Rang 19, Playoff erreicht: Fenerbahce bleibt in der Europa League dabei
Fenerbahce hat die Ligaphase der UEFA Europa League auf dem 19. Platz beendet und damit das Playoff-Ticket gelöst. Beim letzten Auftritt gab es gegen den Steaua Bukarest ein 1:1, wodurch die Mannschaft im Endklassement bei zwölf Punkten landete. Nach der Auswertung der Ligaphase steht fest: Die Runde in Europa ist sportlich gesichert, und finanziell hat sich die Teilnahme bereits deutlich ausgezahlt.
Die Einordnung der Einnahmen ergibt sich aus der Preisgeld- und Verteilungslogik der UEFA, die für Qualifikation, Teilnahme, Ergebnisse und Marktanteile feste Bausteine vorsieht. Für Fenerbahce summieren sich diese Positionen bereits jetzt zu einem Betrag, der in dieser Größenordnung für viele Vereine eine komplette Transferperiode prägen kann. Genau deshalb ist der Blick auf die Aufschlüsselung so brisant.
So setzt sich das UEFA-Geld zusammen: Von der Champions-League-Quali bis zur Europa League
Der europäische Weg begann in der 3. Qualifikationsrunde der Champions League. Dort brachte der Erfolg in dieser Runde eine Prämie von 175.000 Euro, wie es die Regelung der UEFA vorsieht. In der anschließenden Champions-League-Playoff-Runde endete die Reise, dafür flossen nach den finanziellen Bausteinen der UEFA weitere 4,29 Millionen Euro in die Kasse.
Mit dem Wechsel in die Europa League kam der nächste große Fixbetrag: Allein die Teilnahme brachte 4,31 Millionen Euro, die jedem Klub für die Ligaphase dieser Organisation zustehen, wie es die UEFA in ihrem Geldpreis-Modell hinterlegt. Hinzu kommen leistungsbezogene Prämien, die sich aus Siegen und Unentschieden ableiten. Für Fenerbahce ergibt sich daraus ein Betrag von 1,35 Millionen Euro für Siege sowie 0,45 Millionen Euro für Unentschieden.
Ligaphasen-Platzierung, Marktpool und Koeffizient: Die großen Zusatz-Blöcke
Ein weiterer relevanter Posten ist die Platzierungsprämie der Ligaphase. Für das Endranking wurden 1,45 Millionen Euro ausgewiesen, basierend auf dem Verteilmechanismus. Noch größer fällt der Block aus dem Medien- und Marktanteil aus: Aus der Bewertung des Broadcast-Pools werden 4,39 bis 5,59 Millionen Euro genannt, im Mittel also 4,99 Millionen Euro.
Zusätzlich kommt der Anteil aus dem UEFA-Koeffizienten hinzu. Für diese Säule wird bei Fenerbahce ein Betrag von 2,16 Millionen Euro ausgewiesen, wie es die UEFA-Verteilung für den Koeffizienten-Anteil vorsieht. Zusammengenommen entsteht so ein Gesamtbild, das erklärt, warum die Europa-League-Ligaphase finanziell für viele Klubs mehr ist als nur ein sportlicher Wettbewerb.
Playoff-Prämie und Gesamtstand: Fast 19,5 Millionen Euro bereits sicher
Mit dem Einzug in die Play-off-Runde ist ein weiterer Betrag fällig geworden. Für das Erreichen dieser Phase sind 300.000 Euro vorgesehen, wie es die UEFA-Regelung für die K.-o.-Zwischenrunde ausweist. Damit liegt der Gesamtverdienst von Fenerbahce in Europa in dieser Saison bei 19,475 Millionen Euro.
Die Zahl zeigt: Selbst ohne den Sprung in die nächste Runde ist die Saison 2025/26 aus finanzieller Perspektive bereits ein starkes Fundament. Gleichzeitig steigt der Druck, diese Basis sportlich zu vergolden, denn jede weitere Runde öffnet die Tür zu den nächsten Millionenpaketen.
