Supercup-Halbfinale in Gaziantep: Buruk erwartet ein schwieriges Derby
Galatasaray und Trabzonspor treffen am Montagabend im Gaziantep-Stadion im Halbfinale des türkischen Supercups aufeinander. Vor dem Spiel stellte sich „Gala“-Trainer Okan Buruk auf der Pressekonferenz den Fragen und machte klar, dass das Duell in einer intensiven Phase der Saison kommt. Der Trainer verwies auf die Afrikameisterschaft, das hohe Tempo und die Verletzungssituation, die aktuell beide Teams belastet. Buruk betonte zugleich die Bedeutung des Wettbewerbs: „Jeder Wettbewerb ist für uns wertvoll“, sagte er mit Blick auf den Supercup.
Buruk richtete außerdem Grüße an die Gastgeberstadt und erinnerte an die Verbindung zu Gaziantep. Er sprach von zwei sehr guten Mannschaften und einer Partie, in der es vor allem darum gehe, „das Spiel gut“ zu halten und die eigene Qualität auf den Platz zu bringen. Dabei unterstrich er, dass Galatasaray trotz der Rahmenbedingungen mit maximalem Anspruch antrete.
Keine klassische Camp-Phase: Galatasaray setzt auf Rhythmus und Verletzungsprävention
Der Galatasaray-Coach erklärte, dass es keine echte Lagerzeit gegeben habe und der Fokus auf kurzen Einheiten und Regeneration lag. „Es war wie eine Spielwoche für uns“, sagte Buruk und beschrieb die Vorbereitung als ernsthafte Standortbestimmung. Gerade mit Blick auf Liga und Europa sei es entscheidend, ohne neue Verletzungen durchzukommen. Buruk bezeichnete das Match deshalb auch als Partie, die das Tempo erhalten soll, das Galatasaray zuletzt aufgebaut hat.
Gleichzeitig stellte er klar, dass die Mannschaft mit der bestmöglichen Elf auflaufen werde. Das Ziel sei, konkurrenzfähig zu bleiben und den Rhythmus zu konservieren, ohne unnötige Risiken einzugehen. Buruk brachte es deutlich auf den Punkt: „Das Wichtigste ist, das Spiel verletzungsfrei zu verbringen.“
Buruk fordert Einheit: „Wir müssen zusammen sein, nicht Chaos“
Mit Blick auf die kommenden Wochen richtete Buruk einen klaren Appell an die Fans. Er sprach von einem Rennen, in dem der Verein die Unterstützung brauche, und hob den Wert von Geschlossenheit hervor. „Wir brauchen diese Einheit sehr“, sagte er und betonte, dass Galatasaray in einem „sehr wichtigen Monat“ stehe. In dieser Phase gehe es darum, sich fest zu umarmen und die gemeinsame Linie zu halten.
Buruk machte deutlich, dass Druck und Diskussionen im Umfeld nicht helfen, wenn das Programm eng ist und die Belastung hoch bleibt. Entscheidend sei, dass Mannschaft und Tribünen dieselbe Energie tragen. Sein Satz „Wir müssen zusammen sein, nicht Chaos“ war als direkte Botschaft an alle gedacht, die rund um den Klub Verantwortung tragen.
Trennung vor dem Spiel bestätigt: Berkan Kutlu verabschiedet, auch Yusuf Demir geht
Auf der Pressekonferenz bestätigte Buruk dann eine Personalentscheidung, die unmittelbar vor dem Trabzonspor-Spiel öffentlich wurde. „Berkan Kutlu verabschiedete sich von uns“, sagte der Trainer und bedankte sich ausdrücklich für die Arbeit der letzten drei Jahre. Gleichzeitig kündigte Buruk eine weitere Trennung an: „Außerdem haben wir beschlossen, uns von Yusuf Demir zu trennen.“
Buruk stellte die Entscheidungen in einen sportlichen Kontext und betonte, dass der Klub parallel daran arbeite, den Kader gezielt zu verstärken. „Wir versuchen, die Spieler hinzuzufügen, die unsere Mitarbeiter unterstützen werden“, erklärte er. Damit machte er klar: Galatasaray plant Bewegung im Kader – und will die Breite erhöhen, um die Belastung der nächsten Wochen besser abzufedern.
Icardi setzt den Ton: Titel-Fokus und ein besonderer Moment in der Klubgeschichte
Mauro Icardi betonte vor dem Halbfinale den Anspruch, den nächsten Pokal zu holen. „Als Galatasaray müssen wir die Trophäe gewinnen“, sagte der Stürmer und machte klar, dass die Mannschaft auf das Finale zielt. Er sprach von einem großen Gegner und davon, dass man sich an das Halbfinale „anpassen“ müsse, um den Schritt ins Endspiel zu schaffen. Für Icardi ist das Match deshalb mehr als nur ein weiterer Termin: Es ist ein K.-o.-Spiel mit direkter Titelperspektive.
Darüber hinaus sprach Icardi über seine Rückkehr nach einer schweren Verletzung und die Unterstützung durch das Team hinter dem Team. „Ich bin in 7–8 Monaten gut zurückgekehrt“, sagte er und hob das Gesundheits- sowie Trainerteam hervor. Besonders emotional wurde es beim Thema Klubhistorie: Icardi nannte es „eine große Ehre“, den Rekord von Gheorghe Hagi gebrochen zu haben. Er betonte zugleich den Geist des Fußballs: Irgendwann werde auch sein Rekord gebrochen – und genau das mache diese Geschichte so besonders.



Ein Kommentar
Wenn Berkan und Yusuf gehen und adäquate Transfers gemacht werden, könnten wir es echt schaffen, dass Cimbom Auswechselmöglichkeiten dieses Mal nicht dazu führen, dass wir von CL-Niveau auf 3. Bundesliga fallen.