Halbfinale im Turkcell Supercup: Pressekonferenz im Yeni Adana Stadion
Vor dem Halbfinale des Turkcell Supercup zwischen Fenerbahce und Samsunspor fand im Yeni Adana Stadion eine gemeinsame Pressekonferenz statt. Neben den Trainern waren auch die Kapitäne beider Teams anwesend – und die Kernaussage bei Fenerbahce lautete: Die Mannschaft fühlt sich bereit.
Tedesco über Samsunspor: „Gute und organisierte Mannschaft“
Domenico Tedesco eröffnete seine Ausführungen mit einem Gruß und begann auf Türkisch: „Guten Abend und frohes neues Jahr für alle.“ Dann sprach er über den Gegner und eine Erfahrung, die noch nachwirkt. Fenerbahce habe bereits gegen Samsunspor gespielt und dabei kein gutes Spiel erwischt. Für Tedesco ist das Team von Thomas Reis vor allem eines: organisiert und schwer zu bespielen.
Er stellte zugleich heraus, dass die eigene Standortbestimmung nach wenigen Trainingstagen schwierig ist. Nach 2–3 Trainingstagen sei es nicht einfach, exakt zu erkennen, wo die Mannschaft gerade stehe – zumal einige Spieler zunächst individuell gearbeitet hätten. Trotzdem betonte er mehrfach die Zielrichtung: „Es wird ein gutes Spiel. Wir sind bereit für dieses Spiel.“
Musaba gegen den Ex-Klub? Tedesco vertagt die Entscheidung
Ein besonderes Thema ist Anthony Musaba, der zuletzt von Samsunspor zu Fenerbahce wechselte. Auf die Frage nach einem möglichen Einsatz sagte Tedesco klar: „Wir werden sehen, ich werde mich heute Abend entscheiden.“ Sein erster Eindruck sei positiv, allerdings sei Musaba erst seit zwei Tagen beim Team und hatte wenig Gelegenheit, intensiv zu trainieren.
Der Coach betonte zugleich den Vorteil, dass Musaba sowohl die Liga als auch Samsunspor kennt und die Bedeutung des Spiels für Fenerbahce einordnen kann. Die Quintessenz blieb dennoch offen: Wie viel er spielt, hängt von der finalen Entscheidung am Abend ab.
Skriniar: „Wir haben eine starke Mannschaft – morgen ist ein guter Test“
Für Fenerbahce sprach Kapitän Milan Skriniar über die Erwartung an das Halbfinale. Er erinnerte daran, dass beide Teams sich vor wenigen Wochen bereits begegnet sind – und beschrieb Samsunspor als sehr gutes, sehr organisiertes Team. Die Partie werde deshalb schwierig.
Gleichzeitig stellte Skriniar den eigenen Anspruch heraus: „Wir haben eine starke Mannschaft. Wir wollen im Finale dabei sein. Morgen wird ein guter Test für uns sein.“ Er betonte, dass das Team sich inzwischen besser kenne und mit guter Form in das Spiel gehe.
Reis und Yavru: Samsunspor will „das Beste geben“
Auf der Gegenseite kündigte Thomas Reis an, dass Samsunspor im Halbfinale alles in die Waagschale werfen will. Er stellte ein intensives Spiel in Aussicht und erklärte: „Beide Teams werden um den Sieg spielen. Morgen werden wir unser Bestes geben.“ Dabei verwies er auf eine anspruchsvolle Phase mit dichtem Spielverkehr und Herausforderungen, betonte aber den Fokus auf die Aufgabe.
Kapitän Zeki Yavru sprach zudem über die Bedeutung des Turniers für den Klub. Nach dem großen Erfolg der Vorsaison sei es für Samsunspor ein Moment von Stolz, überhaupt auf dieser Bühne zu stehen: „Wir sind glücklich und stolz, nach dem großen Erfolg, den wir letzte Saison gezeigt haben, hier zu sein.“ Zugleich machte er klar, dass die Mannschaft sich der Schwierigkeit bewusst ist, aber vorbereitet antritt – trotz Ausfällen und schwieriger Phasen in Europa und der Liga.
Das Signal vor dem Anpfiff: Respekt – aber klare Ziele
Unterm Strich sendeten beide Lager vor dem Halbfinale dieselbe Botschaft: Respekt vor dem Gegner, aber klare Zielsetzung. Fenerbahce will ins Finale, Samsunspor will überraschen – und im Mittelpunkt steht eine offene Personalfrage, die Tedesco erst am Abend final beantwortet: Musaba ja oder nein?


