaft zusammen. Die Dinge verbessern sich. Das macht uns glücklich“, erklärte Yalcin.
„Bestes Spiel der Saison“ – und ein Hinweis auf die Teamarbeit
Besonders deutlich wurde Yalcin in der Bewertung der Leistung. „Wir können ganz klar sagen, dass dies der beste Sieg in dieser Saison war. Meiner Meinung nach war es heute das beste Spiel der Saison. Ich danke auch meinen Spielern“, sagte er. Gleichzeitig betonte er die interne Zusammenarbeit, auch bei der Kaderplanung: „Wir werden immer wieder diskutiert, aber man darf Serkan Recbers Erfolg in diesen Dingen nicht außer Acht lassen. Die Leute fragen, was Serkan Recber macht, und er macht genau das. Bei der Auswahl der Spieler arbeiten wir zusammen, aber natürlich treffe ich die endgültige Entscheidung.“
Klare Diagnose zu Toure: 6 bis 8 Wochen Pause
In der Pressekonferenz sprach Sergen Yalcin auch über den Zustand von El Bilal Toure, der sich im Spiel gegen RAMS Basaksehir verletzt hatte. Yalcin erklärte, dass der malische Angreifer sechs bis acht Wochen nicht spielen könne. Für Besiktas ist das ein Einschnitt, weil der Trainer zuvor die Bedeutung des Spielers ausdrücklich hervorgehoben hatte.
Hyeon-Gyu Oh: Traumserie und ein besonderes Gefühl im Stadion
Der südkoreanische Stürmer Hyeon-Gyu Oh sprach nach seinem nächsten Treffer über eine Vorstellung, die für ihn Realität geworden ist. „Bevor ich zu Besiktas kam, habe ich mir vorgestellt, dass ich in jedem Spiel ein Tor schießen würde. Bis jetzt habe ich das geschafft. Es ist wirklich wie ein Traum“, sagte der 24-Jährige. Die Atmosphäre im Stadion bedeute ihm viel: „Wenn ich hier auf den Platz gehe, fühle ich mich sowohl wie zu Hause als auch wie in Korea. Die Atmosphäre hier und die Tatsache, dass sie mich so gut aufnehmen, geben mir ein sehr gutes Gefühl. Eigentlich gehe ich vor jedem Spiel, auch heute Morgen, mit dem Gedanken auf den Platz, als wäre es mein letztes Spiel. Das wirkt sich auch auf meine Tore aus.“
Oh zum Tsubasa-Vergleich: „Ich kann mich nicht vergleichen“
Auf den Vergleich mit der berühmten Anime-Figur reagierte Hyeon-Gyu Oh mit Zurückhaltung und Humor. „Wie kann ich mich mit Tsubasa vergleichen, er ist natürlich eine Zeichentrickfigur. Ich würde auch gerne in jedem Spiel einen Fallrückzieher machen und fantastische Tore schießen. Bis heute war das so, und ich hoffe, dass es so weitergeht. Ich kann mich nicht mit Tsubasa vergleichen“, sagte Oh. Zudem dankte er den Fans aus Südkorea, die ihn unterstützten, und erklärte: „Zunächst einmal möchte ich ihnen dafür danken, dass sie den weiten Weg auf sich genommen haben. Das kann für mich manchmal auch Druck bedeuten. Letztendlich wollte ich nach zwei Spielen auch im dritten Spiel einen Beitrag zum Torerfolg leisten. Ich habe mich darauf gut vorbereitet. Das Ergebnis war gut.“
Agbadou, Murillo und Olaitan: Fokus auf Details, Arbeit und Respekt
Auch die Spieler betonten nach dem 4:0 die gemeinsame Entwicklung. Agbadou sagte: „Wir haben die Fehler aus den vorherigen Spielen berücksichtigt. Aufgrund unserer Fehler haben wir heute Gegentore kassiert, aber diese Fehler haben wir heute nicht gemacht. Wir haben so gewonnen, wie wir es uns gewünscht haben. Seit unserer Ankunft hier haben uns alle sehr geholfen. Ich versuche, von Tag zu Tag besser zu werden. Ich danke unserem Trainer, unserem technischen Team und allen, die mir geholfen haben, sehr.“
Murillo, der das zweite Tor erzielte, hob die Bedeutung des Auftritts vor den eigenen Fans hervor: „Zunächst einmal möchte ich Gott und meinen Freunden danken. Wir haben hart gearbeitet. Vor so einem begeisterten Publikum zu gewinnen, ist sehr wichtig. Ich möchte meinen Teamkollegen sehr danken, sie haben mir sehr geholfen. Ich möchte weiterhin Tore schießen und Vorlagen geben.“
Junior Olaitan sprach über die besondere Konstellation gegen seinen Ex-Klub und verband Erfolg mit Respekt: „Für mich war es ein besonderes Spiel. In meinem ersten Spiel gegen Göztepe gewann Göztepe mit 3:0. Heute bin ich bei Besiktas und wir haben 4:0 gewonnen. Wir verfolgen weiterhin unser Ziel, uns für Europa zu qualifizieren. Unser Trainer ist sehr erfahren und hat mir gesagt, was ich tun muss. Ich habe in der Nationalmannschaft und in Frankreich in verschiedenen Positionen gespielt. Ich bin glücklich, dass ich erfolgreich war. Ich bin glücklich, dass ich ein Tor geschossen habe. Göztepe war die erste Mannschaft, zu der ich nach meiner Ankunft in der Türkei gekommen bin. Wenn ich heute hier bin, dann dank Göztepe. Aus Respekt vor ihnen habe ich mich nicht gefreut“, sagte Olaitan.
Ein Abend als Signal – trotz Rückschlag bei Toure
Für Besiktas war der Kantersieg gegen Göztepe sportlich und emotional ein wichtiges Signal: ein Auftritt mit Plan, Intensität und klarer Umsetzung. Gleichzeitig muss der Klub die kommende Phase ohne El Bilal Toure organisieren. Genau hier wird sich zeigen, ob die von Sergen Yalcin beschriebene Entwicklung nachhaltig ist – und ob die Mannschaft die neue Stabilität in den nächsten Spielen bestätigen kann.



Ein Kommentar
Starkes Spiel und auch endlich ne gute Teamleistung. Göztepe ist eine richtige Holzfällertruppe die sind nur am faulen, unglaublich. Und dass der Schiri, da nicht öfter Gelb gezeigt hat ist auch heftig. Fand den Schiri allgemein auch echt schlecht, hat viele Fehler gemacht.
Naja, aber es ist so schön zu sehen, dass die neuen Transfers alle auch wirklich eine Bereicherung für’sTeam sind. Agbadou auch ne, boah was eine Maschine der Typ. Und normalerweise sind Winter-Transfers immer nur so Zusatz, aber bei uns ist die halbe Mannschaft Neu, einfach 5 neue Spieler in der Startelf. Es kann echt nur besser werden, der Einsatz der Spieler gefällt mir momentan sehr bei uns.
Auch eine sehr gute Entscheidung war es die Ticketpreise zu senken, endlich wieder ein volles Stadium. Davor war es immer extrem peinlich, dass wir soviele Lücken in den Tribünen hatten.