Jota Silva über Rolle und Zukunft: „Nicht die Zeit, um über Transfer zu sprechen“
Jota Silva, den Besiktas von Nottingham Forest ausgeliehen hat, stellte sich am ersten Tag des Antalya-Camps den Fragen der Presse. Der 26-Jährige sprach über seinen Anspruch im Team und betonte dabei die tägliche Arbeit im Training: „Jeder Spieler möchte immer in der Startelf spielen. Der Job des Trainers ist schwierig und er muss immer eine Entscheidung treffen. Ich arbeite seit dem Tag meiner Ankunft und habe vor kurzem versucht, in den ersten Elf zu spielen. Ich möchte einen Beitrag zum Team leisten. Unser Coach ist sehr gut darin, mit den Spielern zu kommunizieren. Wir wollen als Team erfolgreich sein.“
Als die Frage nach seiner persönlichen Zukunft aufkam, blieb Silva bewusst zurückhaltend. Er verwies auf die Option in seinem Vertrag, machte aber klar, dass die Gespräche nicht mitten in der Saison geführt werden: „Ich habe eine Option in meinem Vertrag. Wir sind gerade in der Mitte. Es ist nicht Zeit darüber zu sprechen. Wenn das Ende der Saison kommt, setzen wir uns hin und reden. Was auch immer die beste Entscheidung für beide Parteien ist, es passiert. Über einen Transfer zu sprechen, ist nicht die Zeit.“ Silva kommt bislang auf neun Spiele für Besiktas und erzielte drei Tore.
Cagliari erklärt den Semih-Kilicsoy-Plan: Kaufoption hoch, Ablöse noch offen
Parallel sorgt Semih Kilicsoy in Italien weiter für Aufmerksamkeit. Cagliari Calcio-Präsident Tommaso Giulini sprach nach dem Ligaspiel gegen den AC Mailand bei DAZN über den jungen Stürmer und erklärte, dass der Klub ihn seit Jahren verfolgt habe. Giulini betonte, der erste Eindruck sei positiv gewesen und der Transfer sei auch über das Umfeld des Spielers möglich geworden: „Wir verfolgen ihn seit Jahren und sein erstes Match war vielversprechend. Mit Besiktas haben wir noch keine Einigung erzielt. Nach einer Saison, in der es ihm nicht gut ging, ergab sich diese Gelegenheit. Wir wollten unser Personal hinzufügen und dank seines Managers wurde der Deal abgeschlossen.“
Entscheidend ist dabei die Struktur: Giulini deutete an, dass die Kaufoption nach Cagliari-Maßstäben „recht hoch“ sei und dass man sich mit Besiktas noch nicht final bezüglich der Ablösesumme verständigt habe. Zudem wurde betont, dass Vincenzo Montella den Spieler im Blick für die Nationalmannschaft habe. Kilicsoy kommt in dieser Saison für Cagliari auf zwölf Spiele, stand dabei fünfmal in der Startelf und traf zweimal.
Besiktas und Mainoo: Erster Kontakt zu Manchester United wegen Leihe
Im Mittelfeld treibt Besiktas die Suche nach Verstärkung voran – und es taucht ein Name auf, der auch für die junge Ausländerquote interessant ist. Im Raum steht Kobbie Mainoo von Manchester United. Nach Informationen der Sabah soll Besiktas bereits Kontakt aufgenommen und sich nach den Bedingungen für eine Leihe über 1,5 Jahre erkundigt haben. Demnach könnten Verhandlungen starten, falls Manchester United grundsätzlich bereit ist, das Talent vorübergehend abzugeben. Laut Murat Özen von OrtaCizgi.com, bevorzuge der Spieler jedoch derzeit einen Verbleib in England.
Mainoo ist 20 Jahre alt, stieg vor drei Saisons in die A-Mannschaft auf und kann in seiner bisherigen Laufbahn 84 Spiele mit sieben Toren und drei Assists vorweisen. Zudem lief er zehnmal für die englische Nationalmannschaft auf. Im Bericht wird außerdem beschrieben, dass Mainoo in dieser Saison schwerer zu Einsatzzeiten kommt – ein Faktor, der das Leihmodell für Besiktas überhaupt erst realistisch erscheinen lässt.
Rafa Silva reist doch mit: Treffen mit Serkan Recber bringt die Wende
Am meisten diskutiert wird jedoch die Personalie Rafa Silva. Der Portugiese, über dessen möglichen Abschied spekuliert wird, gehört zum Camp-Kader – während andere Namen nicht mitgenommen wurden. Mert Günok und Necip Uysal wurden aus dem Team gestrichen, zudem blieben Jonas Svensson und David Jurasek wegen laufender Gespräche über Vertragsauflösungen zu Hause.
Dass Rafa Silva trotzdem dabei ist, bekommt nun eine konkrete Erklärung. Nach Informationen von Milliyet teilte Rafa Silva in einem Treffen mit Serkan Recber, dem Generalkoordinator der Fußball-A-Mannschaft, mit, dass er dem Camp beitreten wolle – und wurde daraufhin in den Antalya-Kader aufgenommen. Gleichzeitig heißt es, dass Trainer Sergen Yalcin dem Offensivspieler im Camp eine „letzte Chance“ geben wolle. Trotz der Teilnahme wird jedoch weiterhin vermutet, dass Rafa Silva über seinen Manager Gespräche mit anderen Klubs führt und ein Abschied grundsätzlich möglich bleibt, wenn ein passendes Angebot eintrifft.
Vier Baustellen, ein Ziel: Stabilität in der Rückrunde erzwingen
Das Gesamtbild ist klar: Besiktas will im Camp sportliche Stabilität herstellen und zugleich die Weichen für den Winter stellen. Jota Silva hält die Zukunftsfrage bewusst bis zum Saisonende offen, Cagliari spricht erstmals öffentlich über die Kilicsoy-Struktur, im Mittelfeld öffnet sich mit Mainoo ein spektakulärer Leihkorridor – und bei Rafa Silva setzt der Klub auf Leistungsprinzip statt schnellen Schnitt. Im Antalya-Camp sollen daraus Antworten werden, die man in der Rückrunde auf dem Platz sieht.


