„Ernsthafte Angebote“: Dogan und Tekke nennen die Dimension
Bei Trabzonspor sind die Transfergerüchte in eine neue Größenordnung gerückt. Präsident Ertugrul Dogan sprach von „ernsthaften Angeboten“, Trainer Fatih Tekke nannte öffentlich die Marke von „60 Millionen Euro“. Im Umfeld des Klubs wurde anschließend über ein Gesamtpaket von 64 Millionen Euro diskutiert, verteilt auf drei zentrale Namen im Kader. Die Botschaft aus der Vereinsführung: Es geht nicht um schnelle Verkäufe, sondern um eine klare strategische Linie.
Drei Angebote, ein klares Signal: Oulai, Batagov und Augusto
Die Summen beziehen sich auf Christ Inao Oulai, Arseniy Batagov und Felipe Augusto. Nach Informationen der türkischen Tageszeitung Sabah sollen die Verantwortlichen die Offerten zunächst nicht weiterverfolgt haben. Das wird intern als Statement verstanden: Leistungsträger sollen im sportlichen Projekt gehalten werden, solange die Bedingungen nicht außergewöhnlich werden. Gleichzeitig bleibt die Tür nicht komplett zu – bei passenden Strukturen und einer spürbaren Erhöhung kann sich die Bewertung verändern.
Oulai: Lille und Atalanta mit großer Zahl
Das größte Einzelthema betrifft Christ Inao Oulai. Im Raum stehen Interessen vom OSC Lille und Atalanta Bergamo mit einem Paket um 30 Millionen Euro inklusive Boni. Im Trainerteam ist die Erwartung, dass Oulai sportlich noch einmal zulegen und seinen Marktwert weiter steigern kann. Genau diese Einschätzung erklärt, warum ein frühes Ja trotz hoher Zahl nicht als Automatismus gilt.
Batagov: Benfica und ein englischer Klub – 20 bis 22 Millionen Euro
Bei Arseniy Batagov werden zwei Größen genannt: Benfica Lissabon und ein nicht genannter Klub aus England. Im Raum stehen Offerten über 20 Millionen Euro sowie 22 Millionen Euro, wobei der Klub zunächst auf Ablehnung gesetzt haben soll. Entscheidend ist jedoch der Nachsatz: Sollte die Summe steigen, kann eine Neubewertung folgen. Batagov ist damit nicht nur sportlich wichtig, sondern auch ein potenzieller Schlüssel für ein Rekordgeschäft.
Augusto: Arabische Offerten mit Bonus-Modell
Für Felipe Augusto sollen zwei Vorschläge eines arabischen Klubs vorliegen: einmal 9 Millionen Euro und einmal 9 Millionen Euro plus 3 Millionen Euro an Zusatzzahlungen. Im Verein wird offenbar damit gerechnet, dass sich diese Zahl in weiteren Gesprächen nach oben bewegen könnte. Genau solche Bonus-Modelle sind oft der Hebel, um die Entscheidung zu kippen. Bis dahin bleibt die Linie jedoch: Erst verkaufen, wenn der sportliche und wirtschaftliche Gesamtwert wirklich passt.
Benfica bleibt dran: Batagov könnte historisch teuer werden
Parallel dazu verdichten sich die Spekulationen um eine Benfica-Offensive bei Arseniy Batagov. Ukrainische Medien berichteten laut Sport, dass Benfica unter Trainer Jose Mourinho eng am 23-jährigen Verteidiger dran sei und den Deal vorantreiben wolle. Ein möglicher Preis von 20 Millionen Euro wird als Marke genannt, Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, der Kontakt zwischen den Klubs aber dauerhaft. Sollte es tatsächlich zu einem Abschluss in dieser Größenordnung kommen, würde Batagov in die Liste der größten Verkäufe des Klubs aufrücken – direkt hinter Ugurcan Cakir.
Warum Trabzonspor jetzt hart bleibt
Das Muster ist klar: Trabzonspor will nicht von Angeboten getrieben werden, sondern selbst die Taktung bestimmen. Die Ablehnung beziehungsweise das Zögern wird als Schutzmechanismus für die Saisonziele verstanden, während gleichzeitig der Marktwert der Spieler weiter wachsen kann. Gerade bei jungen, gefragten Profilen kann ein halbes Jahr sportlicher Stabilität den nächsten Preissprung auslösen. Deshalb gilt aktuell: Erst wenn die Zahlen wirklich „unwiderstehlich“ werden, kommt Bewegung in die Akte.


