Fenerbahce

Doch keine Sex-Partys: Ex-Fenerbahce-Spieler Andre Santos beschuldigt Aziz Yildirim!

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an Andre Santos. Der heute 36-jährige Ex-Fußballer spielte zwischen 2009 und 2011 bei Fenerbahce und feierte mit den Gelb-Marineblauen den Gewinn der Meisterschaft (2011) und des Supercups (2010). Die “Kanarienvögel” überwiesen für die Dienste des Linksverteidigers sechs Millionen Euro an Corinthians Sao Paulo. In Istanbul lief er für den 19-maligen Meister 78 Mal auf und konnte durch 17 Treffer und vier Assists überzeugen. Nach zwei Spielzeiten verließ er die Türkei Richtung FC Arsenal London. Die “Gunners” ließen sich den Brasilianer sieben Millionen Euro kosten. Auf der Insel hatte er mit mehreren Verletzungen zu kämpfen, so dass er sich nach 1,5 Jahren und 33 Spielen mit nur drei Toren verabschiedete und in seine brasilianische Heimat zurückkehrte. Nach einem zwischenzeitlichen Abenteuer in Indien verschlug es ihn im Sommer 2016 zurück in die Türkei. Diesmal allerdings zum Zweitligisten Boluspor, wo er innerhalb kürzester Zeit zum Kapitän ernannt wurde. Im Norden der Türkei lief er 59 Mal auf und kämpfte vergeblich um den Aufstieg (16 Tore und sieben Vorlagen).

Andre Santos: „Wir haben keine Sex-Partys veranstaltet“

Der 25-malige Nationalspieler der “Seleção” war aber nicht nur aufgrund seiner guten Leistungen im Fokus der Medien. Besonders ein Ereignis hatte für viel Aufsehen in der Öffentlichkeit gesorgt. Ende 2009 erschütterte eine Meldung die Schlagzeilen in der ganzen Fußballwelt. Die damaligen Fenerbahce-Spieler um Fabio Bilica, Gökcek Vederson, Colin Kazim Richards und Santos seien in Sex-Partys mit Handschellen verwickelt gewesen. Gerüchten zufolge veranstalteten die vier Fußballer mehrmals solche Feiern. Richards und Santos wären nach einer dieser durchzechten Nächte mit dem Auto fast ums Leben gekommen. Letztendlich wurden sie dann vom Hotelpersonal gemeldet. Jahre später bezog Santos nun Stellung dazu. Es gab anscheinend gar keine Sex-Partys. Das verriet Santos nun den brasilianischen Medien in einem Interview: „Es war nur eine Geburtstagsparty von unserem Mitspieler Diego Lugano, die zwei Wochen vor dem Derby gegen Galatasaray stattfand. Wir haben eine Location gemietet und haben ausgiebig mit VIP-Gästen gefeiert. Um 01:30 Uhr habe ich mit Roberto Carlos zusammen die Location verlassen.“

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„Präsident Aziz Yildirim hat uns erpresst“

Santos ging aber noch weiter und beschuldigte seinen Ex-Präsidenten Aziz Yildirim. Der Geschäftsmann soll die Spieler mit Bildern bedroht haben: „Der Präsident hatte in der ganzen Stadt seine Männer. Man könnte sagen, dass er die Stadt teilweise kontrolliert hat. Als wir im Hotel waren, hat ein Mitarbeiter von uns und den Gästen Fotos gemacht und sie an Yildirim geschickt. Der Präsident hat uns dann damit erpresst, dass er die ganzen Bilder veröffentlichen würde, falls wir das Derby nicht gewinnen sollten.“ Fenerbahce hatte das besagte Derby dann tatsächlich mit 3:1 für sich entscheiden können. Aber die Schlagzeilen um wilde Sex-Partys tauchten trotzdem in der Presse auf.

Santos wollte Titel – Arsenal nicht

Zuletzt sprach der Confederations-Cup-Sieger von 2009 auch über seine Zeit in der englischen Hauptstadt London, wo ihm die Einstellung seine Ex-Klubs Arsenal nicht so wirklich gefiel: „Ich habe zwar bei Arsenal keine Titel feiern können, war aber glücklich. Ich habe sowohl sehr gut gelebt als auch sehr hart trainiert. Leider musste ich feststellen, dass Arsenal keinen wirklichen Siegeswillen hatte. Ich wollte unbedingt einen Pokalgewinn feiern, aber Arsenal verfolgte nicht solch ein Ziel. Sie haben um ehrlich zu sein nur gespielt, weil man es halt musste. Nach Niederlagen war man zum Beispiel trotzdem richtig fröhlich im Mannschaftsbus. Es war so als würde man im Büro arbeiten. Man kam, verrichtete seine Arbeit und ging dann wieder.“

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M. Cihad Kökten

M. Cihad Kökten

4 Kommentare

  1. Avatar
    28. November 2019 um 14:49 —

    Jeder kennt Aziz Yildirim. Aber Andre Santos soll mir kein Qautsch erzählen. Ich kann unsere Jungs von damals, vor allem Santos und Colin Kazim Richards kann ich sehr gut einschätzen. Das sind Menschen die gerne feiern gehen und es krachen lassen und die auch Fremdgehen würden. Das traue ich denen zu.

    Aber ich finde das ist Privatsache. Zwar hat man als Fußballer seine Pflichten zu erfüllen und man steht unter Beobachtung der Öffentlichkeit, aber Privatleben ist Privatleben.

    Was geht es uns an mit wem wer Sex gehabt hat ? Lan bize ne.
    Wenn ein Fußballer jede Woche eine neue Blondine poppt, dann ist das sein Leben. Punkt aus fertig.

    Nur sollte man Privatleben und Berufsleben sorgfältig von einander trennen.

  2. Avatar
    28. November 2019 um 11:21 —

    Was für ein Ehrenmann dieser Aziz Yildirim….

  3. Avatar
    28. November 2019 um 10:44 —

    Aziz Yildirim hat über viele Menschen (Sex)Gerüchte in Umlauf gesetzt, dabei hat er selber keine so hohen moralischen und ethischen Grundsätze.

    Ich meine, wenn ein Mann wie Aziz Yildirim mit einer halb so alten Frau im Alter seiner Tochter verheiratet ist und mit ihr Kinder zeugt, dann ist er der letzte der über das Sex oder Liebesleben andere Leute lästern sollte oder?

    So ein perfides Verhalten von Aziz Yildirim finde ich persönlich absolut heuchlerisch, da er auf der selben (Sex)Welle surft.

    Übrigens gilt das selbe auch für Ersun Yanal, der m.M.n. auch keine allzu großen moralischen und ethischen Grundsätze hat, wenn er mit fast 60 Jahren eine Mitzwanziger heiratet.

    Da diese Leute nur Sex mit jungen Frauen im Kopf haben, sind sie weder als Präsidenten noch als Trainer bei FB zu gebrauchen, agir mi oldu? 😉

  4. Avatar
    27. November 2019 um 22:05 —

    Kann mir jetzt kein genaues Bild über die Lage. Aziz Yildirim und Erpressung das kann ich mir vorstellen. Der Typ sollte irgendwann wann bei 007 spielen. Damit hätte man ein echten Bösewicht in einem Film. Koc sollte sich mal auch überleben, ob er Yanal erpressen soll damit man wieder Meister wird.

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