Trabzonspor

Trabzonspor bereit für Meisterfeier – Adana Demirspor spricht von skandalösem Elfer


Trabzonspor gewann nicht nur das Auswärtsspiel bei Adana Demirspor (3:1). Die Bordeauxrot-Blauen sind auch nur noch einen einzigen Punkt vom Gewinn der türkischen Meisterschaft entfernt. Damit wird offiziell auch die 38-jährige Durststrecke in der Süper Lig für den Schwarzmeer-Klub enden, der sich auf den siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte vorbereitet. Trainer Abdullah Avci schürte die Vorfreude der Fans nach der Begegnung weiter: „34 Spieltage sind beendet und wir haben einen Spielstandard erreicht, der uns bis hierhin gebracht hat. Genau zur richtigen Zeit haben wir die zwei Treffer zum 2:0 markiert. Es war ein Sieg in einem Finalspiel. Uns reichten vier Punkte und drei Zähler haben wir jetzt geholt. Diesen Erfolg widmen wir unseren Anhängern. Jetzt fehlt nicht mehr viel. Wir bereiten uns auf eine Feier am kommenden Wochenende vor. Ich danke meinen Spielern und der Vereinsgemeinde. Es liegt Trabzonspor in den Genen, seine Ziele zu erreichen. Es ist ein großartiges Jahr. Die Fans sollen diese Zeit genießen, denn es gibt einen oder mehrere Titel zu gewinnen. Hoffentlich können wir Antalyaspor schlagen und mit einem Sieg die Meisterschaft perfekt machen. Nuri Sahin leistet hervorragende Arbeit in Antalya. Scheinbar hat er zuletzt von einer Dreier- auf eine Viererkette umgestellt. Wir werden sehen, was auf uns zukommt. Es wird ein taktisch anspruchsvolles Spiel, in dem auch viel Leidenschaft und Wille dabei sein wird.“


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Montella geht hart mit den Schiedsrichtern ins Gericht

Auf der Gegenseite zeigte Adanas Chefcoach Vincenzo Montella völliges Unverständnis, was die Schiedsrichterleistung betrifft. Zu Zeiten des Videoassistenten solch einen Elfmeter zu pfeifen, sei ein Skandal: „Seit zehn Jahren bin ich nun Trainer und habe mich zu den Referees grundsätzlich nie geäußert oder gegen Entscheidungen protestiert. Aber seitdem ich in der Türkei bin, muss ich schon zum zweiten Mal offen Kritik aussprechen. In meiner 30-jährigen Karriere im Fußball habe ich noch nie unmittelbar zu Spielbeginn so einen Elfer gesehen, der direkt das Spielgeschehen und den weiteren Verlauf beeinflusst. Das Lustige beziehungsweise das Ironische an der Sache ist, dass dies zu Zeiten des VAR passiert. Es ist unmöglich, beim Einsatz des VAR so einen Elfmeter zu geben. Darum möchte ich sagen, dass ich eine extrem große Enttäuschung erlebe. Es gibt im türkischen Fußball in keinster Weise ein funktionierendes System. Und das beeinflusst auch die Zuschauer enorm negativ. Wichtiger als zu schauen, ob es überhaupt in Ordnung war, den Strafstoß zu wiederholen, ist der Umstand, dass der Elfer gar nicht erst gegeben werden durfte. Witziger war es dann, als nach dem 2:0 plötzlich Fouls gepfiffen wurden, die zuvor nicht geahndet wurden. Wenn man diese Dinge sieht, kann man nichts als böswillige, berechnende Absicht daraus schließen.“

Weitere Stimmen

Djaniny Semedo (ST, Trabzonspor): „Wir wussten, dass es hier in Adana ein schweres Spiel werden wird. Unser Gegner spielt guten Fußball und es war klar, dass es nicht leicht wird hier zu bestehen. Als wir in die Partie gingen, hatten wir nur die drei Punkte im Kopf.“

Dorukhan Toköz (ZM, Trabzonspor): „Noch ist es nicht vorbei. Vor uns liegen noch vier Spiele. Wir wollen nicht nur einen Punkt, sondern möchten alle verbliebenen Spiele gewinnen. Hoffentlich können wir kommende Woche die Meisterschaft perfekt machen. Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt. Wir beabsichtigen unseren Fokus weiter beizubehalten, denn es fehlt nicht mehr viel. Generell hat mich mein Trainer als Rechtsverteidiger oder als Mittelfeldspieler eingesetzt. Heute war ich Innenverteidiger. Nach der Verletzung von Peres wechselte ich notgedrungen wieder auf die rechte Verteidigerposition. Da ich diese Position ohnehin kenne, war ich gut vorbereitet.“

Andreas Cornelius (ST, Trabzonspor): „Natürlich sind wir sehr glücklich. Für die Meisterschaft haben wir diese Punkte gebraucht. Wir wollen dieses Ziel so schnell wie möglich erreichen.“

Murat Sancak (Präsident, Adana Demirspor): „Wäre ich im Stadion gewesen, hätte ich drei Fernseher zerstört. Leider konnte ich dies nicht tun, da ich gesperrt bin. Ich bitte die Besiktas-Anhänger um Verzeihung. Die gesamte Türkei hat ein Theaterstück gesehen. Was soll ich jetzt sagen, sie warten eh darauf, mir eine weitere Strafe aufzuerlegen. Die Dinge, die zu sagen waren, sind gesagt worden. Aber niemandes Recht wird irgendjemandem überlassen. Es wurde versucht, unsere Fans zu provozieren, aber unsere Anhänger haben einen kühlen Kopf bewahrt. So blieb ihnen ihr Versuch im Hals stecken. Sie haben ihr Ziel nicht erreicht. Die betroffenen Personen wissen genau, wer gemeint ist. Am Ende des Tages wird hoffentlich alles gut. Ich gratuliere meinen Spielern für ihren Einsatz, den sie mit Würde und trotz aller Ausfälle gezeigt haben.“





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