Ein turbulenter Start – wie die Saison ins Rollen kam
Die Trendyol Süper Lig-Saison 2025/26 begann sportlich mit einem klaren Signal: Galatasaray siegte auswärts bei Gaziantep FK mit 3:0. Hinter den Kulissen setzte jedoch rasch der bekannte Trainerverschleiß ein. Innerhalb von rund zwei Monaten wechselten sieben Klubs ihren Chefcoach – teils aus tabellarischer Not, teils nach europäischen Rückschlägen.
Die Chronologie der Wechsel – sieben Entscheidungen im Überblick
1) Ismet Tasdemir (Gaziantep FK) – Der erste Abgang der Saison. Nach schwachem Auftakt trennten sich die Wege; Nachfolger wurde Selcuk Inan. Tasdemir war damit der erste „Fall“ im neuen Jahrgang.
2) Ole Gunnar Solskjaer (Besiktas) – Nach der UEFA-Conference-League-Pleite gegen den Schweizer Klub FC Lausanne Sport zog der Klub die Reißleine. Die internationale Enttäuschung gab den Ausschlag bei Besiktas.
3) Jose Mourinho (Fenerbahce) – Das Aus folgte im Anschluss an das UEFA-Champions-League-Duell mit Benfica Lissabon, in dem die Gelb-Blauen ausschieden. Die Erwartungshaltung war größer als das Erreichte.
4) Cagdas Atan (RAMS Basaksehir) – Ein schwacher Saisonstart und negative Ergebnisse führten zur Trennung. Der Klub suchte umgehend nach einem neuen Impuls.
5) Selcuk Sahin (ikas Eyüpspor) – Zwei Remis und fünf Niederlagen in der Liga reichten, um die Wege zu trennen. Die Punktausbeute war zu gering.
6) Markus Gisdol (Zecorner Kayserispor) – Acht Unentschieden und fünf Niederlagen bildeten das Belastungsheft. Das Management setzte auf einen Neuanfang, um die Trendlinie zu brechen.
7) Emre Belözoglu (Hesap.com Antalyaspor) – Nach spürbarem Leistungsabfall in den letzten Partien erfolgte die Trennung. Der Klub reagierte auf die Formdelle.
Warum so früh? Muster hinter den Entscheidungen
Ein gemeinsamer Nenner ist die Kombination aus Ergebnisdruck und internationalen Erwartungen. Frühtermine in Europa schärfen die Wahrnehmung von Stärken und Schwächen – entsprechend konsequent fallen Korrekturen aus. Hinzu kommt die Tabellendynamik: Wer im August/September Boden verliert, riskiert mittelfristig sportliche und finanzielle Nachteile.
Auswirkungen auf Kader und Wettbewerb
Jeder Trainerwechsel verändert Hierarchien, Rollenprofile und Spielprinzipien. Kurzfristig kann ein frischer Ansatz Wirkung entfalten – mittelfristig entscheidet, wie schnell Kader und Staff die neuen Anforderungen verinnerlichen. Für die Liga bedeutet die Wechselwelle: verschobene Kräfteverhältnisse und eine hochvolatile Tabelle.
Worauf es jetzt ankommt
Stabilität entsteht über klare Spielideen, kluge Rotation und eine frühe Lösung zentraler Positionsfragen. Wer Kontinuität mit mutigen Anpassungen verbindet, kann die Turbulenzen der Startphase in einen Wettbewerbsvorteil ummünzen.



2 Kommentare
Es ist totaler Schwachsinn am Saisonanfang soviele Trainer zu entlassen. Dieses dumme Treiben in der Süperlig führt einem wieder einmal klar und deutlich vor Augen mit was für totalen Vollpfosten und Schwachmaten wir es in dieser türkischen Süperlig zu tun haben.
Ich bin sowieso der klaren Ansicht, dass diese ständigen Trainerwechsel in der Süperlig auch ein wesentlicher Grund dafür sind, warum wir alle diesen defensiven Kackfussball insbesondere bei den ganzen Anadolumannschaften sehen müssen, weil jeder Trainer jederzeit um seinen Job fürchten muss und deshalb den Bus vor die eigene Abwehr parken lässt.
Wenns hier seitens des türkischen Verbandes ein klein wenig mehr Planungssicherheit für die Süperligtrainer geben würde und jeder türkische Süperligist höchstens 2 Trainer in der Saison wechseln dürfte, dann würden wir eventuell auch einen etwas attraktiveren, unterhaltsameren und vor allem offensiveren Fussball auf dem Platz sehen können und nicht mehr diesen ganzen defensiven Kackfussball.
Aber da der TFF nicht mal Standards bzgl. Rasenpflege vorzuweisen hat, ist natürlich diese Erwartungshaltung völlig illusorisch, hier sind wir nach wie vor der Laune irgendwelcher türkischer Vereinsfunktionäre ausgesetzt, die nach Wind und Wetter Trainer entlassen und wieder einstellen können wie es ihnen beliebt.
Soviel ich weiss wurde mal in der Türkei mit Taşkın Güngör ein Trainer eingestellt und innerhalb von 24 Stunden wieder entlassen, ist das nicht der klare Beweis dafür, dass wir es hier mit totalen Vollpfosten und Schwachmaten zu tun haben?
Achso ich weiß ehrlich gesagt auch nicht mehr ganz genau wieviele Trainer wir bei FB in den letzten 7 Jahren eingestellt und wieder entlassen haben soweit ich mich nicht verzählt habe müsste Domenico Tedesco der inzwischen 11. oder 12. FB Trainer sein oder?
Und er steht nach wenigen Wochen auch kurz vor dem Aus d.h. dass wir nach 8 Spieltagen vielleicht schon den 3. Trainer in wenigen Tagen bei FB sehen könnten, was ja auch totaler Schwachsinn wäre und deshalb sehen wir bei FB auch seit Jahren ebenfalls absoluten Kackfussball.
Haa, Fangfrage…..welcher Süperligtrainer hat aktuell die längste Amtszeit vorzuweisen und ist das eventuell auch ein Grund dafür, dass er 3 Mal in Folge die Meisterschaft gewinnen konnte?
Fluktuationsrate höher wie im direkt Vertrieb