„Ich fühle mich in der Türkei zu Haus““: Tedesco über seinen Start
Domenico Tedesco sagte, er sei in der Türkei glücklich und formulierte ein deutliches Ankommen-Gefühl: „Ich fühle mich in der Türkei zu Hause.“ Obwohl er seit fünfeinhalb Monaten im Amt sei, habe er den Eindruck, bereits sehr lange Teil dieses Umfelds zu sein. „Ich bin sehr glücklich, Teil des türkischen Fußballs zu sein“, sagte er und ordnete auch die Ligadynamik ein: Nicht jedes Team spiele gleich, jeder Trainer habe eine spezifische Idee, und die Atmosphäre in den Stadien verdiene ein Kompliment.
Vertrauen im Stab: Murat Göle als Schlusselfigur im Alltag
Innerhalb des Trainerteams hob Tedesco die Bedeutung von Murat Göle hervor. „Unser intelligenter Coach Murat Göle war mir gegenüber zunächst etwas schüchtern“, schilderte er und betonte dann den Ansatz der Zusammenarbeit: Er habe klar gemacht, dass er Entscheidungen gemeinsam besprechen wolle und dessen Meinung brauche. „Wir sind sehr gut zwischen uns. Er ist eine sehr wichtige Person“, sagte Tedesco.
Rückblick auf turbulente Wochen: Präsidentenwechsel und Wahrnehmung der Liga
Der Coach beschrieb, dass sich kurz nach seinem Amtsantritt der Präsident geändert habe und er die Bedeutung dieses Einschnitts möglicherweise unterschätzte. Er verwies zudem auf Spiele, in denen viel gepasst werde und sich das Geschehen wie „Ping-Pong“ anfühlen konne. Solche Partien gebe es nicht nur in der Türkei, sondern auch in anderen Landern, sagte er. Gleichzeitig lobte er die Arbeit gegnerischer Teams, auch im türkischen Pokal gegen Erst- und Zweitligisten, und betonte: Entscheidend sei die Qualität, aber eben auch die unterschiedliche Spielweise, die aus den Ideen der Trainer entstehe.
Respekt fur Vörganger und ein klares Bild vom Kader
Tedesco sagte, er habe kein schlechtes Team übernommen: „Als ich ankam, war nicht alles schlecht, egal wer Trainer war.“ Er unterstrich, dass er Jose Mourinho respektiere und nur das bewerte, was er sehe. Zentral sei die gemeinsame Arbeit im Klub: Fenerbahce sei „ein großer Verein“, emotional und stark, und man brauche gute Menschen um sich herum. Er lobte sein Personal, den Teamstab sowie die Zusammenarbeit mit Präsident und Sportdirektor. „Es geht nicht nur mir so“, sagte er und machte damit den Teamgedanken zum Leitmotiv.
Stürmer-Debatte: „Reden wir uber die Spieler, die wir haben“
In der Diskussion um den Mittelstumer legte Domenico Tedesco den Fokus auf vorhandene Optionen und nahm Druck aus der Debatte. „Talisca, Cherif und Kerem Aktürkoglu können Mittelstürmer spielen. Ich mache mir keine Sorgen“, sagte er und erganztе, dass es in den letzten vier Monaten Zeiten gegeben habe, in denen nicht alle Stürmer gleichzeitig verfügbar waren. Er nannte zudem die Möglichkeit, dass Marco Asensio als „Fasche 9“ agieren kann, und schloss mit einer klaren Botschaft: „Kommt auf uns an. Wir werden es tun. Ich möchte sagen, reden wir uber die Spieler, die wir haben.“
Wintertransfer und Kante: „Keine Zwei-Mann-Show“
Der Trainer machte deutlich, dass die Wintertransferphase kompliziert sei, weil viele Spieler nicht auf dem Markt sind. Dennoch sagte er: „Wir haben sehr gute Arbeit geleistet.“ Besonders hob er die interne Abstimmung bei der Bewegung rund um N Golo Kante hervor und betonte: Das sei keine „Zwei-Mann-Show“ gewesen, sondern Ergebnis gemeinsamer Arbeit im Klub. Gleichzeitig beschrieb er seine Aufgabe als anspruchsvoll, weil er täglich die Energie der Kabine spüre und die Balance im Team finden müsse. „Ich muss immer das Gleichgewicht finden“, sagte er.
„Erste Bombe aus Brasilien“: Pedro Ferreira auf dem Radar
Nach dem Ende der Winter-Transferphase tauchte ein neuer Name auf: Pedro Ferreira vom FC Sao Paulo. Der 18-jährige Mittelfeldspieler, der aus der eigenen Ausbildung stammt, werde von europäischen Vereinen beobachtet, und auch Fenerbahce werde in diesem Zusammenhang genannt. Laut einem brasilianischen Pressebericht bei UOL stehe der Spieler zudem bei Ajax Amsterdam auf der Agenda, während Fenerbahce als Klub mit dem größten Interesse beschrieben wird. Ein offizielles Angebot werde für die Sommer-Transferperiode erwartet, heiszt es.
Pedro Ferreira besitzt bei Sao Paulo einen Vertrag bis 2029. In insgesamt 33 Spielen für Sao Paulo verzeichnete er ein Tor und vier Assists.
Veto bei inländischen Optionen: Enes Ünal und Deniz Gül im Fokus
Im Umfeld der letzten Tage der Winter-Transferperiode wurde berichtet, dass Fenerbahce zwei türkische Optionen fur die Torjäger-Position geprüft habe, jedoch ohne Freigabe des Trainers. Hintergrund sei gewesen, dass nach dem Verkauf von Youssef En-Nesyri an Al-Ittihad Club und dem erwarteten Abschluss von Jhon Duran zu Zenit St. Petersburg die Auswahl im Angriff diskutiert wurde. Genannt wurden Enes Ünal vom AFC Bournemouth und Deniz Gül vom FC Porto, doch es hieß, Domenico Tedesco habe bei beiden Namen sein Veto eingelegt, sodass die Initiative nicht umgesetzt wurde.
Enes Ünal kam in dieser Saison in zwölf Spielen auf 145 Minuten und erzielte ein Tor. Deniz Gül verzeichnete in 25 Spielen und 710 Minuten vier Tore sowie einen Assist.
Blick auf Montag: Kante und Cherif als Optionen fur die Startelf
Fenerbahce bereitet sich auf das nächste Ligaspiel am Montag, 9. Februar, gegen Genclerbirligi vor. In diesem Zusammenhang wird berichtet, dass die neuen Transfers N Golo Kante und Sidiki Cherif vor ihrem ersten Einsatz stehen könnten. Es heißt, Kante habe kein Konditionsdefizit und könne bei einer entsprechenden Entscheidung des Trainerteams in der Startelf beginnen, während Matteo Guendouzi an seiner Seite im Zentrum vorgesehen sein soll.
Bei Sidiki Cherif wurde eine Behandlung am Knöchel erwähnt, er könne aber wieder mit dem Team trainieren. Für den Fall, dass Cherif nicht 90 Minuten durchspielen kann, wurde zudem genannt, dass Anderson Talisca in der vordersten Rolle einspringen könnte. Die letzte Entscheidung darüber liege beim Trainerteam um Domenico Tedesco.



Ein Kommentar
Heute kann Fenerbahce mit einem Sieg den Punkterückstand auf den amtierenden Meister bzw. Rekordmeister auf drei Punkte verkürzen.