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Home»Fenerbahce»Entwarnung bei Asensio? Tedesco spricht nach Derby-Sieg über Verletzung, Elfmeter und Meisterdruck
Fenerbahce 6. April 2026

Entwarnung bei Asensio? Tedesco spricht nach Derby-Sieg über Verletzung, Elfmeter und Meisterdruck

Von Gazetefutbol29 Minuten Lesezeit
Domenico Tedesco Fenerbahce Kerem Aktürkoglu
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Foto: IHA

 

Fenerbahce hat das Derby der Trendyol Süper Lig gegen Besiktas mit 1:0 gewonnen und den Rückstand auf Galatasaray auf einen Punkt verkürzt. Nach dem emotionalen Abend stand jedoch nicht nur der Sieg im Mittelpunkt, sondern auch die Frage nach dem Zustand von Marco Asensio, der die Partie verletzt beenden musste. Trainer Domenico Tedesco sprach im Anschluss über den Gesundheitszustand des Offensivstars, die Leistung seiner Mannschaft, die umstrittene Elfmeterentscheidung und den anhaltenden Druck im Titelrennen, wie er im Gespräch mit beIN SPORTS erklärte.

Tedesco genießt den Derby-Sieg, bleibt aber im Kopf bei den Details

Direkt nach dem Spiel wirkte Domenico Tedesco gelöst. „Ich fühle mich gut und entspannt.“ Zugleich machte er deutlich, dass der Sieg für ihn nicht nur ein emotionaler Moment war, sondern auch eine Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Tage. Er habe sich innerlich freuen wollen, sei dann aber bewusst nach draußen gegangen, um den Fans und den Spielern Respekt zu zeigen.

Der Trainer schilderte, dass die Mannschaft nach dem Spiel gegen Gaziantep bewusst eine kurze Pause erhalten habe. Die Saison sei bis zu diesem Punkt sehr intensiv gewesen, deshalb habe er den Spielern Raum zum Durchatmen gegeben. Danach sei der Fokus komplett auf das Derby gegen Besiktas gelegt worden. Genau diese Mischung aus Erholung und gezielter Vorbereitung habe sich laut Tedesco im Spiel bemerkbar gemacht.

Gezielte Vorbereitung auf die bekannten Probleme

Tedesco erklärte, das Trainerteam habe sich besonders auf jene Punkte konzentriert, die in den vergangenen Wochen Probleme bereitet hätten. Im Zentrum standen demnach vor allem das Verteidigen der Hereingaben und das Vermeiden von Fehlern im Strafraum. Genau in diesen Bereichen zeigte sich Fenerbahce im Derby deutlich stabiler.

Entsprechend zufrieden fiel seine Bewertung aus. Er lobte mehrere Spieler ausdrücklich und betonte, dass die Energie der Mannschaft sehr hoch gewesen sei. „Wir haben uns gezielt vorbereitet. Die Energie des Teams war sehr hoch. Wir hatten heute ein gutes Spiel.“ Für Tedesco war der Derby-Sieg deshalb nicht nur ein Resultat, sondern ein Beleg dafür, dass die Mannschaft auf taktische Vorgaben klar reagiert hat.

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Die erste Einschätzung zu Marco Asensio

Besonders aufmerksam wurden seine Aussagen zum Zustand von Marco Asensio verfolgt. Der Spanier musste die Partie verletzt verlassen, nachdem er zunächst versucht hatte weiterzuspielen. Tedesco schilderte die Szene so: „Asensio blieb innerhalb des Spiels auf seiner Position. Dann ging er hinein, um es zu versuchen. Er musste raus.“ Ein direktes Gespräch mit dem Offensivspieler war ihm zunächst nicht mehr möglich, weil dieser unmittelbar zu weiteren Kontrollen gegangen sei.

Ganz ohne Sorge klang das nicht, aber Tedesco vermied ein dramatisches Urteil. Entscheidend ist seine erste Tendenz: Nach dem ersten Eindruck sehe es nicht schlecht aus. Zugleich machte er klar, dass die endgültige Einschätzung erst nach weiteren Untersuchungen möglich sei. Damit sendete der Trainer eine erste vorsichtige Entwarnung, ohne die Situation vorschnell kleinzureden.

