Galatasaray

Token-Relaunch: Galatasaray begibt sich in die Kryptowelt

Galatasaray bringt in Zusammenarbeit mit “socios.com” einen eigenen Token auf den Markt und steigt somit in die Welt der Kryptowährungen ein.

Kryptowährungen als verpasste Chance

Viele Menschen sehen die Kryptowährungen als die verpasste Chance, um mit einem geringen Einsatz einen Millionenbetrag herauszuholen. So erfreut sich beispielsweise die bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin, seit ihrer Entwicklung großer Beliebtheit. Im Januar 2009 veröffentlicht und anfangs für weniger als einen Cent verkauft, hat die Krptowährung mittlerweile einen Wert von über 10.000 Dollar (Stand September 2019). Auch für die türkischen Klubs hätte ein Investment – natürlich verbunden mit gewissen Risiken – Wunder bewirkt. Hätten die Gelb-Roten im Jahr 2011 ihr Transferdefizit in Höhe von 8,6 Millionen Euro beispielsweise in den Bitcoin investiert, hätten die Coins des amtierenden Meisters nun einen Gesamtwert in Höhe von rund 4 Milliarden Euro. Genug Geld, um alle Schulden zu tilgen und im Punkt Eigenkapital weltweit jeden anderen Verein abzuhängen. Doch dies bleibt weiterhin nur ein Gedankenexperiment. 

Doch was sind Kryptowährungen und Token genau?

Bei Kryptowährungen handelt es sich um Währungen in digitaler Form. Durch bestimmte kryptographische Verschlüsselungen versprechen die Entwickler teils komplette Anonymität, aber auch Unabhängigkeit. Denn die Kryptowährungen arbeiten dezentral. Das heißt, dass kein Staat und keine Bank Einfluss auf diese Währung hat und die Nutzer das Grundgerüst der so genannten Coins mit ihrer Rechenleistung aufrechterhalten. Mit Kryptowährungen kann wie mit anderen Währungen gehandelt und bezahlt werden, jedoch handelt es sich bisher um kein staatlich anerkanntes Bezahlmittel. 

Coins stellen die digitalen Münzen einer Kryptowährung dar, bei Token gibt es einen Unterschied. Während der Bitcoin und der Litecoin beispielsweise je eine eigene dezentrale Datenbank, die Blockchain, nutzen und dementsprechend eigene Coins besitzen, bauen Token auf der Blockchain einer bereits bestehenden Kryptowährung auf. Galatasaray wird also keine eigene Kryptowährung auf den Markt bringen, sondern mit einem Token die bereits existierende Blockchain einer anderen Kryptowährung nutzen. Einen bestimmten Prozentanteil veräußern die Unternehmen schließlich an die Nutzer und arbeiten mit dem erhaltenen Geld weiter an ihrem Projekt. Der Nutzer kriegt neben der dazugehörigen Wirkung auch weitere Benefits wie beispielsweise einem Mitspracherecht am Unternehmen. Während es vor einigen Jahren noch etwas komplizierter war, Coins zu kaufen, geht dies heute über Anbieter wie Litebit, Coinbase und co. ganz leicht. 

Was bringt der Galatasaray-Token dem Käufer? 

Und genau um dieses Mitspracherecht geht es bei Galatasaray und dem geplanten Token. Denn bei der Zusammenarbeit mit socios.com erhält jeder Nutzer, der den Token von Galatasaray kauft, ein Mitspracherecht bei verschiedenen Angelegenheiten. So können die Verantwortlichen des Rekordmeisters unter anderem den Rat der eigenen Anhänger in Anspruch nehmen, wenn es um bestimmte Entscheidungen geht. Je mehr Token jemand besitzt, umso größer ist der Einfluss seiner Entscheidung. Ähnlich wie bei einem börsennotierten Unternehmen hat man damit ab einem gewissen Anteil an Token ein ordentliches Mitspracherecht, allerdings besitzt man keinen Anteil am kompletten Unternehmen. Um ein zu großes Mitspracherecht eines einzelnen Besitzers zu verhindern, werden die Gelb-Roten zudem ein Limit für die Anzahl an Token setzen, die man erwerben kann. Zuvor haben neben West Ham United bereits Paris Saint-Germain, der AS Rom und Juventus Turin eine Partnerschaft mit socios.com verkündet.

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Burak Aras

Burak Aras

4 Kommentare

  1. Avatar
    17. September 2019 um 23:54

    Ich kenne persönlich nur “Kryptonier” wie Superman oder Supergirl, die habe ich übrigens auch schon mal nackt gesehen, aber hier will ich aus Jugendschutzgründen nicht ins Detail gehen.

    Aber was zum Geier sind den Kryptowährungen? Soviel ich weiss ist der Planet Krypton schon lange explodiert, jedenfalls wurde mir das in meiner Kindheit in der Schule so beigebracht.

    Wenn es also keinen Planeten Krypton mehr gibt, wie kann es dann noch Kryptowährungen geben? Ich meine ist denn die Währung damals nicht mit dem Planeten mitexplodiert?

    Dieses Geld auf der Welt ist ja wirklich eine üble Sache, anscheiend wird es immer noch Geld geben, wenn die Menschen schon lange ausgestorben sind, das ist anscheinend die Moral aus dieser Geschichte oder?

  2. Avatar
    17. September 2019 um 17:25

    Also mit Zahlen und Währungen und und und komme ich wirklich gut zu Recht…
    Aber das mit den Kryptowährungen habe ich nie wirklich verstanden..

    Also, ist doch eigentlich wie die Börse? Ich investiere nun und kann nach 1-2 Jahren verkaufen oder weiter behalten?

    Gibt es denn Probleme wenn ich es auszahlen will, bzw. wer ist derjenige, der es auszahlt ?

  3. Avatar
    17. September 2019 um 16:19

    @Gazatefutbol:

    Machen Sie das Extra, dass Sie das Wort Kryptowelt und den Verein galatasaray nebeneinandern bringen :-))) HAHAHA

    Oder haben Sie sich auch mit der Thematik vertraut gemacht, die ich früher und auch jetzt sehr oft angesprochen habe 🙂