Statistisches Feuerwerk im Toyota Center: Alperen Sengün erklimmt historischen NBA-Gipfel
Die amerikanische Basketball (NBA) ist um eine historische Bestmarke reicher, und im Zentrum steht ein junger Türke, der die Liga im Sturm erobert. Alperen Sengün hat sich trotz einer bitteren Niederlage seiner Houston Rockets gegen die Los Angeles Lakers endgültig in den Geschichtsbüchern verewigt. In einem dramatischen Spiel, das die Rockets knapp mit 108:112 verloren, lieferte der 23-jährige Basketballnationalspieler eine Leistung ab, die statistisch in bisher ungekannte Sphären vordrang. Sengün führte sein Team mit überragenden 33 Punkten, 16 Rebounds, sechs Assists und drei Steals an. Damit ist er nun der drittschnellste Spieler in der gesamten NBA-Historie, der die markanten Marken von 200 Punkten, 100 Rebounds und 50 Assists erreicht hat – ein Damm, den er in gerade einmal 10 Playoff-Spielen durchbrach.
Dramatik pur in Houston: LeBron James kontert Rockets-Offensive
Trotz der individuellen Gala von Alperen Sengün jubelten am Ende die Gäste aus Kalifornien. Die Los Angeles Lakers bewiesen in der entscheidenden Phase des Spiels Nervenstärke aus Stahl. Noch 25 Sekunden vor dem Ende lagen die Lakers im Toyota Center mit 95:101 zurück, ehe Marcus Smart mit Freiwürfen und LeBron James mit einem Dreierwurf die Verlängerung erzwangen. Der mittlerweile 41-jährige James lieferte eine fast schon unmenschliche Energieleistung ab: In Abwesenheit von Luka Doncic und Austin Reaves stand der „King“ unglaubliche 45 Minuten und vier Sekunden auf dem Parkett und steuerte 29 Punkte sowie 13 Rebounds zum Sieg bei. Unterstützung erhielt er von Rui Hachimura mit 22 Punkten und Marcus Smart, der ein Double-Double aus 21 Punkten und zehn Assists verbuchte.
Playoff-Aus rückt näher: Houston mit dem Rücken zur Wand
Für Alperen Sengün und seine Mitstreiter wie Amen Thompson, der 26 Punkte und elf Rebounds beisteuerte, sowie Jabari Smith Jr. mit 24 Punkten, fühlt sich dieser historische Abend dennoch wie eine Niederlage auf ganzer Linie an. Nach dem 0:3-Rückstand in der Best-of-Seven-Serie gegen die Lakers stehen die Rockets vor dem unmittelbaren Saisonende. In der gesamten Geschichte der NBA konnte bisher kein Team einen solchen Rückstand in den Playoffs noch drehen. Bei einer weiteren Niederlage wäre das Playoff-Aus besiegelt. „Bei einer weiteren Niederlage ist die Saison für den 23-Jährigen und sein Team beendet“, verdeutlicht die prekäre Situation der Texaner nach diesem nervenaufreibenden Kampf.
Eine Saison der Superlative: Sengüns Weg zum All-Star
Unabhängig vom Ausgang der Serie bleibt die aktuelle Spielzeit für Alperen Sengün ein persönlicher Triumphzug. Nach seiner zweiten All-Star-Nominierung blickt er auf eine reguläre Saison zurück, in der er in 72 Spielen – allesamt als Starter – durchschnittlich 33,3 Minuten absolvierte. Dabei kam er auf beeindruckende 20,4 Punkte, 8,9 Rebounds und 6,2 Assists pro Partie. Seine Effizienz ist mit einer Wurfquote von 51,9 Prozent aus dem Feld ebenso bemerkenswert wie seine defensive Präsenz mit 1,2 Steals und 1,1 Blocks. 69,1 Prozent von der Freiwurflinie und 30,5 Prozent jenseits der Dreierlinie komplettieren das sportliche Bild. In den bisherigen drei Playoff-Partien konnte er sein Niveau sogar nochmals steigern und liefert durchschnittlich 24,0 Punkte, 11,7 Rebounds sowie 5,7 Assists ab. Dennoch scheint die individuelle Brillanz des türkischen Nationalspielers gegen das abgezockte Starensemble der Lakers in diesem Jahr nicht auszureichen.


