Galatasaray

Galatasaray vor Testspiel gegen RB Leipzig

Wie viele andere Mannschaften auch, testet Galatasaray Istanbul in der Winterpause ebenfalls gegen europäische Topclubs. Wir werfen einen Blick auf den nächsten Testspielgegner von Gala. Die Bullen von RB Leipzig spielen eine überzeugende Saison und sind ein ambitionierter Gradmesser für den türkischen Traditionsverein. 

Nach einer relativ kurzen Winterpause hieß es am 4. Januar vor rund 500 Fans Trainingsauftakt für den RB Leipzig. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesligisten reisen die Bullen nicht in wärmere Gefilde wie Spanien, Türkei oder Portugal, sondern bleiben in der Heimat. Kapitän Willi Orban sagte diesbezüglich beim Trainingsauftakt: „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, hier zu bleiben. Wir sind in der Hinrunde viel gereist und hätten durch An- und Abreise nochmal zwei Tage verloren. Es wäre schöner in der Sonne zu trainieren, aber wir haben uns bewusst dagegen entschieden“, so Orban gegenüber dem Fußballmagazin kicker. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt soll also an den Saisonzielen gearbeitet werden. Vor der Spielzeit gaben Vorstand Oliver Mintzlaff und Trainer Ralf Rangnick unisono die Champions League als erstes Ziel an. Mit dem vierten Platz zur Winterpause sieht es auf jeden Fall schon einmal ganz gut aus. Doch die Hinrunde verlief für die Bullen nicht reibungslos: Verletzungssorgen und Formschwankungen bestimmten die Auftritte von RB Leipzig. Vor allem in Europa lief es gar nicht nach Plan.

Durchwachsener Auftakt im Spätsommer

Nachdem Thomas Hasenhüttl im Sommer freigestellt wurde und schon früh die Verpflichtung von Julian Nagelsmann zur Saison 2019/20 bekannt gegeben wurde, übernahm Ralf Rangnick den Job an der Seitenlinie als einjähriger „Interimstrainer“. Zum Saisonauftakt gab es dann direkt den ersten richtigen Kracher. Für die Bullen ging es zur brandneuen Borussia nach Dortmund. Obwohl RB durch einen Treffer von Augustin früh in Führung gehen konnte, wurde man letztlich mit einem bitteren 4:1 nach Hause geschickt. Kein Wunder, dass RB mit so einem Ergebnis nach dem ersten Spieltag ganz unten in der Tabelle stand. Auch gegen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf tat sich die Mannschaft von Ralf Rangnick schwer und kam über ein 1:1 nicht hinaus. Erst am dritten Spieltag gab es den ersten Erfolg. Mit dem 3:2 Sieg gegen Hannover 96, zu welchem Timo Werner zwei Tore beisteuern konnte, gelang der erhoffte Befreiungsschlag.

Blamable Auftritte in Europa

Überraschenderweise konnte der Aufschwung nicht mit in die Europa League genommen werden. Im ersten Gruppenspiel ging es gegen den Schwesterverein Red Bull Salzburg. Obwohl die Verantwortlichen im Vorfeld betonten, dass sie bei diesem Duell alles geben werden und auch den Wettbewerb als Ganzes ernst nehmen, lieferte die Mannschaft einen trostlosen Auftritt ab, welcher mit einer 2:3 Heimniederlage endete. Nach dem Spiel brannte Trainer Ralf Rangnick ob der Undiszipliniertheiten in seinem Team vor Wut: „Ich kann es nicht fassen. Wir haben dringenden Redebedarf”, erklärte der Trainer nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Rangnick, der für seine konsequenten Entscheidungen bekannt ist, ließ seinen Worten Taten folgen und suspendierte Spieler, die gegen disziplinarische Regeln verstoßen hatten. Es schien, als sei dies der nötige Weckruf für die Mannschaft gewesen. Nach dem umkämpften, aber verdienten 1:1 in Frankfurt spielten die Bullen im Mittwochsspiel der englischen Woche mit dem 2:0 Erfolg gegen den VFB Stuttgart erstmals in dieser Saison zu Null. Im Duell gegen den Tabellennachbarn TSG Hoffenheim traf man auch auf den zukünftigen Coach Julian Nagelsmann. Mit dem 2:1 Auswärtserfolg kletterte Leipzig erstmals wieder in die Europapokalränge. Der vorläufige Höhepunkt folgte dann am siebten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg. Dem 6:0 Torspektakel gegen den Club steuerten Sabitzer und Werner beide einen Doppelpack bei, nachdem Kampl und Poulsen die Bullen schon früh in Führung gebracht hatten. Mit einem 3:1 Sieg bei Rosenborg Trondheim zeigte sich Leipzig auch in der Europa League verbessert.


