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Home»Süper Lig»Conference League: Samsunspor bleibt Spitzenreiter – 2:2 bei Breidablik nach Mouandilmadji-Doppelpack
Süper Lig 28. November 2025

Conference League: Samsunspor bleibt Spitzenreiter – 2:2 bei Breidablik nach Mouandilmadji-Doppelpack

Von Gazetefutbol05 Minuten Lesezeit
Breidablik Kopavogur Samsunspor UEFA Conference League
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Foto: IHA

 

 

In der vierten Woche der UEFA Europa Conference League hat Samsunspor seine Tabellenführung behauptet, musste sich beim isländischen Vertreter Breidablik Kopavogur jedoch mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben. Im Laugardalsvöllur-Stadion gerieten die Rot-Weißen früh in Rückstand, drehten die Partie dank eines Doppelpacks von Marius Mouandilmadji zunächst komplett, kassierten aber in der Schlussphase noch den Ausgleich. Mit diesem Remis erhöht Samsunspor sein Punktekonto auf zehn Zähler und bleibt damit an der Spitze der Gruppe, während Breidablik bei zwei Punkten stehen bleibt.

Früher Schock, schnelle Antwort: Samsunspor zeigt Moral

Der Abend in Island begann denkbar ungünstig für Samsunspor. Bereits in der sechsten Minute brachte David  Ingvarsson die isländischen Gastgeber in Führung und nutzte die erste gute Gelegenheit der Heimmannschaft zur frühen 1:0-Führung. Das Tor spielte Breidablik in die Karten, denn die Isländer konnten sich zunächst etwas zurückziehen und auf Konter lauern. Samsunspor brauchte einige Minuten, um nach dem Rückschlag Struktur und Ruhe im eigenen Spiel zu finden, erhöhte dann aber kontinuierlich den Druck und suchte konsequent den Weg in den Strafraum.

In der 18. Minute schien der Ausgleich zunächst gelungen: Erneut tauchte Marius Mouandilmadji vor dem Tor auf und traf, doch der Treffer wurde wegen Abseits zurückgenommen. Dieser Moment wirkte wie ein Weckruf für die Gäste, die nun noch zielstrebiger agierten und sich nicht von der Entscheidung aus der Fassung bringen ließen. Nur kurz darauf belohnte sich Samsunspor für den Aufwand.

Mouandilmadji schnürt Doppelpack und dreht die Partie

In der 20. Minute schlug Mouandilmadji erneut zu – diesmal zählte der Treffer. Der Stürmer nutzte seine nächste Chance eiskalt und stellte den 1:1-Ausgleich her. Damit korrigierte er den Fehlstart seines Teams und zeigte, dass Samsunspor auch in der Fremde den Anspruch hat, ein Spiel nach Rückstand zu drehen. Mit dem Ausgleich im Rücken übernahmen die Gäste mehr Kontrolle im Mittelfeld und verlagerten das Geschehen zunehmend in die Hälfte von Breidablik. Die erste Halbzeit blieb trotz weiterer Ansätze ohne zusätzliche Tore und endete leistungsgerecht 1:1.

Nach dem Seitenwechsel setzte Samsunspor sein druckvolles Spiel fort. In der 55. Minute war es erneut Mouandilmadji, der den Unterschied ausmachte. Mit seinem zweiten Treffer des Abends brachte er sein Team mit 2:1 in Führung und krönte damit eine starke persönliche Leistung. Der Doppelpack des Angreifers unterstrich seine Bedeutung für das Offensivspiel der Rot-Weißen und schien der Mannschaft den Weg zu einem wichtigen Auswärtssieg zu ebnen.

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Kristinsson zerstört den Auswärtssieg – späte Antwort von Breidablik

Statt die Führung souverän über die Zeit zu bringen, musste Samsunspor in der Schlussphase noch einmal leiden. Die Gastgeber gaben sich vor heimischer Kulisse nicht geschlagen und warfen in den letzten Minuten alles nach vorne. In der 72. Minute wurde der Druck von Breidablik belohnt: Kristofer Kristinsson markierte den 2:2-Ausgleich und stellte das Ergebnis wieder auf Remis. Aus Sicht der Isländer war es ein wichtiger Treffer, der ihnen zumindest einen Punkt im eigenen Stadion bescherte.

