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Home»Trabzonspor»Trabzonspor-Coach Avci nach 4:0-Auswärtssieg in Alanya: „Heute hat alles gepasst“
Trabzonspor 21. Februar 2022

Trabzonspor-Coach Avci nach 4:0-Auswärtssieg in Alanya: „Heute hat alles gepasst“

Von M. Cihad Kökten05 Minuten Lesezeit
Abdullah Avci Andreas Cornelius Anthony Nwakaeme Aytemiz Alanyaspor Dorukhan Toköz Felipe Sanchez Mateos Trabzonspor Ugurcan Cakir
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Foto: IHA

In einer ziemlich einseitigen Begegnung gewann der unangefochtene Tabellenprimus Trabzonspor am 26. Spieltag der Spor Toto Süper Lig mit 4:0 bei Aytemiz Alanyaspor (hier geht zum Spielbericht). Auch am Mittelmeer war wieder einmal die Anthony Nwakaeme-Show angesagt. Doppelpack, die meisten Torschüsse (drei), die meisten Schlüsselpässe (vier) und die meisten Ballkontakte im gegnerischen Strafraum (sechs) hatte der Nigerianer am Ende der 90 Minuten zu verbuchen. Auch Coach Abdullah Avci stellte erneut interessante Statistiken auf. Der 58-jährige Übungsleiter hat die letzten zehn Aufeinandertreffen mit ausländischen Coaches allesamt gewonnen. Während seine Mannschaften hierbei 20 Treffer erzielten, mussten sie nur drei Gegentore hinnehmen. Außerdem hat der Schwarzmeer-Vertreter bei nur einer Niederlage bereits seinen zehnten Auswärtssieg in dieser Spielzeit eingefahren. Somit kommt Trabzonspor auf eine 77-prozentige Siegesquote – die bis dato höchste der Vereinsgeschichte. GazeteFutbol hat die Stimmen aus dem Bahcesehir Okullari-Stadion!


Andreas Cornelius, Trabzonspor: „Ich bin sowohl über meine eigene als auch über die Leistung der Mannschaft hocherfreut. Wir haben alles, was wir uns vorgenommen haben, in die Tat umsetzen können. Uns war bewusst, dass der Gegner versuchen wird durch sein Passspiel nach vorne zu kommen und auch darauf bestehen wird. Der Gegner hat sogar in Momenten, in denen sie sich extrem schwergetan haben, diese Geduld und Arroganz aufgebracht. Wir haben dies wiederum bestraft. […] Eines meiner Ziele ist die Torjägerkanone. Allerdings ist das eigentliche Ziel die Meisterschaft. Wenn es möglich sein sollte, möchte ich auch Torschützenkönig werden.“

Dorukhan Toköz, Trabzonspor: „Auswärts bei Alanya ist ein schwieriges Pflaster. Dementsprechend haben wir einen wichtigen Sieg eingefahren. Wir wussten, dass es kein leichtes Spiel werden wird und hatten alle Vorkehrungen im Vorfeld getroffen. Im Endeffekt haben wir uns für die harte Arbeit belohnt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas mehr abgewartet. Wir sind sehr glücklich, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. […] Ich versuche mein Bestes zu geben. Wir spielen in einem bestimmten System und trainieren jede Woche neue Taktiken. Ob mich das nun mehr in den Vordergrund bringt oder nicht, interessiert mich nicht. Ich bin einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben.“

Ugurcan Cakir, Trabzonspor: „Ich habe eine gute Quote hinsichtlich der gehaltenen Schüsse erreicht. Aber wichtig ist der Sieg. Mit einem klaren Sieg und einem tollen Spiel kehren wir aus Alanya zurück nach Hause. Der Coach von Alanya ist sehr gut, aber Abdullah Avci hat uns exakt erklärt, was wir zu tun haben. In den ersten 20-25 Minuten haben wir sehr druckvoll gespielt und die Passwege zu gemacht. Wir befinden uns nun auf dem Weg zur Meisterschaft. Unser Selbstvertrauen ist sehr groß. Hoffentlich gelingt es uns, Meister zu werden. […] Beim Elfmeter ist der Ball auf mein Knie gekommen und ich habe Schmerzen gespürt. Schließlich wollte ich nichts riskieren und bin deshalb raus.“

Anthony Nwakaeme, Trabzonspor: „Ich gratuliere meinen Teamkameraden. Bereits letzte Woche hatte ich zu Wort gebracht, dass für uns jedes Spiel von Bedeutung ist. Ich hatte betont, dass wir uns nicht auf unseren bisherigen Erfolgen ausruhen werden. Bis der Pokal in unseren Händen ist, werden wir weiterhin kämpfen. […] Zu der Vertragsverlängerung kann ich nur sagen, dass ich Trabzon liebe und hier glücklich bin. Sie können den Präsidenten fragen. In ein paar Tagen werden wir sehen, was passiert.“

Abdullah Avci, Trabzonspor-Coach: „Es ist bemerkenswert, dass Alanyaspor seit seinem Aufstieg mit den richtigen Transferentscheidungen, egal ob beim Einkauf oder Verkauf, versucht im Rennen zu bleiben. Und das mit ihrem eigenen Spielstil. Ich respektiere das und gratuliere hierzu. Zudem haben sie einen Mann an der Seitenlinie, der eine Spielphilosophie und einen Plan hat. Was haben wir heute gemacht? Von Gegner zu Gegner kann das Pressing variieren. Wir wussten, wie der Gegner spielen wird. Es macht mich unheimlich glücklich, dass wir unsere harte Arbeit belohnt haben. Manchmal überzeugt dich das Spiel nicht, obwohl das Ergebnis stimmt. Heute hat aber alles gepasst. […] Bisher haben wir immer noch nichts gewonnen. Ich widme diesen Sieg unseren Fans. Heute haben wir wieder nur drei Punkte eingefahren und einen wichtigen Schritt gemacht. […] Marek Hamsik wollten wir keineswegs riskieren. Er wird morgen in Trabzon sein und seine Behandlung wird fortgesetzt. Vielleicht reicht es nicht bis Freitag für Kayserispor, aber ich denke, dass er die Woche darauf wieder mit von der Partie sein wird.“

Felipe Sanchez Mateos, Co-Trainer Alanyaspor: „Durch den Druck hat uns Trabzonspor um ehrlich zu sein unschädlich gemacht. Sie haben unsere Passwege unterbrochen und uns unser gewohntes Spiel nicht aufziehen lassen. Trabzonspor ist der Tabellenführer, das ist dementsprechend nichts Überraschendes. Sie können eine halbe Torchance in einen Treffer umwandeln. Bereits nach dem ersten Gegentreffer sind wir mental zusammengebrochen und unsere Spieler haben die Köpfe hängenlassen. Danach stand es bereits nach 45 Minuten schon 0:4. Nach dem Seitenwechsel waren wir besser. Wir waren im Ballbesitz und haben auch Chancen bekommen, die wir leider nicht ausnutzen konnten. Wäre der Elfer hereingegangen und die Chance von Milunovic ebenso, hätten wir über ganz andere Dinge sprechen können. Aber wie ich bereits sagte, war heute kein Alanyaspor auf dem Platz, das wir sonst in Erinnerung haben. Trabzonspor hat heute eigentlich nichts Spektakuläres gemacht. Für uns war es auch nicht überraschend. Kasimpasa und Giresunspor haben uns noch mehr unter Druck gesetzt, aber dieses Mal waren wir diejenigen, die die Fehler gemacht haben.“




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