Fenerbahce

Nur 1:1 gegen Sivasspor – Fenerbahce mit erstem Punktverlust & Gegentreffer


Im ersten Spiel des Süper Lig-Sonntags am vierten Spieltag empfing Fenerbahce Demir Grup Sivasspor. In einer packenden und temporeichen Begegnung trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1-Remis. Somit mussten die “Kanarienvögel” ihren ersten Punktverlust und Gegentreffer in dieser Spielzeit hinnehmen. Die Männer von Riza Calimbay feierten dagegen ihren zweiten Punktgewinn. Am nächsten Wochenende sind die Gelb-Marineblauen zum kleinen Stadtderby bei Medipol Basaksehir eingeladen. Zuvor müssen die Schützlinge von Vitor Pereira unter der Woche am Donnerstag in der UEFA Europa League noch nach Frankfurt zum ersten Gruppenspiel. Die Rot-Weißen dürfen zuhause gegen Gaziantep FK ran.

Osayi-Samuel bringt Fenerbahce in Führung 

Die erste Viertelstunde gehörte ganz klar den Gastgebern, die mit ihren Stürmer-Neuzugängen um Mergim Berisha und Diego Rossi immer wieder für Gefahr sorgten – ohne Erfolg. In der 17. Minute kam auf der Gegenseite Max Gradel nach einer guten Flanke in den Strafraum freistehend zum Kopfball und setzte den Ball über die Querlatte. Eine unterhaltsame und temporeiche Anfangsphase – mit etwas mehr Feld- und Ballbesitzvorteilen für Fenerbahce – hatten beide Teams im Ülker-Stadion zu bieten. Nur sechs Minuten später brachte Bright Osayi-Samuel die Hausherren nach einem Tohuwabohu im Strafraum mit 1:0 in Führung. Der Treffer des Nigerianers war in der noch jungen Saison zudem das erste Tor der Gelb-Marineblauen im ersten Durchgang.

Bayindirs Fehler kostet die Halbzeitführung 

Auch nach dem ersten Jubel im Istanbuler Stadtteil Kadiköy ging die Partie genauso temporeich weiter. Nennenswert wurde es aber erst in der 42. Minute, als Goalie Altay Bayindir vor dem eigenen Kasten versuchte seinen Gegenspieler Pedro Henrique auszudribbeln. Der türkische Nationalkeeper überschätzte sich allerdings, verlor die Kugel und brachte den Brasilianer zu Fall. Zunächst war Referee Halis Özkahya der Meinung, dass es weiter gehen sollte. Nach Begutachtung der Szene am Monitor zeigte der Unparteiische allerdings auf den Punkt. Der gefoulte Henrique trat selbst an und ließ den Ball im Netz zappeln. Fun-Fact: Der Angreifer hatte in der vergangenen Saison das letzte Gegentor der “Kanarienvögel” markiert und erzielte in der neuen Spielzeit zudem auch den ersten Gegentreffer.

Yatabare mit Abseitstreffer 

Nach dem Seitenwechsel hatten die Schützlinge von Calimbay zunächst eine druckvolle Phase, in der Mustapha Yatabare mit einem Kopfballtreffer die Partie vermeintlich auf den Kopf stellte. Schnell wurde klar, dass sich der 32-jährige Stürmer beim Abschluss im Abseits befand. Daraufhin reagierte Coach Pereira und brachte für Mesut Özil und den glücklosen Berisha Irfan Can Kahveci und Enner Valencia. Der 19-malige Meister tat sich weiterhin schwer und war nicht mehr so spielbestimmend wie in den ersten 45 Minuten. Stattdessen spielten die Gäste aus Zentralanatolien immer mehr auf und zwangen ihren Gegner zu langen Bällen, die meistens keinen Abnehmer fanden. Erst in der 69. Minute probierten es Luiz Gustavo und Samuel mal mit Distanzschüssen, die Goalie Muammer Yildirim ohne Probleme entschärfen konnte.