Für Samsunspor war der Gegentreffer gleichzeitig ärgerlich und verkraftbar. Ärgerlich, weil man nach dem Doppelpack von Mouandilmadji und der eigenen Dominanz in Phasen der zweiten Halbzeit durchaus näher am dritten Tor als der Gegner gewesen war. Verkraftbar, weil der Punktgewinn ausreicht, um die Spitzenposition in der Ligaphase zu behaupten und mit nun zehn Punkten weiterhin beste Chancen auf das Weiterkommen und sogar den direkten Einzug ins Achtelfinale zu besitzen.

Zwei Pflichtwechsel im Vergleich zur Liga und viele Ausfälle

Bereits vor dem Anpfiff musste Samsun-Trainer Thomas Reis seine Startelf gezwungenermaßen umbauen. Im Vergleich zum letzten Trendyol Süper Lig-Spiel standen die Namen Yunus Emre Cift und Marius Mouandilmadji in der Startformation, da Cherif Ndiaye und Eyüp Aydin nicht auf der bei der UEFA gemeldeten Liste geführt wurden. Damit waren zwei Veränderungen alternativlos, was die Flexibilität in der Offensive einschränkte, dem Team aber gleichzeitig neue Impulse gab – insbesondere durch den später doppelten Torschützen Mouandilmadji.

Sieben Ausfälle: Samsunspor mit klar geschwächtem Kader

Erschwerend kam hinzu, dass gleich mehrere Leistungsträger verletzungsbedingt oder aus disziplinären Gründen nicht zur Verfügung standen. Olivier Ntcham, Tanguy Coulibaly, Afonso Sousa und Lubomir Satka fielen verletzt aus, während Jalil Askyel nach einer Entscheidung des Disziplinarausschusses für den Profifußball mit einer 45-tägigen Sperre belegt worden war und deshalb ebenfalls nicht im Kader stand. Dazu kamen Cherif Ndiaye und Eyüp Aydin, die aus formalen Gründen nicht auf der UEFA-Liste geführt wurden. Insgesamt fehlten somit sieben potenzielle Kaderoptionen, was die Bedeutung des erkämpften Auswärtspunktes noch einmal unterstreicht.

Warum dieses Remis für Samsunspor trotzdem ein starkes Signal ist

Auch wenn ein Sieg in Island die Ausgangslage in der Gruppe weiter verbessert hätte, sendet Samsunspor mit diesem 2:2 ein klares Signal an die Konkurrenz. Trotz zahlreicher Ausfälle, zwei erzwungener Wechsel im Vergleich zur Liga und einem frühen Gegentor blieb die Mannschaft stabil, zeigte Moral und fand mehrfach Lösungen im letzten Drittel. Der Doppelpack von Marius Mouandilmadji unterstreicht, dass die Rot-Weißen auch in engen Spielen auf individuelle Qualität im Angriff bauen können.

Mit zehn Punkten nach vier Spielen bleibt Samsunspor in der UEFA Europa Conference League voll auf Kurs. Das Team hat bewiesen, dass es auch auswärts unter schwierigen Bedingungen punktet und Rückschläge wegstecken kann. Gelingt es, in den kommenden Partien defensiv kompakter zu stehen und Führungen konsequenter zu sichern, ist die Ausgangsposition für die K.-o.-Phase sehr vielversprechend.

Aufstellungen

Breidablik Kopavogur: Einarsson – Valgeirsson (70. Yeoman), Muminovic, Margeirsson – Ingvarsson, Gunnlaugsson, Einarsson (82. Steindorsson), Ludviksson (70. Hallsson), Omarsson, Bjarnason (80. Kristinsson) – Thorsteinsson

Samsunspor: Kocuk – Yavru (65. Mendes), Borevkovic, van Drongelen, Tomasson (75. Gönül) – Cift (46. Aydogdu), Makoumbou, Holse, Kilinc, Musaba (75. Yaldir) – Mouandilmadji

Tore: 1:0 Ingvarsson (6.), 1:1 Mouandilmadji (20.), 1:2 Mouandilmadji (55.), 2:2 Kristinsson (72.)

Gelbe Karten: Muminovic (Breidablik)

Spielstände bereitgestellt von Sofascore

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