Domenico Tedesco hat vor dem Rückspiel in der UEFA Europa League betont, dass der Wettbewerb für Fenerbahce einen hohen Stellenwert besitzt. Vor dem Duell bei Nottingham Forest machte der Trainer klar, dass er die Europa League nicht als Belastung sieht, sondern als Chance: „Ich habe die Europa League nicht als störend empfunden. Es ist schön, dort aufzutreten und diese warme Atmosphäre zu erleben.“
Tedesco: „Die Europa League ist für uns noch nicht vorbei“
Im Vorfeld des Spiels verwies Tedesco auf die schwierige Personalsituation und die hohe Belastung der letzten Wochen. „Es gibt Verletzungen. Es ist nicht einfach, aber solche Situationen kann man in einer langen Saison erleben“, sagte er und erinnerte daran, dass seine Mannschaft bereits viele Partien absolviert habe. Trotz der Umstände blieb der Coach bei seiner Kernbotschaft: „Wir fahren nach England und haben die Ausdauer, es dort zu verwirklichen. Ich glaube nicht, dass wir draußen sind.“
Gleichzeitig betonte Tedesco, dass er nicht klagen wolle. Stattdessen wolle er Lösungen finden und den Blick nach vorn richten: „Wir schauen gerne auf die positive Seite.“ Dabei ging es ihm auch um den Umgang mit Druck innerhalb des Teams.
„Es ist meine Pflicht, den Stress von den Spielern zu nehmen
Auf die Frage nach einer Botschaft an die Fans antwortete Tedesco in einem ruhigen, aber entschlossenen Ton. Er wolle keine großen Sprüche liefern, sondern Verantwortung übernehmen: „Wichtig sind die Spieler, das Personal. Sie müssen diesen Glauben haben.“ Seine Rolle sehe er klar darin, den Druck zu steuern: „Es ist meine Pflicht, den Stress von den Spielern zu nehmen.“
Tedesco unterstrich zudem, dass er mit Anspannung umgehen könne und die Verantwortung trage. „Meine Aufgabe ist es, eine Lösung zu finden. Ich kann mit Anspannung umgehen, mit Druck. Ich möchte diesen Druck für meine Spieler nicht“, führte er aus.
Verletzungen, Ausfälle, Improvisation: „Manche Dinge kann man nicht wissen“
Der Trainer beschrieb, wie stark der Alltag durch Unwägbarkeiten geprägt sei. „Manche Dinge kann man nicht wissen“, sagte er und verwies neben Verletzungen auch auf Erkrankungen und private Situationen einzelner Profis. Seine Priorität bleibe dabei unverändert: „Ich wähle immer die bestmögliche Option, um das Spiel mit meinem Team zu gewinnen.“
Neuzugang im Training: Erster Eindruck zu Cagri Hakan Balta
Tedesco äußerte sich auch über Cagri Hakan Balta, der erstmals mit der Mannschaft trainiert habe. „Wir sind froh, dass er hier ist“, sagte der Coach und schilderte seinen ersten Eindruck: „Mein erster Eindruck war positiv.“ Selbst wenn Balta noch keine direkte Rolle im Spiel haben sollte, betonte Tedesco die Einbindung: „Auch wenn er nicht im Team ist, ist er heute Abend bei uns.“
Europa League und Liga: „Beides ist uns sehr wichtig“
Angesprochen auf die Wirkung eines möglichen Europa-League-Aus auf die Liga, machte Tedesco deutlich, dass er nicht in Tabellenbildern denke, sondern in Aufgaben. Für ihn sei klar: Die Saison entscheide sich später, und die Mannschaft bleibe im Rennen. Gleichzeitig wiederholte er die Grundlinie, die er zuvor gesetzt hatte: Die Süper Lig ist wichtig, aber auch die Europa League ist sehr wertvoll. Sein Anspruch vor dem Rückspiel lautete entsprechend: „Natürlich werden wir versuchen, das Spiel zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass es nur darum geht, ein Unentschieden zu erreichen oder aus der Europa League auszuscheiden.“
Levent Mercan: „Das müssen wir vergessen und uns auf morgen konzentrieren“
Auch Levent Mercan sprach vor der Reise nach England über die mentale Komponente. Nach dem späten Punktverlust rief er dazu auf, schnell umzuschalten: „Beim Last-Minute-Tor, das wir geschossen haben, erwarteten alle, dass wir mit drei Punkten nach Hause kommen würden, aber so etwas gibt es im Fußball.“ Entscheidend sei, jetzt nicht hängen zu bleiben: „Das müssen wir vergessen und uns auf morgen konzentrieren.“
Flexibilitaet trotz Personalsorgen: „Ich bin bereit“
Mit Blick auf die Ausfaelle in der Defensive betonte Mercan seine Bereitschaft, dem Team auch in anderer Rolle zu helfen. „Wenn der Trainer auf einer anderen Position spielen möchte, bin ich bereit“, sagte er. Zwar sei die linke Seite die Position, in der er sich am wohlsten fühle, doch gerade in solchen Phasen müsse jeder flexibel bleiben. Sein Appell an die Mannschaft war eindeutig: „Wir müssen mehr umklammern.“ Gleichzeitig stellte er das Vertrauen in die Gruppe heraus: „Ich vertraue dem Team. Jeder tut sein Bestes.“
Der Schwerpunkt vor Nottingham: Reaktion, Ruhe, Glaube
Vor dem Rückspiel zeichnete sich damit eine klare Linie ab: Fenerbahce will trotz Ausfällen nicht in den Verwaltungsmodus, sondern aktiv auf den Sieg spielen. Tedesco setzt auf Lösungen statt Ausreden, Mercan auf Fokus statt Frust. In England soll diese Mischung den Ausschlag geben.



Ein Kommentar
Ali Koç hat zu Saisonbeginn eine gute Mannschaft aufgestellt. Sadettin hat mit den Wintertransfers die Mannschaft kaputt gemacht.
Genduzi und Kante sind kein Upgrade zu Fred und Ismail. Şerif ist lächerlich im Vergleich zu Duran und Nesyri. Sadettin schenkt GS die Meisterschaft.