Trabzonspor

Das neue Jahr tut Trabzonspor nicht gut!

Während Trabzonspor die Hinrunde noch mit einem 4:1-Sieg über Caykur Rizespor auf dem zweiten Tabellenplatz beendete, sieht es beim Schwarzmeerklub seit dem Jahreswechsel nicht mehr so prickelnd aus. Die Anhänger wagten kurzzeitig Größeres zu erträumen, denn mit einem Sieg über Tabellenprimus Medipol Basaksehir zum Rückrundenstart hätte man bis auf drei Punkte rankommen können. Aber mit acht Punkten aus sieben Begegnungen im Jahr 2019 liegt man mittlerweile 17 Punkte hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter. Hinzu kam noch das Pokal-Aus im Viertelfinale gegen Ümraniyespor. Im Montagsspiel bei Kasimpasa wusste man schließlich eine 2:0-Halbzeitführung nicht zu verteidigen und musste sich durch den Last-Minute-Gegentreffer mit einem 2:2-Remis zufriedengeben.

Ünal Karaman enttäuscht

Nach der Partie war Trabzon-Coach Ünal Karaman keineswegs zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Karaman sprach sogar von einem Mentalitätsproblem. „Es sieht so aus, als ob wir viel gelaufen wären, aber die Spielqualität war unterste Schublade. Wir haben wieder einmal mit einem Elfmeter zu einem ungünstigen Zeitpunkt das Spiel aus der Hand gegeben. Nichts war heute so, wie ich es gerne haben wollte. Ich denke, dass es neben der physischen Belastung auch ein Einstellungsproblem gibt. Nichtsdestotrotz sind wir Trabzonspor und müssen das Spiel schon vorher entscheiden. Ich bin enttäuscht, dass dieses Spiel so zu Ende gegangen ist. Ich hätte nicht gedacht, dass uns die Müdigkeit so sehr beeinflussen würde“, so Karaman.

Nwakaeme-Doppelpack reicht nicht zum Sieg

Wenigstens gibt es einen Akteur in den Reihen Trabzonspors, der in den letzten Auswärtsspielen überzeugen konnte. Anthony Nwakaeme verhalf seinen Teamkollegen durch einen Doppelpack zu einer 2:0-Halbzeitführung, welche jedoch am Ende des Tages nur einen Punkt erbrachte. Somit hat der 29-jährige Nigerianer in den vergangenen vier Auftritten in der Ferne zwei Tore und zwei Vorlagen beisteuern können. Im Post Match-Interview trauerte der Angreifer ähnlich wie sein Cheftrainer dem vergebenen Sieg hinterher: „Ich bin zwar glücklich über meine Treffer, aber wenn das Ergebnis nicht stimmt hilft es wenig. Fußball ist nun mal leider so. Wir hätten das Spiel nach dem 2:0 viel besser gestalten müssen, um die drei Punkte mitzunehmen. Manchmal klappt es nicht am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.“

„Kasimpasa wird zu alter Stärke finden!“

Aufgrund von Magenkrämpfen und einem zu hohen Blutdruck wurde in der Halbzeitpause Kasimpasas Cheftrainer Mustafa Denizli ins Krankenhaus eingeliefert. Der 69-Jährige sprach nach seinem Krankenhausaufenthalt bezüglich seines Gesundheitszustandes und versicherte, dass alles in Ordnung sei und er vorsichtshalber das Spital aufgesucht habe. Aus diesem Grund nahm nach der Begegnung sein Assistenzcoach Sarp Yigit an der Presskonferenz teil und blickte nach dem ersten Punktgewinn in der Rückrunde voller Hoffnung in die Zukunft. „Wir wollten heute mindestens einen Punkt holen und sind froh die Negativserie der letzten Wochen beendet zu haben. Wir hätten unsere Aufholjagd sogar mit einem Sieg schmücken können. Ich denke, dass wir den Sieg eher verpasst haben als Trabzonspor. Durch diesen einen Punkt wird Kasimpasa zu alter Stärke zurückfinden. Ich hoffe, dass wir in den kommenden Wochen wieder unser ganzes Können auf dem Feld abrufen können. Diesen einen Punkt widmen wir natürlich unserem Chefcoach Mustafa Denizli“, so Yigit.

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