Warum Asensio für diese Mannschaft so wichtig ist

Tedesco ließ keinen Zweifel daran, welchen Stellenwert Asensio in seinem Kader hat. „Er ist ein Topspieler und ein wichtiger Spieler.“ Diese Aussage war kurz, aber eindeutig. Gerade in einem engen Titelrennen, in dem fast jedes Spiel unter maximalem Druck steht, wäre ein längerer Ausfall des Spaniers ein ernstes Thema für Fenerbahce.

Gleichzeitig versuchte der Trainer, Zuversicht auszustrahlen. Die Mannschaft könne Schwierigkeiten auch mit anderen Spielern auffangen. Damit stellte er zwei Dinge nebeneinander: die besondere Klasse von Asensio und das Vertrauen in die Breite des Kaders. Beides passt zu seiner generellen Linie nach dem Derby, einerseits die Bedeutung des Moments anzuerkennen, andererseits Ruhe zu bewahren.

Auch Yüksek biss auf die Zähne

Interessant war in diesem Zusammenhang auch Tedescos Einblick in den Zustand von Ismail Yüksek. Der Mittelfeldspieler konnte nicht zum Einsatz kommen, weil er im Training einen schweren Schlag auf den Fuß abbekommen hatte und mit einem Ödem zu kämpfen hatte. Laut Tedesco sei es sogar schwierig gewesen zu laufen.

Trotzdem habe Ismail Yüksek unbedingt Teil des Kaders sein wollen. Er habe Medikamente genommen, um wenigstens für fünf bis zehn Minuten eine Option zu sein. Genau darin sah Tedesco den Geist seiner Mannschaft. Diese Episode sollte verdeutlichen, wie groß im Derby die Opferbereitschaft innerhalb des Teams gewesen ist.

Tedesco erklärt seine Aufstellung und die Ausländer-Debatte

Auf der Pressekonferenz im Anschluss sprach Tedesco auch über die personelle Zusammensetzung seiner Elf. Dabei stellte er klar, dass für ihn nicht Herkunft oder Nationalität entscheidend seien, sondern ausschließlich Leistung. Er achte nicht darauf, woher ein Spieler komme, sondern darauf, was er auf dem Platz zeige.

Zugleich verwies er darauf, dass Fenerbahce in anderen Spielen auch mit mehreren türkischen Spielern antrete. Seine Entscheidungen gegen Besiktas begründete er vor allem mit Form, Fitness und Trainingsstand. So verwies er etwa auf die Situation von Dorgeles Nene, der zuvor drei Tore erzielt hatte, auf gute Leistungen von Anthony Musaba sowie auf die Rückkehrer Nelson Semedo und Milan Skriniar, die nach Verletzungen erst wieder herangeführt werden mussten.

Der Trainer über den Elfmeter: Sieg ja, Abhängigkeit nein

Besonders bemerkenswert war Tedescos Einordnung der späten Schlüsselszene. Er vermied einen offenen Kommentar gegen die Schiedsrichter, machte aber gleichzeitig deutlich, dass er den Sieg nicht auf den Elfmeter reduzieren will. „Wir brauchten keinen Elfmeter, um zu gewinnen, wir haben sehr klare Positionen generiert.“ Genau darin lag seine Hauptbotschaft.

Er verwies darauf, dass Fenerbahce mehrere klare Möglichkeiten gegen eine starke und selbstbewusste Besiktas-Mannschaft herausgespielt habe. Aus seiner Sicht hätte seine Mannschaft die Partie bereits früher entscheiden können. Deshalb wolle er zur Strafstoßszene selbst nichts Großes sagen. Wichtiger sei für ihn, dass die Mannschaft drei Punkte geholt und ihre Leistung über weite Strecken selbst erarbeitet habe.

Warum Talisca ausgewechselt wurde

Auch die Auswechslung von Anderson Talisca erklärte Tedesco detailliert. Der Offensivspieler habe vor allem in der ersten Halbzeit gut gespielt, doch ab etwa der 60. Minute habe er gespürt, dass dessen Kräfte nachließen. Deshalb sei die Hereinnahme von Sidiki Cherif eine Mischung aus taktischer Überlegung und körperlicher Belastungssteuerung gewesen.

