Bei Genclerbirligi geht die außergewöhnliche Trainersaison in die nächste Wendung. Der Klub aus der Hauptstadt hat sich nach nur 18 Tagen wieder von Levent Sahin getrennt und damit bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit einen Wechsel auf der Trainerbank vollzogen. Die direkte Folge ist eine Rückkehr, die in Ankara sofort für Aufmerksamkeit sorgt: Volkan Demirel übernimmt erneut.
Wieder ein Schnitt auf der Trainerbank
Die Aufstiegssaison nach der Rückkehr in die Trendyol Süper Lig entwickelt sich für Genclerbirligi sportlich wie strukturell zu einer unruhigen Phase. Nach dem Start mit Hüseyin Eroglu folgte bereits der erste Trainerwechsel. Anschließend übernahm Volkan Demirel, ehe nach einem Führungswechsel im Verein erneut neue Entscheidungen getroffen wurden. In der Folge kam Metin Diyadin, dessen Vertrag der Klub nach kurzer Zeit einseitig beendete. Danach leitete Levent Sahin die Mannschaft – allerdings nur für wenige Tage.
Nun steht fest: Auch dieses Kapitel ist beendet. Die Zeit von Sahin dauerte nur 18 Tage, womit die Suche nach Konstanz bei Genclerbirligi weitergeht.
Volkan Demirel kehrt mit Vertrag bis 2027 zurück
Die neue, zugleich alte Lösung heißt erneut Volkan Demirel. Der Verein gab offiziell bekannt, dass mit dem früheren Trainer ein Vertrag über 1,5 Jahre geschlossen wurde. Damit bindet sich der Klub an einen Coach, der die Mannschaft und den inneren Aufbau bereits kennt.
In der Erklärung betonte Genclerbirligi, dass Demirel die Struktur des Vereins und die aktuelle Spielergruppe genau kenne. Außerdem hob der Klub die enge Verbindung des Trainers mit dem Umfeld hervor. Wörtlich hieß es: „Für die Aufgabe des Cheftrainers unserer Profimannschaft haben wir mit Volkan Demirel eine Vereinbarung getroffen, der unsere Spieler genau kennt und unsere Vereinsstruktur gut kennt. Willkommen zurück bei Volkan Demirel und seinem Team. Wir wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer Mission.“
Warum Demirel für den Klub wieder die naheliegende Lösung ist
Die Rückkehr wirkt vor allem deshalb logisch, weil Volkan Demirel den Kader bereits aus der jüngsten Vergangenheit kennt und keine lange Eingewöhnungszeit benötigt. In einer Saison, in der sich bei Genclerbirligi auf vielen Ebenen viel verändert hat, setzt der Klub nun auf Vertrautheit statt auf einen weiteren kompletten Neustart.
Hinzu kommt, dass Demirel schon in seiner ersten Phase Verantwortung getragen hat. Zu Beginn seiner vorherigen Amtszeit leitete er das Team in insgesamt sechs Spielen. Dabei standen drei Siege und drei Niederlagen zu Buche. Diese Bilanz war nicht makellos, zeigt aber, dass der Trainer den Kader bereits unter Wettbewerbsdruck erlebt hat.
Eine Saison voller Wechsel – und die Hoffnung auf Stabilität
Die Trainerchronik dieser Spielzeit ist für Genclerbirligi längst zu einem eigenen Thema geworden. Gerade für einen Klub, der nach vier Jahren Abstinenz wieder im Oberhaus spielt, ist Stabilität normalerweise ein Schlüsselfaktor. Stattdessen musste die Mannschaft mehrfach auf neue Ansätze, neue Ansprachen und neue Hierarchien reagieren.
Mit der erneuten Entscheidung für Volkan Demirel verbindet der Verein nun die Hoffnung, endlich Ruhe auf einer der wichtigsten Positionen zu schaffen. Die Botschaft ist klar: Genclerbirligi will nicht noch einmal bei null anfangen, sondern auf einen Trainer setzen, der den Klub bereits kennt und schneller Wirkung entfalten kann.
Jetzt zählt nur noch die sportliche Antwort
Für Volkan Demirel beginnt damit eine zweite Amtszeit unter deutlich anderen Vorzeichen. Diesmal geht es nicht nur darum, eine Mannschaft kurzfristig zu führen, sondern einem unruhigen Umfeld Richtung und Stabilität zu geben. Nach den schnellen Wechseln der vergangenen Monate richtet sich der Blick nun auf die entscheidende Frage: Kann Demirel der Mann sein, der die offene Baustelle auf der Bank endlich schließt und Genclerbirligi sportlich wieder auf Kurs bringt?
Alle Trainerwechsel der Saison 2025/26 im Überblick
- Ismet Tasdemir – Gaziantep FK – 2. Spieltag
- Ole Gunnar Solskjaer – Besiktas – 3. Spieltag
- Jose Mourinho – Fenerbahce – 3. Spieltag
- Cagdas Atan – RAMS Basaksehir – 4. Spieltag
- Markus Gisdol – Zecorkner Kayserispor – 8. Spieltag
- Selcuk Sahin – ikas Eyüpspor – 8. Spieltag
- Emre Belözoglu – Hesap.com Antalyaspor – 8. Spieltag
- Hüseyin Eroglu – Genclerbirligi – 10. Spieltag
- Marcel Licka – Misirli.com.tr Fatih Karagümrük – 10. Spieltag
- Recep Ucar – TÜMOSAN Konyaspor – 11. Spieltag
- Ilhan Palut – Caykur Rizespor – 14. Spieltag
- Shota Arveladze – Kasimpasa – 14. Spieltag
- Volkan Demirel – Genclerbirligi – 15. Spieltag
- Burak Yilmaz – Gaziantep FK – 16. Spieltag
- Erol Bulut – Hesap.com Antalyaspor – 16. Spieltag
- Orhan Ak – ikas Eyüpspor – 17. Spieltag
- Cagdas Atan – TÜMOSAN Konyaspor – 20. Spieltag
- Metin Diyadin – Genclerbirligi – 22. Spieltag
- Thomas Reis – Samsunspor – 22. Spieltag
- Radomir Djalovic – Zecorner Kayserispor – 24. Spieltag
- Levent Sahin – Genclerbirligi – 24. Spieltag



Ein Kommentar
Es wäre mal interessant zu sehen wie viel Abfindung insgesamt pro Saison gezahlt wurde