Die UEFA hat einen Vorstoß aus der Premier League zur Erweiterung der Champions-League-Kader vorerst gestoppt. Englische Klubs hatten angeregt, die Kadergröße auf 28 Spieler anzuheben. Nach den vorliegenden Informationen fand der Vorschlag jedoch keine ausreichende Unterstützung.
Vorstoß aus England scheitert zunächst
Wie The Guardian berichtet, hatten die Klubs aus der englischen Liga vorgeschlagen, die Kader für die Champions League zu vergrößern. Das Thema wurde demnach im vergangenen Monat im UEFA-Klubwettbewerbsausschuss behandelt.
Zu einer endgültigen Weiterleitung kam es aber nicht. Der Vorschlag wurde nicht auf die Tagesordnung des UEFA-Exekutivkomitees gesetzt, das vor dem Europa-League-Finale am 20. Mai in Istanbul tagen soll (mehr zum Endspiel am Bosporus).
Widerstand aus Spanien verhindert Konsens
Entscheidend war offenbar der fehlende Konsens innerhalb des Ausschusses. Dem Bericht zufolge äußerten insbesondere Vertreter spanischer Vereine Bedenken gegen den Antrag der englischen Klubs.
Im Kern geht es um die Sorge, dass Teams aus der Premier League ihre größere finanzielle Schlagkraft nutzen könnten, um noch breiter und stärker besetzte Kader aufzubauen. Genau dieser Punkt soll maßgeblich dazu beigetragen haben, dass keine gemeinsame Linie gefunden wurde.
Neue Prüfung erst vor dem nächsten Rechtezyklus denkbar
Ganz abgeschlossen ist das Thema damit offenbar noch nicht. Dem Bericht zufolge könnte die bestehende Kaderregelung, die vor rund 20 Jahren eingeführt wurde, vor der Saison 2027/28 erneut überprüft werden.
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt, denn dann beginnt der nächste vierjährige Zyklus der UEFA-Übertragungsrechte. Eine Neubewertung im Zusammenhang mit diesem Einschnitt erscheint daher naheliegend.
Englische Klubs waren sportlich stark vertreten
Die Diskussion über größere Kader fällt in eine Saison, in der die englischen Vertreter in der Champions League besonders präsent waren. Alle sechs Premier-League-Klubs erreichten das Achtelfinale.
Bis ins Viertelfinale schafften es allerdings nur der FC Arsenal London und FC Liverpool. Die sportliche Bilanz zeigt damit zwar die Breite der Liga, liefert aber zugleich ein gemischtes Bild mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf.


