Finale im Atatürk-Olympiastadion: Buruk spricht in Riva
Okan Buruk: Transfers laufen weiter – und Galatasaray will den Supercup im Derby holen.
Galatasaray und Fenerbahce treffen im Supercup-Finale im Atatürk-Olympiastadion aufeinander (zur Vorschau). Am Tag vor dem Endspiel äußerte sich Okan Buruk bei einer Pressekonferenz im TFF-Zentrum in Riva und stellte dabei klar, dass die Transferarbeiten parallel weitergehen und weiterhin Zeit im Fenster sei.
„Die Botschaft der Freundschaft außerhalb des Spielfelds ist sehr wichtig“
Buruk eröffnete die Pressekonferenz mit dem Hinweis, dass man beim letzten Supercup-Finale nicht zusammen sein konnte, und legte den Fokus auf die Wirkung des Derbys über 90 Minuten hinaus. „Wir wissen, dass die Konkurrenz zwischen den beiden Mannschaften auf dem Spielfeld sehr groß ist, aber wir befinden uns in einer Zeit, in der die Botschaft der Freundschaft außerhalb des Spielfelds bedeutungsvoll. Mein größter Wunsch ist es, dass diese Konkurrenz auf dem Spielfeld stattfindet“, sagte der Trainer.
Buruk betonte zugleich, dass der Supercup-Titel zwar einen psychologischen Effekt haben könne, der eigentliche Wettbewerb aber weiterlaufe: „Der Gewinner des Finales wird nur einen Pokal gewinnen. Unser Kampf in der Liga geht weiter. Vielleicht kann der Gewinn des Supercups ein psychologischer Vorteil sein. Sowohl für mich als auch für meine Spieler ist es mein größter Wunsch, dass es ein schöner Abend in Freundschaft wird.“
Endspiel-Charakter statt Sicherheitsdenken: Buruk erwartet ein intensives Finale
Der Galatasaray-Coach setzte auf den Unterschied zwischen Liga-Spielen und einem Finale. „Morgen wird es ein Spiel sein, das beide Mannschaften sehr wollen. In der Liga kann es Spiele geben, in denen die Ängste größer sind“, erklärte Buruk und nahm dabei auch die Dynamik auf, die in Derbys häufig entsteht.
Für das Supercup-Finale erwartet er eine andere Statik: „Morgen wird ein Endspiel ausgetragen. Es erwartet uns ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich beide Mannschaften mehr auf das Spiel konzentrieren und auf den Sieg fokussieren werden.“ Gleichzeitig stellte er eine klare Prognose zur Attraktivität des Spiels: „Wenn man sich die Leistungen der beiden Mannschaften im Halbfinale ansieht, glaube ich, dass es ein sehr unterhaltsames Spiel werden wird.“
Transferfenster und Kader: „Ein Transfer erfolgt nicht nur nach Ihrem Wunsch“
Auf die Wintertransferperiode angesprochen, unterstrich Buruk zunächst die Qualität des vorhandenen Kaders. Er verwies darauf, dass sowohl die voraussichtliche Startelf als auch die Bank „sehr wichtige Spieler“ umfasse. Gleichzeitig nannte er die Ausfälle: Victor Osimhen und Ismail Jakobs sind beim Africa Cup of Nations, zudem werde Wilfried Singo im Derby nicht dabei sein.
Inhaltlich wurde Buruk bei den Transfermechanismen deutlich: „Unsere Transferbemühungen gehen weiter. Transfers geschehen nicht nur nach Ihren Wünschen. Entweder müssen Sie sehr viel Geld bezahlen oder Sie müssen sich für Spieler entscheiden, deren Verträge einfacher zu handhaben sind.“
Auch der Zeitplan ist aus seiner Sicht ein Faktor. Buruk erklärte, dass neue Transfers nicht in der UEFA Champions League eingesetzt werden können und man deshalb „etwas mehr Zeit“ benötige, um die Entscheidungen sauber zu treffen. Dabei hob er die Arbeit der Klubführung hervor und nannte Präsident sowie Vorstandsmitglied Abdullah Kavukcu, die an den gewünschten Profilen arbeiten.
Wetter, Uhrzeit und Derby-DNA: „Wir haben eine Mannschaft, die Derbys liebt“
Positiv bewertete Buruk die Vorverlegung auf eine frühere Uhrzeit. „Wenn es weniger windig ist, wird das Spiel auch normaler verlaufen“, sagte er und betonte, man habe sich nicht auf Wetterdiskussionen konzentriert, sondern auf die elf Spieler, die starten, und die Akteure, die das Spiel von der Bank prägen können.
Seine Kernaussage zum Profil der Mannschaft setzte er klar: „Wir haben nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler eine Mannschaft, die Derbys liebt. Wir haben eine gute Mannschaft.“ Buruk verwies zudem auf Leistungen in großen Spielen und darauf, dass die Qualität des Kaders für Derbys „sehr gut geeignet“ sei.
Mauro Icardi: „Wir werden alles tun, um zu gewinnen“
Auch Kapitän Mauro Icardi richtete den Blick ausschließlich auf den Pokal. Anadolu Ajansı zitierte den Argentinier mit einer klaren Botschaft: „Wir wollen auch morgen die Meisterschaft gewinnen. Wie mein Trainer gesagt hat, hoffe ich, dass es ein schönes Spiel wird. Der Supercup-Titel ist für den Verein und unsere Fans sehr wichtig. Wir werden alles tun, um zu gewinnen.“
Icardi nahm zudem die Atmosphäre in der Türkei in den Blick und verband sie mit dem Auftrag an die Mannschaft. „Als Argentinier kenne ich die Leidenschaft für Fußball auf der ganzen Welt extrem gut. Als ich vor vier Jahren hierherkam, war ich sowohl bei normalen Spielen als auch bei Derbys von der Atmosphäre hier überrascht“, sagte er und ergänzte: „Wir wollen unser Fans glücklich machen. Wir haben bereits viele Titel gewonnen und wollen noch mehr gewinnen.“
Teamgedanke und das Duell mit Skriniar
Der Kapitän betonte, dass in einem Finale nicht einzelne Leistungen im Vordergrund stehen, sondern die gemeinsame Umsetzung. „Ich bin Stürmer und meine Aufgabe ist es, Tore zu schießen. Gleichzeitig fühle ich mich glücklich, Kapitän zu sein. Seit meiner Ankunft in der Türkei habe ich meiner Mannschaft geholfen. Aber Fußball ist ein Mannschaftssport. Wenn man als Team spielt, gewinnt man individuelle Auszeichnungen.“
In einem Interview bei A Spor sprach Icardi außerdem über Milan Skriniar: „Skriniar ist ein großartiger Spieler. Wir haben zusammen bei Inter gespielt. Wir hatten eine tolle Zeit. Er ist ein exzellenter Verteidiger. Ich werde mein Bestes geben, um ihn zu schlagen.“



3 Kommentare
Ach, Icardi! Ich habe dir vertraut und mich von deiner Siegessicherheit blenden lassen.
Fener hat verdient gewonnen und diese Niederlage muss (wie letztes Jahr die hohe Niederlage gegen BJK) ein Weckruf sein!
Katastrophal unser Spiel. Torreira und Lemina grottig. Flügel nicht vorhanden. Yunus kriegt nichts hin. Defensiv auch wieder wackelig.
Fener verdient die Führung. Sie möchten es mehr.
Und heute gibt mir die Mannschaft kein gutes Gefühl. Das wird heute schwer. Ich denke auch, dass wir in der 2. HZ eine Rote sehen werden…
Bin ich behindert oder spielt allen ernstes Günay. Geisteskrank