Einblicke eines Legionärs: Alexander Nübel verzweifelt am Verkehr und schwärmt vor Hoffenheim-Duell
Der deutsche Torhüter Alexander Nübel, den Besiktas in der vergangenen Sommertransferperiode vom FC Bayern München verpflichtet hat, hat sich ausführlich zu seinen ersten Eindrücken in der Türkei geäußert. Der Schlussmann sprach über seine täglichen Sprachlektionen, die Herausforderungen des Lebens in der Millionenmetropole Istanbul sowie das anstehende Auswärtsspiel in Deutschland gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Zudem äußerte sich der erfahrene Rückhalt zu seinen Ambitionen bezüglich der deutschen Nationalmannschaft.
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Ehrgeizige Sprachroutine im Trainingszentrum
Um sich möglichst schnell im neuen Umfeld einzuleben, arbeitet der Keeper akribisch an seinen Sprachkenntnissen. In einem Gespräch mit dem deutschen Fernsehsender RTL schilderte der Torwart seinen festen Tagesablauf und sein Engagement beim Spracherwerb. Nübel erklärte: „Ich versuche, jeden Tag mindestens 20 Minuten zu lernen. Meine Routine sieht normalerweise so aus: Ich fahre zum Training, frühstücke und setze mich anschließend noch einmal für 20 Minuten hin, um Türkisch zu lernen. Ich komme immer etwas früher, vor allem, um ein bisschen Ruhe zu haben. Dann lerne ich dort. Zu Hause verbringe ich weniger Zeit damit, im Trainingszentrum dagegen mehr.“

Metropolen-Verkehr als große Geduldsprobe
Neben der neuen Sprache stellt vor allem die Infrastruktur der türkischen Großstadt eine Umstellung für den Profi dar. Der Torwart berichtete schmunzelnd über seine ersten Erfahrungen am Steuer in der Küstenstadt. Nübel betonte: „Der Verkehr ist verrückt. Am Anfang bin ich selbst Auto gefahren. Damals waren noch Schulferien, deshalb war das kein Problem. Jetzt sind die Ferien vorbei und man merkt den Verkehr wirklich. Es ist sehr schwierig.“

Entspannte Haltung zum DFB-Team und Lob für Jürgen Klopp
Trotz des Wechsels ins Ausland verliert der Schlussmann die Vertretung des eigenen Landes nicht aus den Augen, bleibt bezüglich einer Nominierung aber gelassen. Nübel unterstrich: „Jeder, der spielt, hofft natürlich darauf, wieder zum Kader zu gehören. Ich bin völlig entspannt und konzentriere mich auf meine Aufgaben bei Besiktas. Wir werden sehen, was im November passiert.“
Gleichzeitig fand der Torhüter lobende Worte für den Einfluss von Jürgen Klopp im nationalen Umfeld. Nübel führte aus: „Er vermittelt jedem Spieler ein positives Gefühl. Das war gerade am Anfang enorm wichtig. Ich glaube, dass die Mannschaft immer enger zusammenwächst und sein Einfluss noch deutlicher spürbar werden wird. Das wird auch die Begeisterung der Menschen für die Nationalmannschaft wiederbeleben.“

Vorfreude auf das Wiedersehen mit Oliver Baumann gegen Hoffenheim
Am Donnerstag steht für Besiktas das Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim auf dem Programm. Für den Keeper ist die Partie mit einem ganz besonderen Wiedersehen verbunden. Nübel blickte voller Vorfreude auf das Aufeinandertreffen mit Hoffenheims Routinier Oliver Baumann und betonte: „Wir haben in diesem Sommer viel Zeit miteinander verbracht und waren auch zuvor bei vielen Lehrgängen gemeinsam dabei. Außerdem haben wir schon gegeneinander gespielt. Ich freue mich darauf, Olli wiederzusehen. Es wird ein interessantes Spiel.“
Abschließend rechnet der Schlussmann mit lautstarker Unterstützung aus der Heimat und einer besonderen Kulisse im Stadion. Nübel erklärte schmunzelnd: „Viele unserer Fans werden aus Deutschland anreisen. Ich bin gespannt, ob es sich eher für Hoffenheim oder für uns wie ein Heimspiel anfühlen wird.“



