Rückkehr nach Kadiköy: „Es ist mir eine Ehre, wieder hier zu sein“
Vitor Pereira, Trainer von Nottingham Forest, stellte sich vor dem UEFA-Europa-League-Aufeinandertreffen mit Fenerbahce im Sükrü Saracoglu-Sportkomplex den Fragen der Presse. Der Portugiese machte keinen Hehl daraus, wie emotional dieser Abend für ihn ist: „Es ist mir eine große Freude, hier zu sein, es ist mir eine Ehre. Ich habe hier einige sehr schöne Erinnerungen. Ich bin so froh, dass ich wieder hier bin.“
Pereira betonte, dass er aus seiner Zeit bei Fenerbahce vor allem Positives mitnimmt. Die Verbindung zu den Fans und die gemeinsame Einheit seien für ihn ein Prägestempel dieser Jahre. Genau deshalb sei die Rückkehr nach Kadiköy nicht nur ein weiteres Auswärtsspiel, sondern ein besonderer Moment – verbunden mit dem Wunsch, dass beide Teams „ein gutes Spiel zeigen“.
„Morgen ist eine Gelegenheit, unsere Spielqualität zu beweisen“
Der neue Coach von Nottingham Forest sprach auch über den Start mit seiner Mannschaft und die Motivation im Team. Er beschrieb die Situation als Mischung aus Aufbruch und Erwartung: „Das morgige Spiel ist eine Gelegenheit, uns in unserer Qualität zu beweisen, und ich möchte es in meinem Team sehen.“
Gleichzeitig machte Pereira die Zielsetzung klar und ohne Umwege: „Wir sind hier, um zu spielen und zu gewinnen.“ Für ihn zählen im Moment die richtigen Entscheidungen und eine Mannschaft, die die Idee sichtbar auf den Platz bringt – auch unter dem Druck eines großen Auswärtsspiels.
Mut und Organisation als Leitlinie: „Das will ich morgen sehen“
Pereira kündigte ein Auftreten an, das nicht auf Abwarten setzt. „Wir würden gerne ein Team treffen, das leidenschaftlich spielt und unsere Leidenschaft zeigt. Wir werden mutig und organisiert spielen“, sagte er. Dabei definierte er Organisation nicht nur als taktische Ordnung, sondern auch als mentale Haltung: Wer organisiert ist, bleibt klar, trifft Entscheidungen sauber und lässt sich nicht von Momenten treiben.
Der Portugiese verwies zudem auf seine Erfahrung aus der Premier League, in der Atmosphären in vielen Stadien intensiv seien. Trotzdem stellte er heraus, dass Fenerbahce als Klub und die Leidenschaft in Kadiköy ein besonderes Erlebnis sind – ein Rahmen, in dem Spieler „genießen“ können, aber auch mental standhaft bleiben müssen.
Respekt vor dem Gegner: „Ich weiß, dass Fenerbahce ein sehr gutes Team ist“
Auf die Frage nach einem möglichen Wunschtransfer aus dem Kader von Fenerbahce wich Pereira nicht in Namen aus, sondern in eine Grundhaltung: „Eine schwierige Frage. Wir haben ein sehr gutes Team. Ich habe viel Talent in meinem Team. Ich weiß aber auch, dass Fenerbahce eine sehr gute Mannschaft ist.“ Ihm gehe es vor allem darum, das Spiel zu genießen, organisiert zu kämpfen und die Qualität auf dem Platz zu sehen.
Auch seine Einordnung zur Trendyol Süper Lig fiel klar aus. Pereira sagte, die Liga sei „keine einfache Liga“ und eine Meisterschaft lasse sich dort nicht nebenbei einsammeln. Er erinnerte daran, dass er in seinen zwei Saisons in der Türkei nicht Meister werden konnte – für ihn ein weiterer Hinweis darauf, wie hart der Wettbewerb im Land ist.
Gibbs-White warnt vor der Kulisse: „Wir werden uns auf uns selbst konzentrieren“
Auch Morgan Gibbs-White sprach auf der Pressekonferenz und stellte die Ausgangslage aus Spielersicht dar. Er beschrieb die Stimmung im Team als deutlich spürbar: „Alle Spieler, auch ich, sind sehr aufgeregt. Auch unser Lehrer ist sehr aufgeregt. Wir freuen uns alle so auf morgen.“
Der Engländer nannte Fenerbahce ein „sehr gutes Team“ und sprach von einer „großen Prüfung“. Besonders wichtig sei, in dieser Atmosphäre nicht die Kontrolle zu verlieren: „Wir werden uns auf uns selbst konzentrieren und nicht in der Atmosphäre stecken bleiben.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Mannschaft vorbereitet ist: „Unser Trainer hat uns gezeigt, was wir wissen müssen, und wir wissen, was wir morgen tun werden.“
„Wir wollen gewinnen“: Zielsetzung ohne Umschweife
Gibbs-White unterstrich, dass Nottingham Forest die Europa League nicht als Nebenbühne betrachtet. Man konzentriere sich immer auf das nächste Spiel und wolle sehen, wie weit der Weg in einem solchen Turnier führen kann. „Wir wollen gewinnen“, sagte er – verbunden mit dem Hinweis, dass es ein hartes Spiel wird und man sich trotzdem nicht von Unbekanntem lähmen lassen dürfe.
Zum Abschluss sprach Gibbs-White noch ueber die Bedingungen im Stadion: Es werde „laut“ werden, es gäbe mitreisende Fans, und das Team wolle seinen Anhängern „schöne Erinnerungen“ schenken. Damit steht der Ton für den Abend: Fenerbahce gegen Nottingham Forest als Spiel mit Druck, Stimmung – und dem klaren Anspruch beider Seiten, mutig aufzutreten.