Der Trainer betonte, dass die Mannschaft in dieser Phase sowohl im Pressing als auch in den Rückwärtsbewegungen zusätzliche Energie brauchte. Genau dafür habe er den Wechsel vorgenommen. Die Entscheidung sei somit nicht gegen Talisca, sondern für die Statik des Spiels und die Anforderungen der Schlussphase getroffen worden.

Lob für Kante und die Defensivarbeit

Ein weiteres großes Thema seiner Analyse war der Auftritt von N’Golo Kante. Tedesco hob dessen Stärke bei zweiten Bällen hervor und nannte genau diesen Bereich eine der größten Waffen von Besiktas. Umso wertvoller sei es gewesen, dass Kante dort so präsent und aufmerksam agiert habe.

„Er war in Zweikämpfen sehr scharfsinnig und sehr klug.“ Doch nicht nur im Gewinnen von Bällen sah Tedesco seine Qualität. Er lobte auch das Tragen des Balls und bezeichnete den Auftritt als entscheidend. Darüber hinaus strich er die gesamte Defensivleistung hervor. Gegen die offensiv starken Spieler von Besiktas kein Gegentor zu kassieren, habe den Weg zum Sieg geöffnet. Auch Ederson hob er für starke Momente in der ersten Halbzeit ausdrücklich hervor.

„Nicht alles war perfekt“

Trotz aller Zufriedenheit wollte Tedesco den Derby-Sieg nicht idealisieren. „Das war heute nicht perfekt.“ Vor allem im Spielaufbau in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft Probleme gehabt. Außerdem hätte Fenerbahce einige seiner Chancen konsequenter nutzen müssen, denn mehrere Situationen seien aus seiner Sicht sehr klare Tore gewesen.

Gerade diese Ehrlichkeit ist bezeichnend für seine Nachanalyse. Der Trainer freute sich sichtbar über den Sieg, verband ihn aber zugleich mit dem Hinweis, dass seine Mannschaft noch schneller und sauberer spielen müsse. Im Titelrennen reiche es nicht, nur zu gewinnen; man müsse auch die eigenen Schwächen klar benennen und weiter daran arbeiten.

Der Meisterdruck bleibt laut Tedesco allgegenwärtig

Zum Schluss sprach Tedesco auch über die mentale Lage seiner Mannschaft. Der Druck gehöre zu diesem Klub und zu dieser Saison einfach dazu. Fenerbahce müsse immer gewinnen, und wenn Punkte verloren gingen, müsse man die Mannschaft erst wieder aufrichten. Genau diesen Prozess habe das Team nach dem vorherigen Rückschlag durchlaufen.

Seine Beschreibung fiel eindringlich aus: Nach einigen Tagen intensiver Gespräche sei die Mannschaft wieder zum Leben erwacht. Darin sieht er ein positives Zeichen, zugleich aber auch eine Warnung. Die Saison sei „sehr heiß“, und genau deshalb dürfe niemand nachlassen. Der Derby-Sieg sei wichtig, aber eben nur der nächste Schritt in einem weiter offenen Rennen.

Kerem Aktürkoglu: verdienter Sieg trotz maximalem Stress

Auch Torschütze Kerem Aktürkoglu ordnete die Partie im Anschluss ein. Er sprach von einem sehr wichtigen Spiel und sagte, Fenerbahce habe die Begegnung eigentlich sehr gut begonnen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Mannschaft – und auch er selbst – früh Chancen liegen ließ. Gerade deshalb sei es am Ende unnötig stressig geworden.

„Es war ein Sieg, den wir verdient haben.“ Dann ergänzte er: „Uns in letzter Minute zu finden, hat uns und unsere Unterstützer unter Stress gesetzt.“ Diese Worte zeigen gut, wie eng sportliche Erleichterung und emotionale Anspannung an diesem Abend beieinanderlagen. Kerem betonte zudem, dass sich das Team nicht auf den Punkteunterschied fokussieren wolle, sondern auf den eigenen Fußball und die eigenen Siege.