Was jetzt noch möglich ist: Prämien der nächsten Runden im Überblick
Wer das Play-off übersteht und das Achtelfinale erreicht, erhält zusätzliche 1,75 Millionen Euro, wie es für die nächste Runde vorgesehen ist. Danach steigt die Prämienkurve deutlich an: Im Viertelfinale sind 2,5 Millionen Euro hinterlegt, im Halbfinale weitere 4,2 Millionen Euro. Für das Finale werden 7 Millionen Euro ausgewiesen, während der Titelgewinn zusätzlich mit 6 Millionen Euro dotiert ist, basierend auf der Geldpreis-Struktur der UEFA.
Für Fenerbahce bedeutet das: Sportlicher Erfolg bringt nicht nur Prestige, sondern kann die Saisonbilanz in kurzer Zeit massiv verändern. Genau deshalb sind die kommenden Spiele in der K.-o.-Phase nicht nur eine Frage der Ehre, sondern auch ein klarer Faktor für Planungssicherheit und Handlungsspielraum.
Die Verteilung der Einnahmen, die Fenerbahce in dieser Saison von der UEFA erhalten hat, und die Geldprämien der nächsten Runden in der Europa League sind wie folgt:
- 3. Qualifikationsrunde der Champions League: 175.000 Euro
- Champions League Playoff-Runde (Lama): 4,29 Millionen Euro
- Europa League-Teilnahme: 4,31 Millionen Euro
- Sieg: 1,35 Millionen Euro
- Unentschieden: 0,45 Millionen Euro
- Ligaphasen-Platzierung: 1,45 Millionen Euro
- Broadcast-Pool-Bewertung: 4,99 Millionen Euro
- UEFA-Koeffizient: 2,16 Millionen Euro
- Playoff-Runde: 300.000 Euro
- Gesamtverdienst: 19.475 Millionen Euro
Prämien der nächsten Runden:
- Achtelfinale: 1,75 Millionen Euro
- Viertelfinale: 2,5 Millionen Euro
- Halbfinale: 4,2 Millionen Euro
- Finale: 7 Millionen Euro
- Champion: 6 Millionen Euro



2 Kommentare
Mit Riesen-Transfer-Ausgaben in dieser schwachen Europa League voller Mahalle Takımı nur 19.Platz. Das ist erbärmlich.
Finanziell ist die Teilnahme am Europapokal für türkische Vereine sehr viel lukrativer als die ganzen mikrigen Preisgelder die man am Ende für den Gewinn der türkischen Fussballmeisterschaft bekommt, weil die ursprünglich 500 Millionen Dollar aus Aziz Yildirim Zeiten die wir seinerzeit vom Rechteverwerter bekommen haben von der gelbroten Fussballlobby durch Typen wie Gümüsdag, Büyükeksi, Haciosmanoglu und Co. in den letzten Jahren mehr als halbiert wurden und man hier am Ende so gut wie gar kein Geld mehr verdienen kann.
Diesen unlukrativen Wettbewerb kannst du in der Hinsicht somit total in die Tonne kloppen, auch im türkischen Pokal zahlst du als Verein am Ende drauf, weil das einfach nicht lukrativ für größere Vereine ist.
Im Europapokal hingegen, selbst in der Conference League kannst du mit einer Teilnahme mehr Geld verdienen als in dieser türkischen Süperlig, das sollte doch Grund genug sein sich als türkischer Fussballanhänger ein wenig mehr Gedanken über diese unlukrative türkische Liga zu machen, aber Nein man redet lieber die Teilnehmer der Conference League schlecht, also quasi so eine völlig verkehrte Fussballwelt in türkischen Fussballköpfen.
Achso ich würde als Fussballanhänger nicht nur aus finanziellen Gesichtspunkten einen Gewinn im Europapokal dem Gewinn der türkischen Fussballmeisterschaft jederzeit vorziehen, da das nicht nur aus sportlicher und finanzieller Sicht, sondern auch vom Prestige her sehr viel höher bewertet wird als der Gewinn der türkischen Fussballmeisterschaft.
Haa, ich glaube nicht, dass man als türkischer Fussballmeister am Ende 20 Millionen Euro verdienen kann, in der EL schaffst du das wenn du die Playoff Phase errreichst, somit ist die türkische Süperlig nicht nur total unansehnlich, schlecht, langsam und scheisse, sondern auch noch total unlukrativ….