Ballverlust vor dem 0:1 als Wendepunkt des Spiels
Juventus Turin unterlag Galatasaray im Hinspiel der UEFA-Champions-League-Playoffs mit 2:5. Im Mittelpunkt der italienischen Berichterstattung stand vor allem das türkische Top-Talent Kenan Yildiz. Der Offensivspieler verlor vor dem ersten Treffer von Gabriel Sara den Ball in einer zentralen Zone – eine Szene, die laut mehreren Medien den Rhythmus der Partie veraenderte.
Insbesondere der Ballverlust beim Stand von 0:1 aus Sicht von Juventus wurde als Schlüsselmoment bewertet. Die Kritik zielte weniger auf einzelne Aktionen, sondern auf die fehlende Konstanz und die mangelnde Durchschlagskraft im Offensivspiel.
„Von einem Spieler seines Niveaus erwartet man mehr“
Sport Mediaset schrieb: „Von einem Spieler auf seinem Niveau wird an solchen Abenden eine ganz andere Leistung erwartet.“ Die Plattform stellte infrage, ob Yildiz der Rolle als kreativer Fixpunkt in einem Spiel dieser Intensität gerecht wurde.
Eurosport Italien analysierte: „Er verlor den Ball in einer Phase, in der Juventus spielführend agierte. Nicht in seiner besten Form, das ist offensichtlich. Geschwindigkeit und Klarheit fehlten.“ Die Bewertung fiel insgesamt deutlich aus.
Klare Worte: „Fehler, der ihn tief traf“
Calcio Mercato sah im Ballverlust vor dem 0:1 einen mentalen Knackpunkt: „Der Fehler, der zum ersten Tor führte, hat ihn während des gesamten Spiels tief getroffen.“ Die Redaktion sprach zudem von einer generell schwierigen Phase.
Auch Il Mattino hob die Szene hervor und schrieb, Yildiz habe beim ersten Gegentor entscheidend gepatzt. Il Messaggero formulierte knapp, der Ballverlust im Strafraumnahbereich sei spielentscheidend gewesen.
„Keine Spur der früheren Form“
La Repubblica ging noch weiter und konstatierte, von der früheren Form des jungen „Juve-Juwel“ sei wenig zu sehen gewesen. Die Zeitung ordnete ihn in eine insgesamt schwache Mannschaftsleistung ein.
90 Min schrieb: „Vielleicht war es die Nervosität vor heimischer Kulisse in der Türkei, aber der Ballverlust am Strafraumrand führte zum ersten Gegentor. Er tat wenig, um diesen Fehler zu korrigieren.“
Auch Verletzungshintergrund thematisiert
Leggo verwies darauf, dass Yildiz zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen hatte. Dennoch sei die Leistung „nicht seine beste Nacht“ gewesen. Besonders im Kontext eines Champions-League-Spiels habe man mehr Präsenz erwartet.
Corriere dello Sport bilanzierte: „Yildiz war enttäuschend. Er verlor den Ball, Gabriel Sara traf. Seine Rückkehr nach Istanbul wird nicht in die Geschichte eingehen.“
Gesamteindruck der italienischen Presse
Die Medien in Italien legten den Fokus klar auf die Schlüsselszene vor dem 0:1 und stuften den Auftritt von Kenan Yildiz als unter seinen Möglichkeiten ein. Die Kombination aus individuellem Fehler und dem späteren Spielverlauf führte dazu, dass die Kritik besonders scharf ausfiel.
Ob der türkische Nationalspieler im Rückspiel eine Reaktion zeigen kann, wird nun zu einer der spannendsten Fragen vor dem zweiten Duell in einer Woche in Turin.