Fred und Archie Brown betonen die mannschaftliche Energie

Fred lobte nach dem Spiel die gesamte Mannschaft. Aus seiner Sicht habe das Team großen Druck auf den Gegner ausgeübt und sich dadurch zahlreiche Positionen erarbeitet. Dass das Tor erst spät fiel, ändere für ihn nichts an der Qualität der Leistung. Er betonte außerdem, dass in der Mannschaft sofort Klarheit darüber geherrscht habe, dass Kerem Aktürkoglu den Elfmeter treten würde.

Auch Archie Brown, der erstmals seit längerer Zeit wieder von Beginn an spielte, sprach von einem positiven Abend. Er hob hervor, wie sehr ihm die Unterstützung seiner Mitspieler geholfen habe. Vor allem aber lobte er Tedesco für dessen Klarheit. Der Trainer erkläre jedem Spieler genau seine Rolle, und genau das mache vieles einfacher. Brown unterstrich außerdem, dass Fenerbahce jedes Spiel wie ein Endspiel vorbereite. In einem Istanbuler Derby komme dazu jedoch noch einmal ein zusätzliches Feuer.

Zwischen Entwarnung und Titelhitze

Unter dem Strich nimmt Fenerbahce aus diesem Derby drei enorm wichtige Punkte mit und hat zugleich zumindest eine erste vorsichtige Entwarnung bei Marco Asensio erhalten. Eine endgültige Diagnose stand direkt nach dem Spiel noch aus, doch Tedesco wollte keinen Alarm auslösen. Stattdessen stellte er den Teamgeist, die taktische Vorbereitung und die Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft in den Vordergrund.

Gleichzeitig bleibt die Lage maximal angespannt. Der Rückstand auf Galatasaray ist klein, der Druck riesig, und jeder Ausfall kann in dieser Phase schwer wiegen. Genau deshalb war Tedescos Botschaft nach dem Derby so klar: Der Sieg war wichtig, die Leistung in vielen Phasen gut, aber nichts ist entschieden. Für Fenerbahce beginnt nach diesem Abend keine Entspannung, sondern die nächste heiße Etappe im Meisterrennen.

 

 

2 Kommentare

  1. efsane07 (Fenerbahce) Am 6. April 2026 15:53

    Man sollte doch meinen, dass jemand wie Sergen Yalcin der selbst Fussball in dieser türkischen Süperlig gespielt hat die Fussballregeln kennen sollte, aber leider betreibt er nur Propaganda und Polemik um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, deshalb sind mir persönlich auch türkische Trainer äußerst unsympathisch und solange sie sich so abartig asozial verhalten werden sie es auch immer bleiben.

    BJK hat gestern Abend überhaupt keinen Fussball gespielt, sie haben in 110 Spielminuten allenfalls 2 Schüsse auf unser Tor darüber hinaus können sie absolut nichts vorweisen, dennoch nimmt sich dieser Sergan Yalcin das Recht heraus gegen uns zu hetzen und uns alles Mögliche vorzuwerfen.

    Lieber Sergen Hoca, deine Mannschaft und insbesondere dein Keeper haben bis zur 110. Spielminute nur Zeitspiel betrieben und deshalb haben wir aufgrund der vielen 100% Tormöglichkeiten das Spiel am Ende völlig zurecht gewonnen, wenn du das nicht einsehen willst oder kannst, dann ist das deine persönliche Angelegenheit, aber ändert nichts an der Tatsache, dass wir verdienter Derbysieger sind.

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  2. Antepli89 Am 6. April 2026 15:11

    Klarer Abseits beim Eigentor, dachte ich mir schon bei der Tor Wiederholung.

    Klarer Elfmeter bei Nene. Erste Berührung am Ball hätte nur gegolten, wenn Nene danach nicht mehr den Ball erreichen würde. Da der Ball weiterhin vor ihm gewesen wäre, zählt die zweite Berührung mit dem anderen Bein und da nimmt er Nene mit.

    Brillen ab meine Freunde.

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