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Home»Türkei & Legionäre»Türkei-Gegner Schweiz: Die „Goldene Generation“, ein kunterbunter Mix mit viel Bundesliga-Flair
Türkei & Legionäre 19. Juni 2021

Türkei-Gegner Schweiz: Die „Goldene Generation“, ein kunterbunter Mix mit viel Bundesliga-Flair

Von M. Cihad Kökten24 Minuten Lesezeit
EM 2020 EURO 2020 Schweiz Türkei
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Foto: IHA

Ob das letzte Gruppenspiel am morgigen Sonntagabend (Anpfiff 18:00 Uhr) für die Türkei noch eine wichtige Rolle spielt, wird sich erst nach dem Ende der Gruppenphase zeigen. GazeteFutbol blickt trotz den ernüchternden Auftritten der Türken auf den dritten und damit letzten Gruppengegner in der Gruppe A: Die Schweiz.

Die „Goldene Generation“ enttäuscht bislang

Beim Weltranglisten 13. ist die Erwartungshaltung in der Heimat so groß wie noch nie zuvor. Viele Medienanstalten bezeichnen den Kader, der mit zwölf Bundesliga-Akteuren bestückt ist, als die „Goldene Generation“. Bisher konnte sie das bei der EURO 2020 allerdings noch nicht unter Beweis stellen. Nach einem 1:1-Remis gegen Wales, wo man in der ersten Hälfte das bessere Team war, folgte eine 0:3-Pleite gegen Favorit Italien. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen ist man weit hinter den Erwartungen geblieben. Ein Sieg gegen die Türkei würde die Schweizer aber wohl trotzdem in die nächste Runde bringen. Egal ob als Gruppenzweiter oder als einer der vier besten Gruppendritten. In der aktuellen Verfassung der Türken sollte das durchaus möglich sein.

Viel Bundesliga-Flair im Kader

Wenn man auf die Startformation blickt, dann spielen die „Eidgenossen“ zumeist in einem 3-4-3 beziehungsweise 3-5-2. Vor dem Turnier hatten sich bereits viele internationale Journalisten Gedanken über die Aufstellung gemacht und siehe da: Chefcoach Vladimir Petkovic hat in den ersten beiden Gruppenspielen genau auf diese Spieler vertraut. Gleich mit fünf Bundesliga-Akteuren um Manuel Akanji (Borussia Dortmund), Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg), Yann Sommer, Nico Elvedi und Breel Embolo (Borussia Mönchengladbach) und fünf weiteren Ex-Deutschland-Legionären um Fabian Schär (Newcastle United), Ricardo Rodriguez (FC Turin), Xherdan Shaqiri (FC Liverpool), Haris Seferovic (Benfica Lissabon) und Granit Xhaka (FC Arsenal London) in der Anfangsformation, haben die Schweizer viel Bundesliga-Flair in ihren Reihen. Xhaka, der die Truppe als Kapitän anführt, ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der „Nati“. Er bestimmt die Geschwindigkeit des Spiels und bremst auch mal gerne ab, wenn seine Teamkollegen eine Verschnaufpause brauchen. Um den Spielstil zu erklären, könnte man von einem Zusammenspiel zwischen Ballbesitz und Umschaltspiel sprechen. Allerdings ist die Auswahl so flexibel, dass sie sich auch den Umständen entsprechend anzupassen weiß.

