Glanz und Wutausbruch: Arda Güler dominiert die Champions League und sieht Rot
Im dramatischen Viertelfinal-Rückspiel der UEFA Champions League erlebte Arda Güler eine emotionale Achterbahnfahrt, die die Fußballwelt noch lange beschäftigen wird. Der junge türkische Nationalspieler drückte dem Spiel in der Allianz Arena seinen Stempel auf, indem er das Netz von Bayern München gleich zweimal erschütterte. Trotz dieser überragenden Leistung, für die er im Anschluss verdientermaßen in die Elf der Woche des Turniers gewählt wurde, reichte es für Real Madrid nicht zum Weiterkommen. Nach einer 3:4-Niederlage in München und dem knappen 2:1-Sieg im Hinspiel verabschiedeten sich die Königlichen mit einem Gesamtergebnis von 4:6 aus dem Wettbewerb. Doch das sportliche Geschehen wurde nach dem Schlusspfiff fast zur Nebensache, als Güler die Beherrschung verlor.
Rote Karte nach Schiedsrichter-Beleidigung droht lange Sperre
Nach dem bitteren Aus konnte der Youngster seine Nerven nicht mehr kontrollieren. Unmittelbar nach Ende der Begegnung rannte er auf den Unparteiischen Slavko Vincic zu und reagierte heftig auf dessen Entscheidungen. Güler, der zuvor eines seiner Tore per traumhaftem Freistoß erzielt hatte, sah daraufhin die Rote Karte. Wie spanische Presseberichte nun enthüllen, hängt das genaue Strafmaß davon ab, was Vincic in seinen Spielbericht schreibt. In den offiziellen Regularien heißt es, dass Beleidigungen gegenüber Spielbegleitern oder die Verwendung missbräuchlicher Sprache mit einer Sperre von mindestens zwei Spielen oder einem längeren Zeitraum belegt werden können. Güler erlebte eine regelrechte Explosion der Wut, die nun einen Schatten auf seine historische Leistung wirft.

Kabinenausraster von Florentino Perez und die Streichliste
In den Katakomben der Allianz Arena soll es nach der Niederlage lautstark zugegangen sein. Es hieß, Präsident Florentino Perez sei persönlich in der Umkleidekabine gelandet, um seinem Ärger über das Ausscheiden Luft zu machen. Infolge dieser Krise wird bei den Eflatun-Weißen bereits über personelle Konsequenzen spekuliert. Laut Berichten von Defensa Central könnten namhafte Akteure wie Daniel Carvajal, David Alaba, Antonio Rüdiger, Eduardo Camavinga und Rodrygo auf der Liste derer stehen, die den Verein verlassen könnten. Arda Gülers Name tauchte auf dieser Liste glücklicherweise nicht auf; im Gegenteil: Er gilt aufgrund seiner starken Form über die gesamte Saison hinweg und insbesondere nach dem Bayern-Spiel als einer der unantastbaren Schlüsselspieler für die Zukunft von Real Madrid.

Nicht nur auf dem Platz, sondern auch an der Seitenlinie bahnen sich gewaltige Veränderungen an. Es wird erwartet, dass Perez das Ende der Amtszeit von Alvaro Arbeloa forciert. Als mögliche Nachfolger werden bereits klangvolle Namen gehandelt. Die Liste der Kandidaten enthält Größen wie Jürgen Klopp, Mauricio Pochettino, Jose Mourinho sowie den argentinischen Weltmeister-Trainer Lionel Scaloni, der seinen Vertrag bei der Nationalmannschaft noch nicht verlängert hat. Real Madrid steht vor einem gewaltigen Umbruch, bei dem Arda Güler sportlich das Fundament bilden soll, sofern er seine Emotionen künftig besser im Griff hat.


