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Yalcin deutet Kaderrevision an – Karapinar hofft auf erfolgreiche Zukunft


So etwas haben die Fenerbahce-Fans seit 1959 nicht erlebt. Zum ersten Mal in der Geschichte schaffen es die Gelb-Marineblauen in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten nicht unter den Top-5 der Tabelle zu sein. Und zum ersten Mal nach 30 Jahren gelingt den “Kanarienvögeln” in zwei aufeinanderfolgenden Spielzeiten nicht die Teilnahme am Europapokal. Zudem ist man seit zwei Jahren mit insgesamt 20 Roten Karten (elf in dieser Spielzeit) DER “Bad Boy” der Süper Lig. In Europa ist man nach dem gestrigen Platzverweis von Vedat Muriqi in dieser Spielzeit sogar Spitzenreiter. Bei Besiktas hingegen läuft es seit der Amtsübernahme von Sergen Yalcin besser. In 14 Spielen holte die BJK-Legende 29 Punkte, bestehend aus neun Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen. Schon jetzt hat er seinen Vorgänger Abdullah Avci, der in 18 Begegnungen 30 Punkte mit den Schwarz-Weißen sammelte, fast eingeholt.

Besiktas-Coach Sergen Yalcin: „8-10 neue Spieler in der nächsten Saison“

Nach der Begegnung deutete Yalcin trotz der bislang recht erfolgreichen Zeit bei den “Schwarzen Adlern” eine große Kaderrevision für die neue Saison an: „Wir haben nächste Woche noch eine weitere Begegnung. Im Gespräch mit unserem Präsidenten und dem Vorstand haben wir ihnen ganz klare Richtlinien für die neue Saison gegeben. Es müssen definitiv acht bis zehn neue Spieler kommen. Das sind ganz feste und klare Forderungen. Wie diese Veränderung vorgenommen werden und wer bleibt, beziehungsweise geht, wird sich nach dem letzten Spieltag zeigen. Wenn ich sage, dass wir spielen, um zu gewinnen, werde ich falsch verstanden. Ich habe nicht gesagt, dass wir keinen Fußball auf dem Platz zeigen werden. Es gibt sehr viele Systeme im Fußball und die setzen sich mit der vorhandenen Spielergruppe zusammen. Wir haben vor der Pandemie ganz anders gespielt als jetzt. Wenn in der nächsten Saison die gewünschten Spieler kommen sollten, werden wir erneut ganz anders spielen. Ich möchte nicht, dass mein System erfolgreich wird, sondern das System, das die Spieler spielen.“

Fenerbahce-Coach Tahir Karapinar: „Wir müssen nächstes Jahr besser werden“

Fenerbahce-Coach Karapinar hingegen sprach nach der 0:2-Niederlage im Derby von einer erfolgreicheren Fenerbahce-Zukunft: „Wir hatten uns eigentlich sehr gut vorbereitet und genügend Chancen. Aber Torwart Ersin Destanoglu auf der Gegenseite war heute überragend. Muriqi hat dieses Foul nicht bewusst gemacht. Sogar zu zehnt waren wir zeitweise besser als Besiktas. Wir wissen beispielsweise um die Stärken von Gökhan Gönül bei solchen Hereingaben, aber wir waren unkonzentriert. Große Teams wie wir dürfen solche Treffer nicht zulassen. Wir müssen nächstes Jahr besser werden. Heute hat die Mannschaft alles versucht, aber der Ball wollte nicht rein. Besiktas kam nur zwei Mal vor unser Tor. Altay Bayindir hat heute zwei Fehler gemacht, aber das kann jedem passieren. Er hat uns auch in einigen Spielen gerettet. Er ist ein talentierter Keeper und wird noch besser werden.“

Weitere Stimmen

Ersin Destanoglu (Torhüter, Besiktas): „Wir sind sehr glücklich, dass wir heute als Sieger vom Platz gehen konnten. Ich möchte bei Besiktas spielen und erfolgreich sein. Eines Tages würde ich dann gerne nach Europa. Aber mein Ziel ist, dass Besiktas durch meinen Abgang ordentlich Geld verdient.“