Ein kunterbunter Mix 

2015 schrieb die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“, dass einem Teil der Fans die Identifikation mit dem Team schwerfalle. Auch bezeichneten viele die Nationalmannschaft als einen „Balkangraben“, der intern das Team in zwei Lager spalte. Der 57-jährige Übungsleiter Petkovic verneinte dies damals, sprach aber mehreren Medienberichten zufolge das Problem innerhalb des Teams an. Einmal soll er Puzzlestücke an alle Spieler verteilt haben, um ihnen zu zeigen, dass sie nur gemeinsam etwas erreichen können. Mittlerweile wird dieser kunterbunte Mix der Spieler als Vorteil angesehen – dank den kreativen Lösungen des Headcoachs. Auf der einen Seite gibt es mit Xhaka (Albanien), Seferovic und Becir Omeragic (beide Bosnien-Herzegowina), Shaqiri (Kosovo), Admir Mehmedi (Nordmazedonien) und Mario Gavranovic (Kroatien) die sogenannte Balkan-Gang. Eine weitere große Gruppierung sind die Afrikanischstämmigen um Embolo, Yvon Mvogo (beide Kamerun), Akanji (Nigeria), Denis Zakaria, Mbabu, Jordan Lotomba (alle Demokratische Republik Kongo) und Djibril Sow (Senegal). Zudem bringen Eray Cömert (Türkei), Loris Benito (Spanien), Rodriguez (Chile), Ruben Vargas (Dominikanische Republik) und Edmilson Fernandes (Portugal) noch weitere kulturelle Hintergründe mit.

Mini-Fazit: Weiterkommen wäre keine Überraschung

Vor der EM hat die Schweiz in der UEFA Nations League gegen Top-Mannschaften wie Spanien und Deutschland jeweils einen Punkt ergattern können. An einem guten Tag sind sie sicherlich in der Lage es auch mit den großen Mannschaften aufzunehmen. Gegen Italien hat das im letzten Gruppenspiel allerdings nicht so geklappt. Viel wichtiger ist die Form der Stützen der Mannschaft um Xhaka, Seferovic und Shaqiri. Beim Letzteren reichten es in dieser Saison nur zu 22 Einsätzen (819 Minuten) beim FC Liverpool, in denen er lediglich einen Treffer und vier Assists beisteuern konnte. Der einstige Bayern-Profi ist aktuell nicht in seiner besten Verfassung. Wie die Schweizer Presse berichtet, würden ihm und Xhaka einige Experten eine Denkpause gegen die Türken verpassen wollen. Auch Top-Torschütze Seferovic, der in Portugal mit wettbewerbsübergreifend 26 Toren eine erfolgreiche Saison durchlebte, ist noch nicht so richtig bei der Europameisterschaft angekommen. Gegen die Türkei wollen es die Schweizer aber wissen und den ersten Sieg einfahren, um die nächste Runde zu erreichen. Beide Teams werden um die drei Punkte kämpfen, denn ein Remis würde beiden Kontrahenten nichts nutzen.

Die mögliche Startformation

Sommer – Akanji, Schär, Elvedi – Rodriguez, Xhaka, Freuler, Mbabu – Shaqiri, Embolo, Seferovic


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2 Kommentare

  1. arifaga (Besiktas) Am 20. Juni 2021 12:01

    Ein paar hätte ich noch ausgetauscht:

    Ridvan für Mert
    Dorukhan für Okay
    Ozan für Merih (Merih ist besser war in den ersten beiden Spielen aber sehr unglücklich – der ist verunsichert)
    Abdülkadir für Cengis (wobei der noch einer der auffälligsten in den ersten beiden Spielen war)
    Und Kerem für Halil (der war die ersten Spiele nur eingewechselt hat jeweils nur ein Faul beigetragen)

    Natürlich ist das Wunschdenken – aufgestellt wird wie in der türkischen Nationalität üblich nach anderen Kriterien…. Aber so hätte ich es versucht – dann kann man wenigstens sagen, tja alles versucht hat halt nicht gereicht. Aber wenn jetzt wieder dasselbe Gerüst aufläuft wie in den ersten beiden, dann steht’s Ergebnis fest – ich fand die Schweiz übrigens stärker als Wales.

  2. Bursalıburak Am 20. Juni 2021 5:53

    Folgende Spieler dürfen auf keinen Fall spielen heute.
    Ozan Tufan
    Irfan Can Kahveci
    Burak Yilmaz
    Yusuf Yazici
    Kenan Karaman

    Mir wird ein Ei platzen wenn ich eines von diesen Arschlöchern heute in der Start 11 sehe.

    So würde ich heute aufstellen.

    —————-Günok—————-
    -Zeki—-Caglar—-Merih—-Mert-
    —————–Okay—————–
    ———-Orkun—Taylan———–
    —–Cengiz—-Enes—–Halil——-

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