Schlussphase von Hektik und Unterbrechungen geprägt

Bereits in der 22. Minute musste Marcel Tisserand verletzungsbedingt Platz für Attila Szalai machen. Das Verletzungspech verfolgte die Istanbuler auch im zweiten Durchgang. Der erst 14 Minuten zuvor eingewechselte Kahveci konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn durfte Max Meyer sein Debüt im Dress der Gelb-Marineblauen feiern. Die Schlussphase war von viel Hektik und den Pfiffen der Fans geprägt, die mit den Entscheidungen des Schiedsrichters nicht zufrieden waren. Auch musste die Partie aufgrund von Foulspielen des Öfteren unterbrochen werden, so dass kein wirklicher Spielfluss mehr zustande kam.

++ Spieltag & Tabelle im Überblick ++
Aufstellungen

Fenerbahce: Bayindir – Aziz, Kim, Tisserand (22. Szalai) – Gümüskaya, Zajc, Gustavo, Osayi-Samuel – Rossi, Berisha (59. Valencia), Özil (59. Kahveci (73. Meyer))

DG Sivasspor: Yildirim – Ciftci, Osmanpasa, Goutas, Oguz – Arslan, Cofie (84. Azubuike), Gradel (78. Yesilyurt), Fajr, Henrique (90. Yilmaz) – Yatabare

Tore: 1:0 Osayi-Samuel (23.), 1:1 Henrique (45./FE)

Gelbe Karten: Bayindir, Zajc (Fenerbahce) – Cofie, Ciftci (Sivasspor)





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5 Kommentare

  1. 13. September 2021 um 10:21 —

    Hier die Spielanalyse…..

    Link:

    https://www.youtube.com/watch?v=6ZlEw_fxDFc

  2. 13. September 2021 um 2:05 —

    Zeitspiel gab es bei unseren Dorfmannschaften schon immer aber Sivasspor hat gestern wiedermal alle getoppt.

    Die sind mit mir mittlerweile sowas von unsympathisch geworden das ich es nicht mit Worten fassen kann.

    Diesen Punkt hat Sivasspor nicht verdient.
    Ich bin kein schlechter Verlierer, damit hat es nicht zu tun, aber wer auf diese Art und Weise 1 Punkt aus Kadiköy holt, dem soll nur noch Unheil passieren.

    Ich hoffe dass die Sivasspor Spieler die um Zeit gespielt haben, sich wahrhaftig verletzen, damit das Zeitspiel beim nächsten Mal gerechtfertigt ist, findet Ihr nicht ?

    Hätte Sivasspor ordentlich gespielt, hätte ich Ihnen auch 3 Punkte aus Kadiköy gegönnt und helal olsun gesagt,

    Aber was für feigen Schweine…einfach nur ekelhaft.

    Und 7 Minuten Nachspielzeit entspricht nicht der Verzögerung die wir erdulden mussten. Mindestens 12 Minuten hätte es hier geben müssen.

    • 13. September 2021 um 10:05

      So eine Spielweise ohne jeglichen Spielfluss kommt nur deshalb zustande, weil der türkische Schiedsrichter auf dem Platz das ganze zulässt, würde er die Partie ordentlich leiten und eine gewisse Autorität ausstrahlen, würde so eine Spielweise des Gegners gar nicht zustande kommen.

      Vor dem türkischen Schiedsrichter auf dem Platz hat doch kein einziger türkischer Fussballfunktionär, Spieler oder gar Zuschauer Respekt, Vertrauen oder Achtung, ich meine das ganze sollte doch zu denken geben oder?

      Und wenn auf dem Platz kein Schiedsrichter steht der das Spiel ordentlich leiten kann, sondern nur opportunistische Entscheidungen trifft die mit den geltenden Fussballregeln wenig bis gar nichts zu tun haben, dann können die Sivasspor Spieler sich natürlich auch minutenlang zum Schlafen auf den Boden legen ohne das dies von irgendjemanden unterbunden oder gar bestraft wird, da auf dem Platz nun mal kein richtiger Schiedsrichter steht.

      Warum haben die selben Sivasspor Spieler das gleiche Verhalten wie in Kadiköy nicht in Kopenhagen beim 0:5 machen können, da es dort im Gegensatz zu Halis Özkahya auf dem Platz einen richtigen Schiedsrichter gab, der das Spiel nach den geltenden Fussballregeln geleitet hat.

