Fenerbahce

Fenerbahce: Abstiegskampf statt Meisterrennen

Nach 15 Spieltagen in der Spor Toto Süper Lig weist Fenerbahce mit 14 Zählern weniger als einen Punkt pro Spiel auf. Die Tordifferenz steht bei minus acht und anstatt um den 20. Meistertitel der Vereinsgeschichte zu kämpfen, belegt der Klub aus Kadiköy mit Rang 16 einen Abstiegsplatz. Nur eins der letzten zehn Ligaspiele konnten die Gelb-Marineblauen gewinnen. Dafür kassierte Fenerbahce vier Niederlagen und kam fünf Mal nicht über ein Unentschieden hinaus, was einen Punktverlust von 22 Zählern bedeutet. Außerdem konnte der 19-malige türkische Meister keins der letzten fünf Auswärtsspiele für sich entscheiden (2U, 3N). Auf fremden Platz sprang in den letzten zehn Partien lediglich ein Erfolg heraus.

Koc bestraft Team – Koeman ratlos

Als Strafe für die enttäuschenden Leistungen musste das Team mit dem Bus von Akhisar nach Istanbul zurückreisen und durfte nicht mit dem Flieger zurückkehren. Dies ordnete FB-Präsident Ali Koc an, der zudem auch die freien Tage der Mannschaft strich. Interimstrainer Erwin Koeman rang nach der klaren 0:3-Pleite (zum Spielbericht) nach Erklärungen: „Wir waren eigentlich gut ins Spiel gestartet und hatten in den ersten 20 Minuten zwei, drei gute Chancen. Aber wir konnten diese nicht nutzen. Nach dem Gegentreffer hatten wir erneut große Schwierigkeiten. Das ist mittlerweile ein dauerhaftes Problem geworden. Der Gegner hatte danach das Spiel im Griff, während wir nicht viel im Spiel kreieren konnten. Ich betrachte die Dinge normalerweise immer positiv, aber im Moment ist es sehr schwer für uns, Spiele zu gewinnen.“

Arslan: „Sind eine Einheit geworden“

Pokalsieger Teleset Mobilya Akhisarspor avanciert derweil immer mehr zum Angstgegner von Fenerbahce. Seit dem letzten Jahr gelang es der Truppe von Trainer Cihat Arslan die Istanbuler in vier verschiedenen Stadien zu besiegen (Manisa 19. Mai, Ülker-Stadion, Diyarbakir-Stadion (Pokalfinale), Akhisar-Stadion). Entsprechend stolz war der 48-jährige Übungsleiter auf seine Schützlinge: „Manchmal braucht man auch Glück im Fußball. Das hatten wir heute. Wir haben es geschafft, eine Einheit zu werden. Diese familiäre Atmosphäre im Team spornt uns noch mehr an. Wir denken aktuell nicht an Transfers, sondern konzentrieren uns komplett auf die ausstehenden Spiele der Hinrunde. Teams wie Fenerbahce, Galatasaray und Besiktas sind die Lokomotiven des türkischen Fußballs. Sie verdienen unseren Respekt“, so der Coach des Supercup-Siegers.


Vorheriger Beitrag

Fenerbahce rutscht tiefer in die Krise!

Nächster Beitrag

Medipol Basaksehir baut Vorsprung aus - Kasimpasa geht unter