Süper Lig

Süper Lig: Trabzonspors Sörloth wird Torschützenkönig vor Cissé


Während Medipol Basaksehir nach einer spannenden Süper Lig-Saison seinen ersten Meistertitel vor Trabzonspor feiern konnte, ging es im Rennen um die Torjägerkanone ebenfalls aufregend zu. Gleich fünf Stürmer hatten bereits nach 17 Spieltagen zweistellig getroffen, so dass die Rückrunde viele Treffer versprach. Am Ende lieferten sich Trabzonspors Alexander Sörloth und Aytemiz Alanyaspors Papiss Demba Cissé einen spannendes Fernduell, den der 24-jährige Norweger letztendlich mit 24 Treffern für sich entschied. Der Ex-Freiburger hingegen erzielte zwei Treffer weniger und musste sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Dahinter rangierten Adis Jahovic von Antalyaspor mit 17 Treffern, Vedat Muriqi von Fenerbahce mit 15 und Bogdan Stancu von Genclerbirligi mit 14 Treffern. Bester türkischer Torjäger wurde wieder einmal Burak Yilmaz von Besiktas mit 13 Treffern. Starstürmer Radamel Falcao von Galatasaray, der mit großen Hoffnungen vom AS Monaco zu Beginn der Saison an den Bosporus gelotst werden konnte, schaffte es mit zehn Treffern nicht unter die ersten Zehn. GazeteFutbol blickt auf DIE fünf Goalgetter der abgelaufenen Süper Lig-Saison zurück!

Sörloth so gut wie noch nie

Als Trabzonspor zu Saisonbeginn Stars wie Daniel Sturridge oder auch John Obi Mikel vorstellte, ging dieser Name ein wenig unter. Nachdem der Norweger gleich in den ersten Wochen einschlug, war selbst Präsident Ahmet Agaoglu überrascht von den Leistungen des 24-jährigen Stürmers, der vom englischen Premier League-Klub Crystal Palace für zwei Jahre an das Schwarze Meer geholt wurde. Nun versuchen die Funktionäre der Bordeauxrot-Blauen sich die Dienste ihres Top-Torschützen zu sichern. Denn: In 34 Ligapartien war der Angreifer an 33 Treffern direkt beteiligt. Neben 24 Toren fungierte er neun Mal als Assistgeber. Auch in der UEFA Europa League und im türkischen Pokal, wo am kommenden Mittwoch noch das Finale gegen Alanyaspor ansteht, konnte er neun Scorerpunkte verbuchen (acht Treffer und eine Vorlage). Kurz gesagt: Alexander Sörloth erlebte seine bisher beste Saison.

Cissé: Der Torgarant

Papiss Demba Cissé wechselte vergangene Saison ans Mittelmeer und wusste gleich in seiner ersten Spielzeit zu überzeugen. Im vergangenen Jahr kam er in 26 Spielen auf 16 Tore. In dieser Saison gelang es dem Senegalesen sogar diese Marke zu überbieten. In 32 Einsätzen kommt der frühere Freiburger auf 22 Treffer und einen Assist. Mit seinen 35 Jahren ist er maßgeblich am bisherigen Erfolg seiner Mannschaft beteiligt, Cissé hielt Aytemiz Alanyaspor im Rennen um die oberen Tabellenplätze. Und das mit Erfolg: Der Mittelmeer-Vertreter beendete die Süper Lig auf dem fünften Tabellenplatz und qualifizierte sich für die UEFA Europa League-Quali. Auch durch seine vier Tore in fünf Pokalspielen steht sein Team im Pokalfinale Vizemeister Trabzonspor gegenüber. Durch den Gewinn des Pokals könnte den Schützlingen von Erol Bulut gar die direkte Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League gelingen. Im Finale kommt es im Übrigen zum direkten Duell der beiden besten Torschützen der abgelaufenen Saison.

Jahovic erfolgreich für Yeni Malatyaspor

Ein weiterer Goalgetter in Topform war Adis Jahovic, der nun seit vier Jahren in der Türkei kickt. Zu Beginn der Saison wechselte er zu BtcTurk Yeni Malatyaspor und blühte unter Coach Sergen Yalcin wieder so richtig auf. In der Hinrunde verpasste der Nordmazedonier keine einzige Begegnung und bejubelte hierbei zehn Treffer. Zur Rückrunde wechselte der Mittelstürmer zum Ligakonkurrenten Fraport-TAV Antalyaspor, wo er in 13 Spielen sieben Tore schoss. In den letzten Jahren kämpfte Jahovic stets lange Zeit um den besagten Titel – ohne Erfolg. Immerhin schaffte er es in diesem Jahr auf den dritten Platz – noch vor Größen wie Muriqi, Yilmaz oder Falcao. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr mit der Torjägerkanone?

Muriqi hat voll eingeschlagen

In der Sommertransferperiode hatte der Kosovare einen “Transfer-Kampf” zwischen den ewigen Rivalen Galatasaray und Fenerbahce ausgelöst. Erst hieß es, dass die “Löwen” die Nase vorne hätten. Danach waren es aber die “Kanarienvögel”, die den Angreifer von Caykur Rizespor nach Istanbul brachten. Der Kosovare hatte mit 17 Treffern und acht Assists eine überragende Spielzeit bei den Teestädtern erlebt und wurde zurecht von den Großen des türkischen Fußballs gejagt. Und der 25-Jährige enttäuschte nicht und machte bei Fenerbahce da weiter, wo er vergangene Saison unter Coach Okan Buruk aufgehört hatte. In 32 Spielen im gelb-marineblauen Dress steuerte Kosovos Spieler des Jahres 2019 15 Treffer und sechs Assists bei. Nicht umsonst liegen Muriqi einige Angebote aus Fußball-Europa vor. Insbesondere die Tottenham Hotspur und Jose Mourinho sollen ihre Fühler nach dem Kosovaren ausgestreckt haben. Es bleibt abzuwarten, wohin es den Goalgetter verschlägt oder ob Muriqi der Süper Lig weiter erhalten bleibt.

Stancu erlebt zweiten Frühling

Seit neun Jahren ist Bogdan Stancu in der Türkei zuhause. Noch nie hat er so auf sich aufmerksam machen können wie in diesem Jahr. In 24 Partien bei Genclerbirligi in der türkischen Hauptstadt traf der 32-jährige Stürmer 14 Mal. Außerdem legte er sechs weitere Treffer vor. Das bedeutet wiederum, dass der frühere Galatasaray-Profi an über der Hälfte der Tore seiner Mannschaft beteiligt ist. Der Ankara-Klub netzte nämlich 39 Mal ein und hatte dabei die tatkräftige Unterstützung des Rumänen. Auch durch die Treffer des 52-maligen Nationalspielers glückte den Rot-Schwarzen der Klassenerhalt ohne Probleme.


Quelle: weltfussball.de

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