Burak Yilmaz (Stürmer, Besiktas): „Mit meiner Leistung bin ich soweit zufrieden, aber wie fit wir durch die Pandemie geblieben sind, darüber lässt sich streiten. Wir haben keine gute Saison gespielt. Der dritte oder der vierte Platz sind nicht unser Anspruch. Eigentlich müssen wir Meister werden. Egal in welchem Zustand die Klubs sind: Ein Derby ist immer ein Derby. Ich konnte nur eine Einheit mit der Mannschaft mitmachen. Eigentlich gibt es sehr viele Dinge, die ich gerne zu Wort bringen würde. Aber heute ist nicht der richtige Zeitpunkt. Ich möchte nicht unnötig für Schlagzeilen sorgen. Zurzeit bin ich der Anführer des Teams. Heute werde ich nicht sprechen, aber wenn die Zeit reif ist schon.“

Jailson (Mittelfeld, Fenerbahce): „Heute hat das Ergebnis leider nicht gestimmt. Es ist traurig, dass wir die Saison nicht so beenden konnten, wie wir es wollten. Eigentlich haben wir sehr gut begonnen, aber der Platzverweis von Vedat hat uns aus dem Konzept gebracht. Am letzten Spieltag werden wir auftreten, um unsere Ehre zu verteidigen.“

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M. Cihad Kökten

M. Cihad Kökten

2 Kommentare

  1. Avatar
    20. Juli 2020 um 16:53 —

    Die Gerüchte und Spekulationen um Vedat Muriqi lassen darauf deuten, das uns dieser Spieler am Saisonende verlässt, da wir für die neue Saison unbedingt ein Transferbudget generieren müssen. Nach seiner gestrigen Leistung oder besser gesagt Totalausfall habe ich sehr starke Zweifel an dessen Geisteszustand und insbesondere an seinem Intelligenzquotienten.

    Wie kann man denn bitteschön im Mittelfeld bei so einer unbedeutenden Position eine glatte rote Karte kassieren? Vor einigen Wochen hat auch schon dieser Ozan Tufan eine ähnliche glatte rote Karte gesehen, woran liegt denn das, wenn ich fragen darf, das einer unserer Spieler jedes dritte Spiel einen Platzverweis sieht?

    Und dann diese ganze gelbe Kartenflut für die FB Spieler die an der Kippe standen in den Schlussminuten, wollt ihr alle eine Woche früher in den Badeurlaub gehen oder wie darf ich diese Geste verstehen?

    Wenn es für solches assoziales Verhalten seitens der FB Vereinsführung keine harten und drakonischen Strafen gibt, macht natürlich jeder FB Spieler was er will.

    Vedat Muriqi hat übrigens in den letzten Wochen die Nerven der FB Anhänger auch arg strapaziert, er ist überall auf dem Platz zu finden nur nicht im gegnerischen Strafraum, da sollte sich mal jemand unbedingt seinen Kompass eichen lassen, auf die Dauer wird das nämlich kein gutes Ende mit ihm nehmen.

    Nichtsdestotrotz muss man hier sagen, das wir ohne die 15 Tore und 6 Torbeteiligungen von Vedat in dieser Saison wieder um den Klassenerhalt spielen würden, machen wir uns doch hier nichts vor oder?

    Sollte sich der FB Vorstand für einen Muriqi Verkauf entscheiden, so muss man dessen Abgang sportlich adequat ersetzen und nicht wie in der Vorsaison die selben Fehler begehen wie beim Guiliano Verkauf.

    Ohne Vedat Muriqi startet FB in die neue Saison mit Minus 21 Scorerpunkten, das muss man bei einem Verkauf berücksichtigen. Welcher mögliche FB Neuzugang soll denn diese Torquote adequat kompensieren, habt ihr euch um Belözoglu, Koc und Demirel schon mal ernsthaft Gedanken darüber gemacht, nach meinem bisherigen subjektiven Eindruck glaube ich nämlich nicht daran.

  2. Avatar
    20. Juli 2020 um 16:04 —

    Fener war besser. Selbst nach der roten Karte konnte Besiktas nicht effektiver werden. So ist aber nunmal der Fussball…

    Erneut darf Fener nicht in Europa spielen. Das wird so allmählich gefährlich. Finanziell braucht Fener diese Einnahmen. Und die Fans werden auch immer ungeduldiger… Ich bin mal gespannt.

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