Galatasaray gewann das Derby bei Besiktas mit 1:0, Victor Osimhen erzielte das Siegtor, doch in der internationalen Berichterstattung rückte vor allem Leroy Sane ins Zentrum. Der deutsche Offensivspieler bereitete in der 39. Minute das entscheidende Tor vor, sah in der 62. Minute aber die Rote Karte und wurde damit zur meistdiskutierten Figur des Abends. Besonders in Deutschland fiel die Reaktion deutlich aus, während auch in Korea und Nigeria der Derby-Abend intensiv eingeordnet wurde.
Assist zum Siegtor, dann Rot: Sané wird zur Schlüsselfigur des Derbys
Sportlich hinterließ Sane im Derby zwei gegensätzliche Bilder. Zunächst lieferte er die Vorlage für den Kopfballtreffer von Osimhen, der am Ende über Sieg oder Niederlage entschied. Danach kippte sein Abend: Eine frühe Aktion gegen Kristjan Asllani führte nur zu Gelb, ehe er später nach einem Tritt mit offener Sohle auf die Achillessehne von Ridvan Yilmaz vom Platz musste. Genau diese Kombination aus Einfluss und Eskalation machte den deutschen Nationalspieler zur Hauptfigur der internationalen Nachbetrachtung.
Deutsche Medien urteilen hart über Sanés Derbyabend
In Deutschland fiel die Resonanz besonders scharf aus. Sport stellte die doppelte Rolle des Offensivspielers heraus und betonte, dass Sané zunächst den Derby-Sieg vorbereitet, später aber mit Rot vom Platz geschickt wurde. Das Blatt hob zugleich hervor, dass schon die erste harte Aktion gegen Asllani heftige Reaktionen auf Seiten von Besiktas ausgelöst habe.
Merkur ging noch einen Schritt weiter und stellte die Frage, ob Sane zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch hätte auf dem Platz stehen dürfen. Auch Bild griff diesen Punkt auf und beschrieb die Wut im Lager von Besiktas als große Reaktion auf eine Szene, die der Klub selbst in den sozialen Medien thematisierte.
Besonders deutlich formulierte es Spox. Dort war von einem „beschämenden“ Ende für Sane die Rede, obwohl er zuvor den Assist geliefert hatte. Auch T-online stellte heraus, dass der Derby-Sieg für den deutschen Nationalspieler sportlich zwar wichtig gewesen sei, individuell aber mit Frust und Enttäuschung endete.
Auch in Korea und Nigeria stand das Derby im Fokus
In Südkorea lag der Blick vor allem auf Hyeon-gyu Oh. The Chosun und Daum hoben hervor, dass mit der Niederlage von Besiktas eine Serie von 17 Spielen ohne Niederlage endete und der Angreifer erstmals seit seinem Wechsel eine Pleite hinnehmen musste.
In Nigeria rückte dagegen Osimhen in den Mittelpunkt. All Nigeria Soccer bezeichnete den Stürmer als Helden des Abends und verwies darauf, dass er mit seinem Treffer seine längste Serie an direkten Torbeteiligungen ausgebaut habe. In seinen letzten acht Ligaspielen war der Angreifer an zwölf Treffern beteiligt – acht Tore und vier Vorlagen.
Ein Derby, das international nachhallt
Die internationale Nachbetrachtung zeigt, wie stark dieses Derby über die Türkei hinaus wahrgenommen wurde. In Deutschland stand der Abend für viele Beobachter sinnbildlich für die Ambivalenz von Leroy Sane: spielentscheidender Moment, dann Kontrollverlust und Platzverweis. In Korea dominierte das Ende der starken Besiktas-Serie, während in Nigeria vor allem Victor Osimhen gefeiert wurde.
Für Galatasaray bleibt am Ende ein enorm wichtiger Auswärtssieg. Für Leroy Sane jedoch wurde das Derby zu einem Abend, der sportlich erfolgreich, persönlich aber höchst umstritten endete – und international für heftige Diskussionen sorgte.



3 Kommentare
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Schlagsané ist nach seiner Verletzung wieder der alte geworden… Ballverluste, lustlosigkeit usw… Vor seiner Verletzung hatte er sich gefangen. Er kann mehr, dass wissen wir alle…
Schlagsané, so wird das nichts mit der WM…
Wenn Beşiktaş den Ball mehrfach ins Tor bekommen hätte, dann gäbe es keine Diskussion. Da kann ein Schiedsrichter noch so viel anstellen, schießt Tore und gut ist. Mit den Fans im Rücken hätte man zumindest ein Unentschieden rausholen können. Gala hatte zudem eine rote Karte.