Besiktas arbeitet in der Winter-Transferperiode parallel an zwei Baustellen: Im Mittelfeld suchen die Schwarz-Weißen nach einer Alternative, nachdem es mit Salih Özcan keine Einigung gab. Gleichzeitig steht der erste Deal der Transferphase kurz bevor – und zwar in der Abwehr, wo Emmanuel Agbadou als Wunschlösung in den Fokus gerückt ist.
Özcan-Deal platzt: „Ich setze meine Karriere in Dortmund fort“
Die Suche nach einem neuen Mittelfeldspieler führte Besiktas zunächst zu Salih Özcan. Doch nachdem keine Einigung erzielt werden konnte, schwenkten die Verantwortlichen um. Özcan, der bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, machte seine Haltung zudem öffentlich deutlich. Er erklärte in einem Beitrag in den sozialen Medien: „Ich setze meine Karriere als Vertragsspieler von Dortmund fort.“
Neuer Fokus: Kristjan Asllani – erster Kontakt soll positiv gewesen sein
Laut Sabah steht nun Kristjan Asllani auf der Agenda von Besiktas. Der albanische Mittelfeldspieler spielt aktuell auf Leihbasis beim FC Turin, die Transferrechte liegen jedoch bei Inter Mailand. In dem Bericht heißt es, dass der 23-Jährige in Turin nicht das gewünschte Umfeld gefunden habe und deshalb auf der Suche nach einem neuen Klub sei.
Als weitere Interessenten werden Genoa 1893 CFC und FC Girona genannt. Gleichzeitig soll sich Besiktas bereits über die finanziellen Rahmenbedingungen informiert haben – und der Spieler soll einem Wechsel nach Istanbul positiv gegenüberstehen. Damit könnte Asllani schnell zu einer konkreten Option werden, falls die Gespräche in den nächsten Tagen weiter voranschreiten.
Asllanis Weg: Von Empoli zu Inter – 15,7 Millionen Euro Ablöse
Kristjan Asllani stammt aus der Jugend vom FC Empoli und wechselte 2022 zunächst auf Leihbasis zu Inter Mailand. Ein Jahr später folgte der feste Transfer für eine Ablösesumme von 15,7 Millionen Euro. Für den Klub aus Mailand absolvierte er 99 Spiele mit vier Toren und fünf Vorlagen. In dieser Saison kam Asllani für „Torino“ auf 16 Einsätze, blieb dabei jedoch ohne direkten Beitrag zum Torergebnis.
Erster Wintertransfer vor dem Abschluss: Agbadou-Deal mit Wolverhampton
Parallel zur Mittelfeldsuche rückt bei Besiktas der erste Abschluss der Winter-Transferperiode näher. Laut Foot Mercato haben sich Besiktas und die Wolverhampton Wanderers auf einen Transfer von Emmanuel Agbadou geeinigt. Zuvor hatten die Schwarz-Weißen demnach auch Thilo Kehrer vom AS Monaco und Tosin Adarabioyo vom FC Chelsea London auf dem Zettel, doch nun stehen die Verhandlungen um Agbadou kurz vor der finalen Einigung.
Transfergebühr: 11,5 Millionen Euro – nur noch Details offen
Die Ablöse für Emmanuel Agbadou soll bei 11,5 Millionen Euro liegen. Zuvor waren laut Bericht zwei Angebote von Besiktas abgelehnt worden, nun müssen nur noch einige Details geklärt werden, damit der Transfer endgültig abgeschlossen werden kann. Für Besiktas wäre es der erste Schritt, um den Kader nach den Abgängen in der Winterpause gezielt zu stabilisieren.
Agbadous Stationen: Reims, Eupen und mehr – in Wolverhampton 16 Einsätze
Emmanuel Agbadou wechselte zu Saisonbeginn von Reims zu Wolverhampton. Zuvor spielte er unter anderem für Eupen, FC San Pedro und US Monastir. In der laufenden Spielzeit kam der Verteidiger bei Wolverhampton auf 16 Spiele, ohne dabei ein Tor oder eine Vorlage zu verbuchen. Genau hier setzt Besiktas an: Mit Agbadou soll die Defensive sofort mehr Stabilität bekommen.



3 Kommentare
Mittlerweile bin ich echt gelangweilt, jeden Tag fallen neue Namen angeblicher Transferziele. Ich wäre froh, wenn wir davon auch mal endlich jemanden eintüten würden. Der Kader wurde ziemlich verschlankt was ich gut finde, da Spieler weggeschickt wurden, die aus sportlicher Hinsicht keinen Mehrwert für uns haben. Der Kader ist jedoch sehr dünn geworden, was zwangsläufig dazu führt, dass wir unbedingt noch 3-4 Transfers benötigen. Auf jeden Fall müssen wir auf der TW-Position sowie in der Verteidigung nachlegen.
Ich finde es auch ziemlich ätzend mit den ganzen Transfergerüchten und keinerlei Ergebnissen.
Das ist aber nun mal türkische Presse!
Dennoch sollten wir alle mal den Ball flach halten.
Wir vergleichen uns hier teilweise mit Gala und Fener, was auch im Grundsatz richtig ist. Fakt ist, die beiden anderen spielen nun mal in einem europäischen Turnier mit. Daher benötigen die einen viel viel breiteren Kader.
Auch finde ich deren Transferpolitik nicht wirklich geil. Die holen super Spieler für unheimlich viel Geld. Ohne jeglichen Erfolg in den europäischen Turnieren werden denen die Kosten durch die Decke fliegen. Sehr gewagt!
Zurück zu uns: Wir verkaufen derzeit einige Spieler zu relativ guten Kursen. Wenn ein lustloser Rafa auch noch geht, sparen wir uns sein Gehalt.
Wichtig ist, dass wir mit dem bereits bestehenden Kader ( ggf. 1-2 Transfers) die Saison so gut wie möglich beenden und uns einen Platz in der EuroLeague sichern.
Mit den ganzen Ersparnissen und Einnahmen, kann man dann durchdachter und effizienter die Kadergestaltung im nächsten Jahr planen.
Von daher bitte ich drum, keine Nottransfers zu tätigen, sondern überlegte und langfristige. Auch sollte man sich von der Fangemeinde nicht unter Druck setzen lassen.
Unser Volk ist fussballfanatisch, aber die Mehrheit hat einfach keine Ahnung von Fußball und Business.
Auf jeden Fall stimme ich dir zu, dass wir uns was die Ablösen betrifft gar nicht auf das Wettrüsten von GS & FB einlassen sollen. Die Summen die da teilweise gezahlt werden haben keinerlei seriöse Grundlage! Auch bin ich, nach den ganzen Floptransfers der letzten Jahre, gegen Nottransfers. Ein Transfer soll das Ziel haben, die Mannschaft langfristig zu verbessern. Aber fakt ist auch, dass alles andere als Platz 3/4 (4 nur, weil Trabzon mittlerweile auch sehr gute Arbeit geleistet hat) mit diesem Kader eine Enttäuschung wäre. Wir müssen in die Breite investieren, gestern saßen wieder ein Haufen Jugendspieler auf der Bank, damit bist du nicht konkurrenzfähig! Deswegen: 2-3 zielgerichtete Transfers, um die Lücken zu schließen, Abschluss auf Platz 3/4, Teilnahme international sichern und dann auch performen.