Süper Lig

Coronavirus: Ungewissheit belastet Süper Lig-Teams

Der Coronavirus erschüttert im Moment die gesamte Menschheit und somit auch die Türkei. Auch die Fußballwelt ist von der Pandemie stark betroffen. Die türkischen Profiklubs trainieren seit mehreren Tagen nicht mehr und tun sich in der aktuellen Lage schwer, den Fokus auf den Sport zu setzen. Auch wenn sich die Spieler nach vorgegebenen Trainingsplänen in den eigenen vier Wänden fit halten, sind diese Einheiten nicht mit dem Mannschaftstraining gleichzusetzen. Die Ungewissheit für die nächsten Wochen bedrückt unter anderem BtcTurk Yeni Malatyaspor-Chefcoach Hikmet Karaman: „Hin und wieder werden die Trainingseinheiten der Spieler per Video an den Trainerstab gesendet. Wir schauen uns diese natürlich intensiv an. Allerdings denke ich nicht, dass aktuell irgendjemand primär an den Fußball denkt. Sobald der Verband uns einen Terminplan für die Wiederaufnahme der Liga vorgibt, müssten wir umgehend mit dem Mannschaftstraining beginnen.“ Am Ende des Tages wisse niemand, was morgen geschiehe. Jedoch gehe das Leben weiter.

Karaman: „Wir müssen uns an die Behörden richten“

Zudem sensibilisiert der erfahrene Lehrmeister für das Befolgen der Anweisungen, die von den Behörden ausgegeben werden: „Der Slogan ‚Bleib zuhause‘ ist sehr zutreffend. Es ist sehr wichtig, dass man frühzeitig die infizierten Patienten ausfindig macht und diese in der Zwischenzeit nicht den Virus verbreiten. Deshalb sind wir dazu verpflichtet, den Kontakt zu unserer Außenwelt auf ein Minimum zu herunterzufahren. Jeder trägt in der Hinsicht eine gewisse Verantwortung und muss auf die Vorgaben durch die zuständigen Ämter achten“, so Karaman. Letztendlich gehe man momentan durch Zeiten, die vor allem innerhalb der Gesellschaft ein hohes Maß an Zusammenhalt und gegenseitiger Motivation erfordern.

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Calimbay: „Lasst uns die Spiele in Antalya bestreiten“

Unter anderem beschäftigen sich derweil Verband, Mannschaften und Fans mit der Frage, wie es mit dem Ligabetrieb weitergeht. Demir Grup Sivasspor-Trainer Riza Calimbay hat eine Lösung parat: „Mein Vorschlag ist, dass wir die ausstehenden Begegnungen allesamt ab dem 15. Mai in Antalya bestreiten. Dort kann jedes Team isoliert die Vorbereitungen in Trainingslagern aufnehmen. Zusätzlich würde allen lange Flüge und Busfahrten erspart bleiben.“ Die Option, die Partien mit Fans zu bestreiten, hält der 57-Jährige aktuell für unmöglich. In seiner Zeit daheim schaue sich Calimbay viele Filme an und lese verschiedene Bücher. Ein Großteil der Spieler befinde sich in Sivas und man stehe täglich im Austausch: „An solchen Tagen müssen die Trainer ihren Kickern Zuversicht geben und mental unterstützen. Da unsere Anlage groß ist, haben die Spieler die Gelegenheit, dort separat und mit großem Abstand zu trainieren. Ihre Kleidung bringen sie von zuhause mit“, so Calimbay.

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Hüseyin Yilmaz

Hüseyin Yilmaz

Wirtschaftswissenschaftler, Freier Sportjournalist, Kosmopolit, Hürriyet Gücer-Fan und Spor Toto Süper Lig-Liebhaber