      So eine Spielweise des Gegners kommt natürlich auch deshalb zustande, weil wir das Spiel nicht rechtzeitig entscheiden können, wären wir 2 oder 3:0 in Front gegangen, dann hätten sich die Sivasspor Spieler nicht minutenlang auf den Boden gelegt oder?

      Ich schaue ja am Wochendende nicht nur Spiele in der türkischen Süperlig an, sondern von vielen anderen europäischen Ligen und ich schwöre euch, das sich da keiner minutenlang zum Schlafen auf den Boden legt, sondern dass alle Mannschaften bemüht sind attraktiven Fussball zu zeigen und versuchen das Spiel zu gewinnen.

      Diese feige Spielweise liegt an diesen ganzen feigen türkischen Süperligtrainern, die diese Taktik vorgeben, da geh ich mit euch jede Wette ein. Und da es in der Süperlig bis auf 2-3 Ausnahmen ausnahmslos türkische Trainer gibt wird sich an dieser feigen und unansehnlichen Spielweise auch rein gar nichts ändern oder?

  3. 12. September 2021 um 22:04 —

    Ein 1:1 in Kadiköy ist zu wenig, da brauchen wir uns jetzt auch nichts anderes einreden, aber das ist jetzt auch kein Grund in tiefe Depressionen zu verfallen Hr. Osayi, ich meine nach dem Spiel ist immer vor dem Spiel oder?

    Am Donnerstag gegen Frankfurt erwarte ich eine deutliche Leistungssteigerung von unserer Mannschaft auf dem Platz, das wird mit dem Sivasspiel natürlich nicht zu vergleichen sein, da die Eintracht nicht nur hinten drinstehen und mauern sondern auch versuchen wird das Spiel zu gewinnen, in dieser bevorstehenden Partie ist somit ein viel flüssigerer Spielfluss und ein höheres Tempo zu erwarten.

    Die vielen Verletzten bei FB machen mir natürlich auch ein klein wenig Sorgen, hoffentlich können sich bis Donnerstag einige FB Spieler wieder fit melden und mit von der Partie sein.

    Jedenfalls freue ich mich riesig auf das Spiel gegen die Eintracht, es ist für einen FB Anhänger auch sehr interessant zu sehen wie wir sportlich mit einer guten Bundesliga Mannschaft mithalten können, hoffentlich wird das eine Partie auf Augenhöhe, wo wir in den 90 Spielminuten auch mal das ein oder andere Ausrufezeichen setzen und positive Werbung für den türkischen Vereinsfussball in Europa betreiben können, da das Renommee des türkischen Fussballs dank Senol Günes und Kollegen durch die vielen peinlichen Misserfolge der türkischen NM in letzter Zeit ganz schön ramponiert wurde.

  4. 12. September 2021 um 21:11 —

    Ich kann mir die Spiele gegen die Anadolu Mannschaften nicht mehr geben. Die gegnerischen Spieler bleiben bei jedem Zweikampf für 2-5 Minuten am Boden liegen und das ist nicht nur heute so, sondern JEDES Spiel!

    Hoffentlich wird dieses Konzept durchgeführt, wo man genaue 60 Minuten Spielzeit hat, indem bei Trink-, Verletztungs- und Auswechslungspausen immer Die Zeit gestoppt wird. Ich denke dadurch würde man nicht mehr dieses ewige rumgeheule am Boden ertragen müssen. Ach ja und dann gebe es zumindest nicht mehr 8 Minuten Nachspielzeit. Aber schwierig umzusetzen.

    Das Spiel fasse ich kurz zusammen:
    -Gut gespielt, aber der letzte Pass zum Stürmer fehlt immer wieder
    -Abwehr war solide, wobei die Linke Seite echt schwach aus sah (bevor Szalai kam)
    -Gümüskaya = Mhy in jung
    -Irfan = Balon
    -Rossi echt stark. Viel Potential!

    Ich bin froh, wenn Ferdi und Pelkas wieder dabei sind. Das Team wird noch viel besser als denn je.

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