Die Frage, ob Nicolo Zaniolo nach der Saison zu Galatasaray zurückkehren wird, beschäftigt weiterhin viele Beobachter. Der Offensivspieler, der seine Karriere derzeit auf Leihbasis bei Udinese Calcio fortsetzt, hat sich nun selbst zu seinen Plänen geäußert und dabei eine klare Tendenz erkennen lassen. Gleichzeitig läuft bei Galatasaray bereits die Vorbereitung auf das nächste wichtige Ligaspiel gegen RAMS Basaksehir, bei dem Okan Buruk offenbar nur behutsam rotieren will.
Zaniolo nennt seine Priorität für die kommende Zeit
Im Gespräch mit La Gazzetta dello Sport sprach Zaniolo nicht nur über seine aktuelle Situation, sondern auch über seine sportlichen Ziele. Besonders deutlich wurde er beim Thema italienische Nationalmannschaft. „Ich träume vom Trikot der italienischen Nationalmannschaft, ich tue alles, was ich kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn Gattuso mich anrufen würde, aber wenn er nicht anruft, werde ich weiter dafür arbeiten“, sagte der 26-Jährige.
Damit machte Zaniolo deutlich, dass sein Fokus im Moment klar auf Leistung, Konstanz und einer Rückkehr auf die große Bühne liegt. Die Nationalmannschaft bleibt für ihn ein zentrales Ziel, und seine aktuelle Phase bei Udinese soll dafür die Grundlage schaffen.
Lob für Mourinho und klare Worte zur eigenen Zukunft
Auch über Jose Mourinho, mit dem er in Rom zusammenarbeitete, sprach Zaniolo mit spürbarer Wertschätzung. „Maestro. Er schafft alles perfekt, sowohl auf als auch neben dem Spielfeld. Und er ist ein sehr angenehmer Mensch. Ich kann das fühlen“, erklärte der Italiener.
Noch interessanter war allerdings seine Aussage zur Zukunft auf Klubebene. Zwar endet seine Leihphase und formal würde damit zunächst die Rückkehr zu Galatasaray anstehen. Inhaltlich klingt es jedoch nicht danach, als wolle Zaniolo diesen Weg tatsächlich einschlagen.
„Ich hatte eine tolle Zeit in Galatasaray und habe im Derby gegen Fenerbahce zwei Tore geschossen, was auf dem Weg zur Meisterschaft eine wichtige Rolle gespielt hat. Aber jetzt ist mein Kopf nur hier. Ich will einfach nur hier bleiben. Ich fühle mich sicher, wertgeschätzt und als Teil eines Projekts“, sagte Zaniolo.
Diese Aussagen lassen kaum Spielraum für Interpretationen. Zaniolo würdigt seine Zeit in Istanbul, stellt aber zugleich klar, dass er seine sportliche Zukunft aktuell bei Udinese sieht. Eine Rückkehr zu Galatasaray ist damit zumindest aus Sicht des Spielers momentan kein bevorzugtes Szenario.
Seine Zahlen bei Udinese untermauern die Entwicklung
Auch statistisch kann Zaniolo auf eine ordentliche Saison verweisen. In insgesamt 26 Spielen für Udinese erzielte er sechs Tore und bereitete vier Treffer vor. Diese Werte erklären, warum er sich in seinem aktuellen Umfeld bestätigt fühlt und warum er seinen Weg dort gern fortsetzen würde.
Für Galatasaray ist die Personalie damit trotzdem relevant. Der Klub muss sich mit der Frage beschäftigen, wie mit einem Spieler umzugehen ist, der vertraglich zurückkehrt, dessen sportliche Perspektive aber offenbar in eine andere Richtung zeigt.
Galatasaray richtet den Blick auf Basaksehir
Während rund um Zaniolo die Zukunftsfrage diskutiert wird, liegt der volle Fokus bei Galatasaray auf dem Alltag in Meisterschaft und Europa. Nach dem 1:0-Sieg gegen Liverpool im RAMS Park in der UEFA Champions League richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf das nächste Ligaspiel gegen Basaksehir.
Trainer Okan Buruk soll seine Startelf für die Partie bereits weitgehend festgelegt haben. Dabei deutet vieles darauf hin, dass er im Vergleich zu früheren Spielen keine große Rotation vornehmen wird. Offenbar soll der Fehler aus dem Konyaspor-Spiel nicht wiederholt werden. Statt vieler Wechsel setzt der Trainerstab diesmal eher auf Stabilität und eine eingespielte Achse.
Okan Buruk plant nur gezielte Anpassungen
Nach den Informationen von TRT Spor werden Abdülkerim Bardakci und Leroy Sane nicht zur Verfügung stehen. Im Tor soll Ugurcan Cakir beginnen. In der Abwehr sind rechts Roland Sallai und links Eren Elmali vorgesehen, während im Zentrum Davinson Sanchez gemeinsam mit Wilfried Singo verteidigen soll.
Im Mittelfeld wird es dagegen zumindest eine auffällige Veränderung geben. Mario Lemina soll zunächst auf der Bank Platz nehmen, während Lucas Torreira im Zentrum von Ilkay Gündogan begleitet werden soll. Auf den Flügeln sind Baris Alper Yilmaz und Noa Lang eingeplant, auf der Zehnerposition Yunus Akgün. Im Sturmzentrum soll erneut Victor Osimhen auflaufen.
Zwischen Zukunftsfragen und Titelkampf
Damit treffen bei Galatasaray derzeit zwei Ebenen aufeinander. Einerseits geht es um strategische Personalfragen wie die Zukunft von Zaniolo. Andererseits befindet sich die Mannschaft in einer Phase, in der jedes Spiel unmittelbare sportliche Bedeutung hat.
Zaniolos Aussagen sprechen klar dafür, dass er seine nächste Saison lieber in Italien als in Istanbul verbringen möchte. Für Galatasaray dürfte der Fall damit in den kommenden Wochen vor allem wirtschaftlich und sportlich bewertet werden. Parallel dazu zählt für Buruk und seine Mannschaft jedoch vor allem eines: die starke Form nach dem Liverpool-Sieg in die Liga zu übertragen und gegen Basaksehir den nächsten wichtigen Schritt zu machen.

