Fenerbahce

Ex-Fenerbahce-Stürmer Michael Frey: „Habe in Istanbul viel Lehrgeld bezahlt“


Bereits Mitte August hatte Ex-Fenerbahce-Stürmer Michael Frey nach seinem Transfer zu Royal Antwerpen für Schlagzeilen gesorgt. Dem Angreifer gelang beim Gastspiel gegen Standard Lüttich ein Kunststück vom Feinsten. In nur 76 Minuten Einsatzzeit hatte Frey alle fünf Treffer seines neuen Arbeitsgebers geschossen und einen 5:2-Sieg herbeigeführt. Seine Gesamtanzahl an Treffern bei den “Kanarienvögeln” hatte der Mittelstürmer bereits drei Wochen nach Saisonbeginn schon überboten. Und auch in den letzten sechs Ligapartien war der einstige Nürnberger jedes Mal für ein Tor gut und konnte seine Ausbeute erfolgreich ausbauen. Nun steht der Mittelstürmer nach nur zehn Spieltagen bei zwölf Treffern und einem Assist. Dadurch bringt es Frey in Europas Torjägerliste noch vor Namen wie Karim Benzema (neun), Erling Haaland oder Robert Lewandowski (beide sieben) auf den zweiten Platz.

Frey: „Habe den Preis bezahlt“

In einem WhatsApp-Interview mit dem Schweizer Nachrichtenportal „watson“ sagte er vor ein paar Wochen zu diesen Vergleichen: „Diese Spieler, die Sie genannt haben, spielen in der Bundesliga und nicht in Belgien. Ich finde diese Vergleichswerte nicht korrekt. Haaland und Lewa bewegen sich auf einem anderen Planeten. Ich versuche einfach, bestmöglich meinen Job zu machen.“ Gegenüber der Schweizer Tageszeitung „Blick“ ließ der 27-Jährige am Dienstag nun auch seine Zeit am Bosporus Revue passieren: „Ich habe bei Fenerbahce wirklich viel Erfahrung sammeln dürfen. Aber ich habe auch den Preis dafür bezahlt. Aktuell bin ich mit meiner Situation zufrieden. Ich kann und will noch besser werden.“ Trotz den glänzenden Leistungen zuletzt wurde der Goalgetter von Neu-Nationaltrainer Murat Yakin nicht im Schweizer Aufgebot berücksichtigt: „Natürlich hätte ich mich gefreut, dabei sein zu dürfen. Ich hege aber keinen Groll Richtung Yakin & Co. Allerdings hoffe ich, dass mir die Verantwortlichen bald eine faire Chance geben. Ich bin heute ein anderer Spieler als vor drei oder vier Jahren.“

Fenerbahce-Karriere geprägt von Leihen

Michael Frey, der 2018 für eine Ablöse in Höhe von 2,64 Millionen Euro vom FC Zürich zu Fenerbahce wechselte, konnte in den darauffolgenden drei Saisons nicht das gewünschte Niveau erreichen. Nach einer enttäuschenden ersten Spielzeit mit nur 22 Einsätzen und fünf Treffern wurde der Stürmer in der nächsten Spielzeit zunächst an den 1. FC Nürnberg verliehen. In Deutschland erwischte der Schweizer einen besseren Saisonstart und kam am Ende auf mehr Einsätze (32) als in Istanbul. An der Anzahl seiner Treffer änderte sich in der 2.Bundesliga zwar nichts, allerdings konnte der gebürtige Münsinger fünf weitere Scorerpunkte verbuchen. Zurück in Istanbul durfte er noch einmal das gelb-marineblaue Trikot über 90 Minuten tragen, bevor er ein weiteres Mal verliehen wurde.

Wiedersehen mit Fenerbahce im Europapokal

Es ging nach Belgien zu Waasland-Beveren. Und dieses Mal machte sich der Wechsel aus der Sicht des Schweizers so richtig bezahlt. In 31 Begegnungen sprang mit 17 Treffern und vier Vorlagen seine persönliche Bestmarke heraus. Nichtsdestotrotz konnten Freys Tore den Abstieg nicht verhindern. Kein Wunder war es, dass die Klubs aus der Jupiler Pro League ein Auge auf den ehemaligen Lille-Spieler warfen. Letzten Endes erhielt Royal Antwerpen den Vorzug und verpflichtete ihn für zwei Millionen Euro. Zu einem direkten Wiedersehen mit den Istanbulern kommt es am 21. Oktober und 4. November in den UEFA Europa League-Gruppenbegegnungen. Ob er seine Torausbeute auch in den beiden Partien fortsetzen kann, wird sich zeigen.





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1 Kommentar

  1. 13. Oktober 2021 um 10:56 —

    Bei FB haben wir ganz klar ein Stürmerproblem, das zieht sich schon seit vielen Jahren wie ein roter Faden durch den Verein. Warum treffen die Stürmer bei FB nicht, diese Frage müssen uns die Verantwortlichen im Verein mal erklären oder?

    Abgesehen vom Stürmerproblem finde ich, dass wir generell zuwenig Tore in den Spielen schießen, es mangelt somit auch gewaltig am Offensivspiel, hier die Stürmer alleine als Schuldige an den Pranger zu stellen wäre somit nicht richtig.

    Was kann die Ursache dafür sein?

    Vielleicht können einige mit dem großen Druck bzw. der großen Erwartungshaltung die bei FB herrscht nicht richtig umgehen? Mir kommen die FB Stürmer alle sehr nervös und nicht abgezockt bzw. kaltschnäuzig genug vor.

    Enner Valencia trifft ab und zu und ist an coolness nicht zu überbieten, aber der vergibt auch mal einige 100 prozentige wie letztes Spiel gegen Kasimpasa, ich meine der macht ja auch nicht in jedem Spiel ein Hattrick wie gegen Helsinki oder?

    Das man dieses Problem bei FB seit vielen Jahren nicht lösen kann finde ich ziemlich schwach, das ist auch der Grund, warum wir solange keine Titel gewinnen können. Jedenfalls fällt mir bei FB kein einziger Spieler aus dem aktuellen Kader ein, der 20 plus X Saisontore in der Süperlig schießen könnte euch vielleicht?

    Und das ist doch ein gewaltiges Problem das endlich mal gelöst werden muss oder? Aber leider passiert hier seit Jahren nichts und diesem Ali Koc traue ich in der Hinsicht auch nichts zu, weil er absolut keine Ahnung von Fussball hat.

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