Als die türkischen Schwergewichte Galatasaray, Fenerbahce, Besiktas und Trabzonspor das letzte Mal auch nur ansatzweise eine vergleichbare Transferoffensive wie in diesem Sommer starteten und solche Summen investierten, folgten nach nur wenigen Jahren aufgrund von Financial-Fairplay-Regularien ein Ausschluss aus den europäischen Vereinswettbewerben, harte finanzielle Auflagen und ein Abgleiten der Klubs in massive wirtschaftliche Probleme, was zu erstickenden Vereinbarungen mit der Bankenunion führte. Um aus diesen wieder herauszukommen, mussten die Klubs gewaltige Budgetbeschneidungen durchführen, horrende Zinslasten stemmen und all ihre Möglichkeiten aufbieten.
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Die türkischen Schwergewichte greifen wieder an
Doch dies scheint jetzt vergessen und die Lokomotiven der Trendyol Süper Lig wollen nicht nur in der Liga, sondern auch auf europäischer Bühne für Aufsehen sorgen und wieder ins internationale Scheinwerferlicht rücken. Mit starken Sponsordeals im Rücken, Spielerverkäufen und insbesondere riesigen Immobilienprojekten, an denen auch die Banken beteiligt sind, sollen sich die FFP-Probleme und nationalen Schwierigkeiten aus der Vergangenheit nicht wiederholen. Ob man dieselbe Entwicklung wie damals tatsächlich verhindern kann, wird sich in den nächsten maximal zwei bis drei Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen.

Startransfers sorgen international für Aufsehen
Bis dahin sind die internationalen Beobachter über die Startransfers des Sommers verblüfft, während die türkischen Fußballfans verzückt sind. Kein Wunder, haben doch namhafte Spieler wie Mohamed Salah, Leandro Trossard, Dusan Vlahovic, Alexander Nübel, Rafael Leao, Aleksey Batrakov, Mason Greenwood, Vedat Muriqi, Nathan Ake oder Romelu Lukaku den Weg in die Süper Lig gefunden.
Zudem spielen mit Akteuren wie Victor Osimhen, Leroy Sane, Ilkay Gündogan, Davinson Sanchez, Ederson, Milan Skriniar, N’Golo Kante, Matteo Guendouzi, Marco Asensio, Orkun Kökcü, Amir Murillo, Hyeon-gyu Oh, Andre Onana, Stefan Savic oder Paul Onuachu sehr bekannte Namen bereits in der türkischen Liga.

Auch zahlreiche weitere Spieler rücken in den Fokus
Aber auch andere Akteure sorgen für viel Interesse, darunter Noah Saviolo, Franculino Dju, Aral Simsir, Fabio Miretti, Ilhan Fakili, Ernest Poku, Vaclav Cerny, Ismail Yüksek, Kerem Aktürkoglu, Kojo Peprah Oppong, Ugurcan Cakir, Lucas Torreira, Wilfried Singo, Mario Lemina, Baris Alper Yilmaz, Yunus Akgün, Gift Orban, Cengiz Ünder, Alban Lafont, David Selke oder Eldor Shomurodov. Auch die sogenannten anatolischen Teams haben ihre Kader spürbar verstärkt, was der Qualität der Liga in der Breite zugutekommt.

Die Süper Lig zieht immer mehr internationale Blicke auf sich
Auch wenn viele ausländische Fans die türkische Liga gerne belächeln, so sorgt diese Vielzahl prominenter Akteure und aufstrebender Spieler definitiv dafür, dass die Fußballwelt immer öfter ihren Blick auf die Süper Lig richtet. Gerade in Zeiten, in denen man sich global stetig stärker digitalisiert, verfolgen immer mehr internationale Fußballfans durch die Streaming-Angebote und zahllosen geteilten Social-Media-Beiträge immer häufiger und einfacher das Geschehen in der Süper Lig.
Wenn ein Mohamed Salah Trabzonspor im Alleingang gegen Galatasaray zum Sieg schießt, wissen das wenig später Millionen Menschen und schauen sich die Szenen und Ereignisse über die digitalen Plattformen sofort an.

TV-Rechte und Vermarktung werden zum entscheidenden Faktor
Gerade durch dieses zunehmende Interesse wird die Imagebildung und Vermarktung der Trendyol Süper Lig immer wichtiger. Neben sportlichen Erfolgen in Europa müssen dafür auch bessere TV-Deals erzielt werden. Gerade jetzt wollen der Fußballverband und die Klubvereinigung die Einnahmen durch die neuerliche Vergabe der TV-Rechte mehr als verdoppeln. Ein gewagtes Unterfangen, aber auch notwendig für die wirtschaftliche Zukunft der Vereine.

Große Namen allein garantieren noch keine große Zukunft
In diesem Zuge müssen aber die Skandale im türkischen Fußball, wie illegale Sponsordeals, Wettmanipulationen oder die desaströsen Schiedsrichterauftritte, beseitigt werden, um der Liga die benötigte Glaubwürdigkeit zu verleihen, das Spielniveau zu steigern und so das Zuschauererlebnis zu maximieren.
Denn eins ist klar: Große Namen allein bedeuten noch keine große Zukunft, aber große Erwartungen.



