Neue Gespräche um Mauro Icardi: Vertrag läuft am Saisonende aus
Bei Galatasaray haben die Gespräche über die Zukunft von Mauro Icardi begonnen. Der Vertrag des 32-jährigen Argentiniers endet nach der Saison, weshalb die Klubführung eine neue Vereinbarung anstrebt. Dursun Özbek nahm dafür laut Berichten direkten Kontakt zur Spielerseite auf und setzte die Verhandlungen mit dem Vertreter des Angreifers an.
Im Mittelpunkt steht eine klare Bedingung, die Özbek am Verhandlungstisch formuliert haben soll. Nach Informationen der Zeitung Sabah führte der Präsident Gespräche mit Elio Pino, der als Vertreter von Icardi genannt wird. Die Gespräche laufen demnach weiter, ein Abschluss ist noch nicht vermeldet.
Elio Pino in Istanbul: Spiel im Atatürk-Olympiastadion verfolgt
Der Besuch von Elio Pino soll zuletzt auch in Istanbul sichtbar geworden sein. Dem Bericht zufolge reiste er in die Türkei und verfolgte am Samstag die Partie von Galatasaray im Atatürk-Olympiastadion, in der die Gelb-Roten auswärts bei Misirli.com.tr Fatih Karagümrük (3:1) antraten. In diesem Rahmen soll es anschließend zu Gesprächen über den neuen Vertrag gekommen sein.
Die Ausgangslage ist eindeutig: Icardi ist sportlich und symbolisch eine zentrale Figur, während Galatasaray wirtschaftlich eine Struktur anstrebt, die langfristig tragfähig bleibt. Genau diese Balance bestimmt nun den Ton der Verhandlungen.
Özbeks Kernforderung: 50 Prozent weniger, 10 Millionen Euro als Referenz
Der entscheidende Punkt betrifft das Gehalt. Laut Sabah soll Dursun Özbek gefordert haben, dass Mauro Icardi einen jährlichen Gehaltsnachlass in Höhe von 50 Prozent akzeptiert – bezogen auf zehn Millionen Euro. Diese Zahl wird als Referenz im Bericht genannt und ist der zentrale Hebel am Verhandlungstisch.
Damit ist die Linie der Klubführung klar gezogen: Galatasaray signalisiert Verhandlungsbereitschaft, koppelt eine Verlängerung aber an eine deutliche Anpassung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ob und wie Icardi darauf eingeht, ist offen – beide Seiten setzen die Gespräche fort.
Parallel-Entscheidung: Yusuf Demir vor einseitiger Vertragskündigung
Während bei Icardi um eine Verlängerung gerungen wird, deutet sich bei Yusuf Demir ein klarer Schnitt an. Bei Galatasaray soll eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des 22-Jährigen gefallen sein. Gemäß der Tageszeitung Milliyet bereiten die Gelb-Roten vor, den Vertrag von Yusuf Demir einseitig zu kündigen.
In dem Bericht heißt es, dass Galatasaray im Zuge der Trennung alle Forderungen des Spielers begleichen werde, deren Bezug ebenfalls bis zum Saisonende reicht. Damit würde der Klub einen Personalplan beenden, der zuletzt offenbar nicht mehr zur sportlichen Ausrichtung passte.
Auswirkungen auf die U23-Ausländerquote und Demirs Einsatzzeiten
Mit der Trennung von Yusuf Demir soll sich auch die Kaderplanung verändern. Demnach würde Galatasaray in die Quote der ausländischen Spieler unter 23 Jahren wechseln, die nach dem Abschied frei wird. Damit wird die Personalentscheidung zugleich zu einem strategischen Baustein, um andere Kaderoptionen zu öffnen.
Demirs Spielzeit war in dieser Saison sehr begrenzt. Der 22-Jährige kam laut den Angaben lediglich auf 125 Minuten Einsatzzeit, verteilt auf wenige Auftritte, darunter auch eine Einwechslung über drei Minuten. In dieser Konstellation deutet vieles darauf hin, dass Klub und Spieler nun endgültig getrennte Wege gehen.