Forsberg verletzt sich in der Länderspielpause

Nach dem furiosen Auftritt gegen Hannover 96 ging es erst einmal in die Länderspielpause. Beim Einsatz für seine Nationalmannschaft zog sich der Schwede Emil Forsberg eine Leistenverletzung zu, mit welcher er sich bis heute herumplagt. Eine Rückkehr ist bisher nicht absehbar. Ohne den Mittelfeldregisseur gab es in der Liga zwei Nullnummern gegen Augsburg und Schalke. Immerhin konnte das Team von Ralf Rangnick Celtic Glasgow im dritten Gruppenspiel der Europa League besiegen. Auch in der Liga kam man nach den beiden Unentschieden wieder in Form und fertigte sowohl Hertha BSC als auch Bayer Leverkusen jeweils mit 3:0 ab. Vor allem die beiden Stürmer Yussuf Poulsen und Timo Werner ergänzen sich gegenseitig hervorragend und machen dem Frankfurter-Sturmduo Rebic und Haller Konkurrenz. Nach dem Sieg gegen die Werkself kletterten die Bullen gar auf den dritten Tabellenplatz und waren wieder voll im Rennen um die Champions League. Dementsprechend überraschend folgte dann die 0:1 Pleite beim VFL Wolfsburg am 12. Spieltag. Es war die erste Niederlage seit dem Auftaktspiel bei Borussia Dortmund. Umso motivierter gingen Orban, Werner und Co. in das Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fohlenelf spielte bis dahin eine hervorragende Runde und reiste als Tabellenzweiter nach Leipzig. Dank eines Doppelpacks von Timo Werner gewann RB das Spitzenduell und sicherte sich wieder den dritten Platz. Nachdem man in den vergangenen zehn Ligaspielen nur drei Gegentore kassierte, überrumpelte der SC Freiburg die Bullen nahezu, welche den gleich drei Tore in einem Spiel herschenkten. Nach dem Spiel musste Ralf Rangnick die Leistung der Freiburger anerkennen und sah ein, dass seine Mannschaft verdient verloren hatte.

Inkonstanz ist das Stichwort

Obwohl die Bullen bis auf die Auftaktniederlage lange ohne Niederlage durch die Liga marschierten, fand sich im Spätherbst ein wenig der Schlendrian ein. Unerklärliche Formschwankungen und inkonstante Auftritte sorgten sowohl in der Liga als auch auf europäischer Ebene für Sorgensfalten bei den Verantwortlichen. Nachdem schon das Rückspiel gegen Celtic verloren wurde, musste man sich auch im zweiten Aufeinandertreffen gegen die Salzburger geschlagen geben. Nach der Niederlage gegen Freiburg hätte dann ein Sieg gegen Trondheim folgen müssen, um noch eine Chance auf das Weiterkommen gehabt zu haben. Allerdings erzielten die Bullen gegen die Norweger nur ein 1:1 Unentschieden. Immerhin konnte die Mannschaft jetzt den Fokus voll auf die Liga legen. Im Spiel gegen Mainz wurde zwar mit Quoten von 5.20 ein Sieg für RB vorhergesagt, einen 4:1-hohen Trumpf hatte man allerdings nicht erwartet. Die Mainzer bekamen den Liga-Fokus der Leipziger direkt zu spüren. Werner, Poulsen und Co. schossen sich in dieser Partie für das kommende Spitzenspiel gegen den FC Bayern warm. Am vorletzten Spieltag der Hinrunde kam es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Eliteclubs. Da auch die Bayern schon einige Schwächen gezeigt hatten, empfingen sie die Bullen „nur“ als Drittplatzierter. Die enge, von Taktik geprägte Partie, wurde von einem späten Tor von Franck Ribery entschieden. Für einen versöhnlichen Jahresausklang bei RB Lepizig musste also ein Sieg am letzten Spiel des Jahres gegen Werder Bremen folgen. Nach einem intensiven Spiel, bei welchem die Bullen erst durch Tore von Werner und Klostermann in Führung gingen, die Bremer mit einem Doppelschlag ausgleichen konnten und Bruma mit seinem ersten Saisontor doch noch für den wichtigen Dreier sorgen konnte, lagen sich Spieler und Verantwortliche bei RB in den Armen. Mit dem vierten Platz liegen die Bullen zumindest auf nationaler Ebene ganz im Soll. Zwar musste man in der Europa League bereits die Segel streichen, allerdings soll es in der nächsten Saison in der Champions League besser gemacht werden. Ähnlich sieht es bestimmt der zukünftige Trainer Julian Nagelsmann, welcher mit TSG Hoffenheim ebenfalls nach der Vorrunde aus der Champions League.
Die Bullen aus Leipzig hatten also in der derzeitigen Saison ihre Auf und Abs. Sie sollte einen spannenden Testgegner darstellen, an dem sich Galatasaray Istanbul nach der Pause messen können.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

#GutenRutsch #bye2018 #Poulsen #silvester #silvester2018 #DankeFürDasGeileJahr

Ein Beitrag geteilt von RB Leipzig – Die Roten Bullen (@dierotenbullen) am






Vorheriger Beitrag

Transferplanungen bei Trabzonspor

Nächster Beitrag

Besiktas: Ryan Babel vor Wechsel nach England