Fenerbahce

Özsoy: „Cocu musste den Preis zahlen!“

Keine fünf Monate hat es gedauert, bis Phillip Cocu bei Fenerbahce seine Koffer packen muss. Mit nur drei Siegen in wettbewerbsübergreifend 15 Spielen und dem gestrigen 1:3 gegen Aufsteiger Ankaragücü vor eigenem Publikum war der Niederländer nicht mehr im Amt zu halten. Unmittelbar nach dem Spiel vermeldete Fenerbahce die Trennung vom 47-Jährigen, zur Pressekonferenz in Kadiköy durfte Cocu auch nicht mehr antreten. „Das ist nicht zu akzeptieren. Mit der heutigen Niederlage ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Die Performance unserer Spieler, aber auch die Spielerauswahl des Trainers waren mit die Gründe für die Trennung. Phillip Cocu muss als Hauptverantwortlicher den Preis zahlen“, erklärte Pressesprecher und Koc-Assistent Semih Özsoy gestern im Ülker-Stadion.

Kritik an Spieler und Schiedsrichter Göcek

Während die jüngeren Spieler im Team nach dem 1:3 mit dem Mannschaftsbus nach Samandira fuhren, durfte der Großteil der Mannschaft mit ihren privaten Autos nach Hause. Auch an die Spieler selbst und Schiedsrichter Hüseyin Göcek hatte Özsoy nach dem Schlusspfiff noch einige Worte übrig. „Die Leistung bestimmter Spieler ist schlichtweg nicht zu akzeptieren. Den Spielern muss dringend mitgeteilt werden, dass es so nicht weitergehen kann. Das sind die Punkte, die wir uns selbst ankreiden müssen.“ Özsoy weiter: „Eigentlich waren die Fehler des Schiedsrichters überhaupt nicht auf der Tagesordnung. Doch die Szene von Skrtel beim Stand von 0:0 sowie manche gepfiffene und nicht gepfiffene Zweikampf-Situationen müssen unbedingt analysiert werden. Natürlich werden wir uns hinter solchen Dingen nicht verstecken. Das kann nicht der Grund für den Misserfolg sein.“

Damien Comolli angezählt

Noch ist unklar, wie es bei Fenerbahce fünf Tage vor dem Derby auf Aslantepe weitergeht. Aus der Krisensitzung des Vorstands im Ülker-Stadion, die anschließend auf dem Anwesen von Präsident Ali Koc fortgesetzt wurde, sind noch keine Ergebnisse öffentlich gemacht worden. Klar ist: Neben Präsident Koc ist auch Sportdirektor Damien Comolli angezählt. Der Franzose war am Ende für die Kaderzusammenstellung und die Trainerauswahl zuständig. Zudem werden jetzt nicht eingeplante 1,9 Millionen Euro Abfindung für Phillip Cocu fällig. Bezüglich des Cocu-Nachfolgers hat die türkische Presselandschaft bereits die wildesten Gerüchte aufgesetzt. Aykut Kocaman oder Ersun Yanal stehen laut den zuletzt getätigten Aussagen von Ali Koc jedoch nicht auf der Agenda.


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