Galatasaray dominiert Kayserispor und bleibt vorne
Galatasaray hat am 20. Spieltag der Trendyol Süper Lig ein klares Zeichen gesetzt und Zecorner Kayserispor im RAMS Park mit 4:0 besiegt (zum Spielbericht). Die Tore fielen durch ein Eigentor von Aaron Opoku, Victor Osimhen, Gabriel Sara und Mauro Icardi. Damit setzte der Tabellenführer seine Serie fort und unterstrich die Stabilität, die das Team in den vergangenen Wochen aufgebaut hat.
„Wir müssen sehr positiv sein“: Buruks Botschaft nach dem Abpfiff
Nach dem Spiel sprach Okan Buruk bei beIN SPORTS über die Gesamtentwicklung seines Teams und ordnete den Abend bewusst größer ein als nur über das Ergebnis. „Wir befinden uns in einer Phase, in der wir sehr positiv sein müssen. Wir machen weiter in der Champions League, wir sind Tabellenführer, wir haben zwei Pokalspiele gewonnen. Es gibt viel Positives zu sagen“, erklärte der Galatasaray-Coach.
Buruk betonte zudem, dass ihn nicht nur das Resultat, sondern vor allem die Art des Auftritts überzeugt habe. Er hob die Konzentration nach dem Europapokal-Spiel hervor und machte deutlich, wie wichtig die Energie aus dem Umfeld sei: „Motivieren wir Fußballspieler nicht nur im Stadion, sondern auch in den sozialen Medien und auf der Straße. Wir haben einen wunderschönen Weg vor uns.“ Gleichzeitig verwies er auf die Entwicklung der Neuzugänge: „Die Leistungen der Neuen waren positiv“, sagte Buruk und stellte heraus, dass die wachsende Kadertiefe die Basis für Stabilität über mehrere Wettbewerbe hinweg sei.
Juventus-Gerüchte um Icardi: Buruk bleibt klar
Besonders deutlich wurde Okan Buruk bei der Frage nach den Spekulationen aus Italien rund um einen möglichen Wechsel von Mauro Icardi zu Juventus Turin. „Mir ist nichts passiert. Wir sagen immer dasselbe. Mauro Icardi ist uns sehr wichtig. Er hat viel beigetragen“, erklärte Buruk. Der Trainer stellte heraus, dass Icardi immer dann Wirkung zeigte, wenn er auf dem Platz stand, und verwies auf die Bedeutung des Stürmers für Klub und Umfeld.
In der Pressekonferenz im RAMS Park ging Buruk noch ausführlicher auf seine Haltung ein: „Ich möchte, dass Icardi hier weitermacht“, sagte er und ergänzte, dass ihm derzeit keine belastbaren Informationen über ein konkretes Angebot vorlägen. Gleichzeitig verband er das Thema mit dem übergeordneten Zielbild: Galatasaray wolle die Meisterschaft gewinnen, im türkischen Pokal erfolgreich sein und in der Champions League möglichst weit kommen – dafür brauche man Qualität und Tiefe im Kader.
Warum Buruk die Leistung als „eines der besten Spiele seit langem“ einordnet
Sportlich zeigte sich Buruk zufrieden mit Struktur und Kontrolle. Er betonte, dass Galatasaray die Tore früh fand, mit 2:0 in die Pause ging und im zweiten Durchgang die Linie hielt. „Es war ein schöner Abend für uns, nicht nur als Ergebnis, sondern auch als Spiel. Es war eines der besten Spiele, die wir seit langem gespielt haben“, sagte er. Besonders wichtig sei gewesen, die Übergänge des Gegners zu kontrollieren und den Raum für schnelle Aktionen zu schließen.
Buruk verwies außerdem auf den Wert von Alternativen im Kader, gerade nach Wochen mit Verletzungen und Sperren. Er schilderte, dass sich die Möglichkeiten mit dem breiteren Kader deutlich verbessert hätten und damit auch die Konstanz in mehreren Wettbewerben. Die Unterstützung der Fans bei kalten Temperaturen hob er als emotionalen Faktor hervor, der die Energie im Stadion spürbar erhöht habe.
Transfers, Marktpreise und die Suche nach dem nächsten Baustein
Im Transferblock machte Okan Buruk deutlich, dass es keinen Konflikt zwischen ihm und der Klubführung gebe. Er erklärte, dass man gemeinsam mit Präsident, Vorstand und Transferkomitee arbeite – und dass bereits investiert wurde, etwa für Noa Lang und Yaser Asprilla, inklusive Leih- und Gehaltskosten sowie einer Kaufoption zum Jahresende.
Zugleich zeigte Buruk die Realität des Marktes auf: Die Türkei sei nach den fünf großen Ligen ein anderer Markt, junge Elite-Spieler ließen sich nicht leicht überzeugen, und viele Preise begännen auf einem Niveau, das Entscheidungen erschwere. Er betonte, dass man dennoch bis zum Ende der Transferphase intensive Gespräche führe, um einen Spieler zu holen, der dem Team spürbar helfe – und dass sich Dynamiken im Winterfenster teils in Stunden ändern könnten.
Leroy Sane und der Blick Richtung Juventus
Zum Personal gab Buruk auch ein Update zur Lage von Leroy Sane, der gegen Kayserispor fehlte. Die Situation werde „Tag für Tag“ beobachtet und bewertet, das Pokalspiel gegen Istanbulspor komme für ihn noch zu früh. Gleichzeitig deutete Buruk an, dass Sane am Wochenende wieder eine Option werden könne – und er formulierte vorsichtig optimistisch, dass der Offensivspieler bis zum Spiel gegen Juventus (KI-Prognose zum CL-Duell) einsatzbereit sein sollte.


