Süper Lig

Neu-Trainer Nuri Sahin: „Meine Entscheidung aufzuhören wurde missverstanden!“


Nuri Sahin, der zuletzt zum Spielertrainer von Fraport-TAV Antalyaspor ernannt wurde und im Anschluss seinen Rücktritt als aktiver Fußballer bekanntgab, erklärte in der Pressekonferenz am Donnerstag, dass die Entscheidung zum Rücktritt missverstanden wurde und er bei Bedarf seiner Mannschaft auf dem Platz helfen könne. Der 33-Jährige sagte, dass er das Angebot nur annahm, weil er glaube, dass er der Aufgabe gewachsen sei. Sein kurzfristiges Ziel sei es, die Mannschaft zu verbessern und die Spiele zu gewinnen. Zudem betonte der Ex-Dortmunder, dass er talentierte Spieler für den türkischen Fußball hervorbringen möchte, indem er langfristig der Infrastruktur einen hohen Stellenwert einräumt.

„Jürgen Klopp der wertvollste“

Zu Beginn sprach der gebürtige Lüdenscheider davon, dass er in seiner Karriere mit den besten Coaches der Welt zusammengearbeitet habe: „Ich hatte sowohl in der Nationalmannschaft als auch in den Vereinsmannschaften das große Glück gehabt, mit den besten Trainern der Welt zusammengearbeitet zu haben. Es wäre falsch zu sagen, dass ich dies und jenes von einem ganz bestimmten Übungsleiter gelernt hätte. Ich habe von einigen Trainern gesehen, wie man es richtig macht und von einigen Trainern, wie man es nicht richtig macht. Unter den Namen, mit denen ich gearbeitet habe, ist Jürgen Klopp der wertvollste und mir am nächsten liegende Name. Von ihm habe ich nicht nur als Trainer, sondern auch für das Leben viel gelernt. Ich gehöre zu denen, die denken, dass Fußball nicht nur mit den Füßen, sondern mit Herz und Verstand gespielt wird. Ich denke, Klopp ist der Trainer, der das Herz am meisten berührt. Bei mir stehen die Menschen immer an erster Stelle. Ich bin ein Mensch, der sein Gegenüber immer als Person und nicht als Fußballspieler sieht.“

„Mutige Entscheidung, mich auf diesen Posten zu setzen“

Auf die Frage eines Journalisten, wie es sich anfühlt mit dem Fußball aufgehört zu haben und nun Trainer zu sein, entgegnete der einstige Real Madrid-Spieler: „Meine Entscheidung aufzuhören wurde missverstanden. Meine Lizenz ist weiterhin gültig. Ich kann bei Bedarf dem Team auf dem Feld helfen. Nachdem Ersun Yanal gekündigt hat, traten wir nur vier Tage später das Amt an. Es war auch für mich eine erstaunliche Sache. Unsere Geschäftsleitung hat angerufen und sie haben mich für diesen Job als geeignet empfunden. Wir haben über die Vor- und Nachteile gesprochen und sind gemeinsam zu einer Entscheidung gekommen. Hiermit möchte ich unserem Vorstand und Präsidenten danken. Es war eine mutige Entscheidung, mich auf diesen Posten zu setzen. Es zeigt, dass ich an dieses Team, diese Stadt und diesen Verein glaube.“ Sahin merkte an, dass er sehr früh im Leben alles erlebt habe: Das Profi-Dasein, eine frühe Heirat, Vater werden und nun auch der Start in die Trainer-Karriere.

Sahin hätte gerne seine erste Partie als Trainer gewonnen

Sahin sagte darüber hinaus, dass es für eine Mannschaft nicht richtig sei, im Fußball nur offensiv oder defensiv ausgerichtet zu spielen und fügte hinzu: „Unsere Pflicht ist ein Spiel zu gewinnen, wenn wir auf das Feld gehen. Es gibt nicht nur Offensive oder Defensive. Der Fußball hat sich sehr entwickelt. Jedes Team versucht etwas anderes. Jedes Land versucht, einer bestimmten Spielidee nachzugehen. Nur offensiv und defensiv zu spielen gewinnt dir keine Spiele. Mein Verständnis ist, dass wir wollen, dass der Ball bei uns bleibt. Ich möchte Spaß haben. Wir müssen aber auch wissen, wie wir das Tor schützen müssen, wenn der Gegner angreift.“ Zuletzt verriet der 52-malige Nationalspieler, dass ihn Riza Calimbay während des Sivasspor-Spiels sehr herzlich willkommen geheißen habe: „Er sagte, dass ich ihn jederzeit anrufen könnte. Das sind sehr wertvolle Dinge. Ich danke ihm. Wir haben versucht einen Plan umzusetzen, um das Spiel gegen Sivasspor zu gewinnen. Am Ende war das Unentschieden ein gutes Ergebnis, aber ich bin enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Ich hätte gerne die erste Partie als Trainer gewonnen.“





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