Finaleinzug nach 4:1: „Jetzt warten wir im Finale auf unseren Gegner“
Galatasaray zog nach dem 4:1 gegen Trabzonspor im Halbfinale des Turkcell Supercup als erstes Team ins Finale ein. Nach der Begegnung stellte sich Klubpräsident Dursun Özbek den Fragen der Presse und sprach über den Spielverlauf, die Transferphase und die Personalthemen rund um den Verein.
Özbek ordnete die Partie als attraktiv und torreich ein und würdigte auch den Gegner. Er sagte, es sei „ein schönes Spiel“ gewesen, beide Mannschaften hätten so gespielt, wie es der Fußball verlangt. „Auch Trabzonspor hat gut gekämpft. Ich gratuliere ihnen.“ Danach richtete er seinen Blick nach vorn: „Jetzt warten wir im Finale auf unseren Gegner.“
Transfers: Özbek will „sofort abschließen“ – Scout-Team und Trainerwünsche als Basis
Ein Schwerpunkt lag auf der anstehenden Transferperiode. Özbek betonte, dass Galatasaray vorbereitet in das Fenster geht und die Mängel klar identifiziert sind. Er erklärte, der Trainer habe Spieler im Blick, die vom Scout-Team bestimmt wurden, und die Gespräche seien bereits angelaufen.
Özbek formulierte das Ziel deutlich: „Wir haben mehr Zeit im Transferprozess, wollen ihn aber sofort abschließen.“ Zugleich verwies er auf die Sommerarbeit, die er als Beleg für funktionierende Prozesse wertete. „Wenn Sie hier auf die Sommertransfers achten, haben wir fünf Transfers getätigt. Alle fünf stehen regelmäßig als wichtiger Bestandteil der Mannschaft auf dem Feld.“ Das sei aus seiner Sicht ein Hinweis darauf, dass Galatasaray im Transfermanagement verlässlich und zielgerichtet gearbeitet habe.
Özbek über Erden Timur: Besuch in Silivri und Rückendeckung
Der Präsident sprach auch über Erden Timur, den er im Silivri-Gefängnis besucht habe. Özbek bezeichnete ihn als „guten Galatasaray-Anhänger“, mit dem er zusammengearbeitet habe, und erinnerte daran, dass Timur ihn in der Vergangenheit als Präsident unterstützt und den Klub begleitet habe.
Mit Blick auf die aktuelle Lage sagte Özbek, es gebe „einige kleinere Probleme“, aber die Haltung des Vereins sei eindeutig: Galatasaray will ihn unterstützen. Er erklärte, er habe bei Timur Moral gesehen und hoffe, dass er zurückkehren und dem Klub weiter dienen könne.
Icardi-Zukunft: „Unser ikonischer Fußballspieler“ – Vertragssituation für fünf Monate klar
Ein weiteres zentrales Thema war Mauro Icardi. Özbek stellte klar, dass er die Frage bereits früher beantwortet habe und betonte die Bedeutung des Stürmers für den Klub: „Icardi ist unser ikonischer Fußballspieler. Icardi hat Galatasaray viel gegeben.“
Dann folgte die Kernaussage, die intern und extern für Klarheit sorgt: „Icardi ist weitere fünf Monate Spieler von Galatasaray.“ Niemand könne deshalb über seine Identität als Galatasaray-Spieler diskutieren. Özbek kündigte an, dass das Management zum passenden Zeitpunkt die notwendige Entscheidung treffe – dabei solle auch Icardis Sichtweise berücksichtigt werden.
Final-Ort: Wunsch nach Sanliurfa – „Galatasaray wählt keine Konkurrenten aus“
Zum Abschluss sprach Özbek über die Austragung des Finales und brachte Sanliurfa ins Spiel. Er verwies auf ein dort seinerzeit nicht ausgetragenes Spiel, wodurch „n Urfa eine halbfertige Sache warte“, und sagte, es wäre „großartig“, wenn das Finale in Urfa ausgetragen werden würde.
In diesem Zusammenhang betonte er den grundsätzlichen Anspruch des Klubs: „Galatasaray wählt keine Konkurrenten aus.“ Der Verein habe im türkischen Fußball stets den Anspruch, der Beste zu sein, und für ihn mache es als Gegner keinen Unterschied, wer im Finale wartet. Seine Schlussformel: „Galatasaray ist das Team der Trophäen.“


