Europa-Enttäuschung in Budapest: Trabzonspor geht bei Ferencvaros unter und rutscht in Conference League ab
Bitterer Europapokal-Abend für Trabzonspor: Im Rückspiel der Play-off-Runde der UEFA Europa League erlitten die Bordeauxrot-Blauen eine empfindliche 0:4-Niederlage beim ungarischen Vertreter Ferencvaros Budapest. Nach dem deutlichen Debakel in Budapest verpasst der türkische Traditionsverein die Ligaphase der Europa League und wird seinen internationalen Weg in dieser Saison stattdessen in der UEFA Conference League fortsetzen.
Früher Rückstand und offener Schlagabtausch in Durchgang eins
Die Gastgeber erwischten den engagierteren Start und erarbeiteten sich bereits in der 15. Minute die erste Topchance, als Bamidele Yusuf den Ball flach von rechts in den Torraum passte, Lenny Joseph das Gehäuse jedoch knapp verfehlte. Nur drei Minuten später verhinderte Trabzonspor-Schlussmann Andre Onana bei einem Distanzschuss von Marius Corbu in der 18. Minute noch den Einschlag, ehe die Hausherren kurz darauf jubelten: Nach einer präzisen Flanke von Adam Nagy schaltete Callum O’Dowda in der 19. Minute am schnellsten und köpfte das Leder links an Onana vorbei zur 1:0-Führung ins Netz. Die Gäste suchten die postwendende Antwort, doch der flache Distanzschuss von Ernest Muci in der 26. Minute wurde von Ferencvaros-Keeper Denes Dibusz zur Ecke gelenkt.

Fünf-Minuten-Platzverweis entscheidet die Partie nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel vergab Joseph in der 54. Minute per Kopf nach einer Cado-Flanke zunächst noch fahrlässig, ehe die Abwehr der Gäste endgültig auseinanderbrach. In der 55. Minute tankte sich Corbu auf dem rechten Flügel durch den Strafraum und vollendete eiskalt zum 2:0. Nur zwei Zeigerumdrehungen später der nächste Nackenschlag: Bamidele Yusuf drang in den Sechzehner ein und wurde von Sidny Lopes Cabral regelwidrig zu Fall gebracht. Der Referee entschied sofort auf Strafstoß und stellte Cabral in der 57. Minute mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. Den fälligen Elfmeter verwandelte der gefoulte Bamidele Yusuf in der 59. Minute sicher zum 3:0. Den Schlusspunkt unter einen gebrauchten Abend setzte der eingewechselte Krisztian Lisztes, der in der 86. Minute nach Anspiel von Oliver Nagy aus der Distanz am Strafraumbogen zum 4:0-Endstand einnetzte.
Aufstellungen
Ferencvaros Budapest: Dibusz – O. Nagy, Raemaekers, Gomez, Cadu – Corbu (83. Keita), A. Nagy (78. Arzani), Bamidele (70. Varga) – Zachariassen, O’Dowda (78. Lakatos), Joseph (70. Lisztes)
Trabzonspor: Onana – Cabral, Savic, Özkacar, Eskihellac (46. Pina) – Kabasakal, Malinovskyi, Muci (46. Bouchouari), Saviola (64. Akaydin), Salah (64. Tufan) – Onuachu (46. Simsir)
Tore: 1:0 O’Dowda (19.), 2:0 Corbu (54.), 3:0 Bamidele (59./FE), 4:0 Lisztes (86.)
Rote Karten: Malinovskyi (14./Trabzonspor)
Gelb-Rote Karten: Cabral (57./Trabzonspor)
Gelbe Karten: Lisztes (Ferencavoros) – Savic, Cabral, Onana (Trabzonspor)


5 Kommentare
Mit so einer Leistung haben sie auf der europäischen Bühne auch nichts verloren
Leider zwei sehr beschämende Auftritte von Trabzon und für mich wieder mal der Beweis, dass türkische Trainer taktisch limitiert sind. Sobald sie in Europa ranmüssen kriegen sie nichts mehr gebacken (oder sie profitieren allein aufgrund der qualitativen Überlegenheit von einzelnen Spielern im Kader).
Ärgerlich für die 5-Jahres-Wertung, ärgerlich für die Türkei. Schauen wir mal, was sie in der Conference League reißen werden.
Also das Trabzon in Europa jedes mal abkackt geht mir langsam auf die Nerven.
Sie können ruhig auch mal was zur 5 Jahreswertung beitragen aber nein jedesmal verliert man gegen machbare Gegner genauso Basaksehir….
Salah 😂
Also ich fass mal kurz zusammen… zwei Platzverweise in einem einzigen Spiel und in Hin und Rückspiel, sprich 180 Minuten trotz Salah und Co. kein einziges Tor gegen Ferencvaros erzielt und dabei ganze 5 Stück kassiert…
Und so eine Mannschaft ist in dieser türkischen Süperlig Mridterschaftskandidat, echt jetzt?
Stellt euch alle mal vor, die TFF schickt diese Mannschaft wieder in die CL, das wird doch ein absolutes Desaster für den türkischen Fussball oder etwa nicht liebe Fussballfreunde?