Süper Lig

Acht Regeländerungen: Karten für Trainer – Spielunterbrechung bei Schiedsrichterberührung

Die neue Saison bringt eine Reihe von Regeländerungen für die Süper Lig mit sich. Jaap Uilenberg vom internationalen Fußball-Ausschuss (IFAB) unterrichtete die Vertreter des türkischen Schiedsrichterausschusses (MHK) wenige Tage vor dem Saisonstart in einem Seminar über die neuen Regeln, die ab sofort greifen werden. GazeteFutbol fasst alle neuen Regeländerungen zusammen.

  1. Bei Ballkontakt mit dem Schiedsrichter – Spielunterbrechung

Bisher wurde es als „normaler Spielverlauf“ betrachtet, wenn der Ball den Unparteiischen im Spiel berührte. Folglich wurde die Partie ohne Pfiff oder Unterbrechung einfach fortgesetzt. Von nun an wird es bei einem Ballkontakt mit dem Referee zu einer Spielunterbrechung kommen. Danach wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball wieder freigegeben. Zur Erinnerung: 1986 prallte ein Schuss im Spiel zwischen Besiktas und Ankaragücü von Schiri Ahmet Akcay ab und landete anschließend im Tor der Istanbuler. Nach dieser Szene zählte die bisherige Regelung stolze 33 Jahre.

  1. Abstoß und Strafraumregelung

Bis jetzt musste der Ball beim Abstoß den Strafraum verlassen, bevor Mitspieler das Spielgerät aufnehmen und weiterspielen konnten. Doch mit der Spielzeit 2019/20 ändert sich auch diese Regel. Ab jetzt müssen die Spieler nicht mehr warten, dass der Ball beim Abstoß den Sechzehner verlässt.

  1. Tor wird bei jeder Handberührung aberkannt

Jeder Treffer, dem direkt oder indirekt, absichtlich oder unabsichtlich ein Handspiel vorangeht, wird ab diesem Zeitpunkt aberkannt. Jedoch ist natürlich ganz genau die Position der Hand (bzw. des Arms) entscheidend. Es wird genau kontrolliert, ob die Hände/Arme über Schulterniveau oder vom Körper abgespreizt sind.

  1. Verbot sich beim Elfmeter zu bewegen

Auch die Ausführung des Strafstoßes hat sich einer Wandlung vollzogen. Demnach ist es ab diesem Augenblick den Torhüter nicht länger gestattet, sich vor der Ausführung des Elfers auf der Linie zu bewegen. Damit will man verhindern, dass die Hintermänner die Elferschützen zu stark mit ihren Bewegungen irritieren. Auch Sprünge nach vorne sind nicht erlaubt und führen zur Wiederholung des Elfmeters.

  1. Verlassen des Feldes bei Auswechslungen

Spieler müssen nicht länger zum vierten Unparteiischen laufen und dort nach einer Auswechslung das Spielfeld verlassen. Von nun an dürfen alle Spieler von jedem Punkt des Platzes das Spielfeld verlassen, so lange der Schiedsrichter keine anders begründete Entscheidung trifft.

  1. Hoch-/Schiedsrichter-Ball

Sollte es zu Schiedsrichter-Bällen im Spiel kommen, sind nicht länger beide Mannschaften im Wettstreit um den Ball involviert. Die Mannschaft, die zuletzt den Ball gespielt hat, erhält vom Referee das Leder zugeworfen. Dabei müssen die gegnerischen Spieler vier Meter Abstand zum Unparteiischen halten. So kann das andere Team das Spiel an der Stelle fortsetzen, wo das Spiel unterbrochen wurde.

  1. Gelbe/Rote Karten für Trainer

Eine weitere Änderung betrifft die Trainer. Bisher war es so, dass nur die Spieler Gelbe und Rote Karten im Spielverlauf und danach sehen konnten. Doch ab jetzt müssen auch die Coaches aufpassen, nicht verwarnt zu werden. Denn auch sie können nun mit Gelben und Roten Karten bestraft werden.

  1. Mauer beim Freistoß

Es ist den gegnerischen Spielern nicht länger erlaubt, sich zwischen die gegnerischen Spieler zu schmuggeln, die bei einem Freistoß eine Mauer stellen. Die gegnerischen Spieler müssen sich mindestens einen Meter von der Mauer entfernt positionieren.

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

Co-Owner/Chefredaktion GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion

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