Galatasaray erreicht nach 2:3 gegen Juventus das Achtelfinale
Galatasaray setzte sich in der UEFA-Champions-League-Playoff-Runde gegen Juventus Turin mit einem Gesamtergebnis von 7:5 durch. Nach dem 2:3-Auswärtsniederlage im Rückspiel zog der türkische Meister ins Achtelfinale des wichtigsten Vereinswettbewerb Europas ein.
Trainer Okan Buruk zeigte sich nach dem Spiel bei TRT 1 erleichtert, aber selbstkritisch. „Eigentlich war das Spiel nicht schwierig, wir haben es schwierig gemacht“, erklärte er offen. Er betonte die Bedeutung des Erfolgs: „Wir sind unter den letzten 16 Teams. Eine türkische Mannschaft in dieser Runde – man muss den Wert davon kennen.“
„Wir haben es uns selbst schwer gemacht“
Buruk analysierte die Partie detailliert. Nach einer komfortablen Ausgangslage habe seine Mannschaft zu viele Fehler gemacht und dem Gegner Raum gegeben. „Wir hätten das Spiel viel früher beruhigen müssen. Stattdessen haben wir zu viele Fehler gemacht.“ Besonders die Flügelaktionen von Juventus hätten das Spiel verändert.
Trotz des Weiterkommens zeigte sich der Trainer nicht zufrieden: „Wir haben die Tour bestanden, aber wir haben eine tolle Lektion gelernt. Es war ein Klassespiel, um uns selbst zu bewerten. Wir müssen härter lernen.“
Osimhen: „Wir haben die Tour verdient“
Zum Spieler des Spiels wurde Victor Osimhen gewählt. Der Angreifer unterstrich nach dem Abpfiff die mentale Stärke seines Teams: „Juventus hat uns sehr hart gefordert. Selbst in schwierigen Momenten waren unsere Fans bei uns.“
Osimhen sprach offen über die Leistung: „Wir wissen, dass wir an vielen Dingen arbeiten müssen. Juventus hat den Sieg im Spiel verdient, aber wir haben die Tour verdient.“ Besonders hob er die Unterstützung der Anhänger hervor: „Galatasaray-Fans verdienen dieses Glück. Sie haben nicht aufgehört, uns zu unterstützen, selbst als wir im Rückstand waren.“
Lemina und Yilmaz versprechen Steigerung
Mario Lemina, der von Beginn an spielte, beschrieb die Partie als ungewöhnlich: „Es war ein seltsames Spiel. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und uns zeitweise zu sicher gefühlt.“ Er betonte, dass man aus solchen Spielen lernen müsse, um in den kommenden Runden stabiler aufzutreten.
Baris Alper Yilmaz, der mit einem Tor und einer Vorlage entscheidend beitrug, richtete den Blick nach vorn: „Wir haben die Tour bestanden, aber wir wissen, dass wir nicht gut gespielt haben. Wir versprechen unseren Fans, dass wir uns steigern werden.“ Er stellte klar, dass die Teamziele über allem stehen: „Ich versuche, das umzusetzen, was unser Trainer verlangt, und dem Team zu helfen.“
Selbstkritik trotz europäischem Erfolg
Der Tenor nach dem spektakulären Duell war eindeutig: Freude über das Weiterkommen, aber klare Selbstkritik. Galatasaray steht im Achtelfinale der Champions League – doch intern ist man sich bewusst, dass die kommenden Aufgaben ein höheres Leistungsniveau verlangen.



Ein Kommentar
Wichtig ist aus dieser Lektion auch eine Lehre zu ziehen, Herr Buruk. Und meine Befürchtung ist die, dass du keine Lehre daraus ziehen wirst. Du bist jetzt schon seit 4 Jahren im Amt und ich sehe immer noch die selben Fehler. Wir können uns einfach glücklich schätzen, dass Juve die Puste ausgegangen ist und so weit vorgerückt ist und wir dann bequem kontern konnten.
Ja selbst die Konter wurden uns auf dem Silbertablett serviert und haben es fast vergeigt.
Ich will nicht zu viel reininterpretieren, aber Osimhen sah gestern ganz und gar nicht glücklich aus. Auch andere Spieler waren gestern eher niedergeschlagen als glücklich.